paulipilgrim

in the land of rice & curry

Ankommen...

Ungefähr einen Monat bin ich nun bereits auf dieser eigenartigen Insel… und durfte/darf zugegebenermaßen zwischendurch immer mal kämpfen. Bisher konnte ich wenige bis keine Parallelen zu Zuhause entdecken, und diese Fremdartigkeit will erstmal verarbeitet werden. Was mich anfangs allerdings erschlagen und überfordert hat, ist mittlerweile in Staunen und Belustigung umgeschlagen, und ich habe tatsächlich Freude daran, mich in dieser Andersartigkeit auszutoben. Wie so oft sind es einfach die vielen Kleinigkeiten, die eine Kultur auszeichnen… sei es das Streetfood, das in zusammengeklebte Kontoauszüge, Mathehausaufgaben oder Blätter verpackt ist. Sei es der Genuss daran, sein Reis & Curry im schäbigsten Hinterhof-Lokal selbstverständlich mit den Fingern zu essen. Sei es die Freude am Feilschen für den Tuktuk-Preis oder das gefühlt stundenlange Abtasten der Früchte, um die perfekte Mango zu finden. Und diese dann für den Local- statt Touristenpreis zu bekommen.
Sei es das Öffnen des Herzens und das Lächeln im Gesicht, wenn man nach einer intensiven Yogasession wie auf Wolken durch die belebten Straßen schwebt. Ohne sich dabei von den zahlreichen Kühen und unkoordinierten Rollerfahrern aus der Ruhe bringen zu lassen. Und die Straßenhunde krault und kuschelt, statt ihnen auszuweichen.

Seit knapp einer Woche bin ich jetzt in Weligama, einem Surferörtchen an der Südküste. Nachdem ich mit der ersten Unterkunft/Arbeitgeber komplett daneben gegriffen habe und mich bereits nach 2 Nächten statt 2 Wochen wieder verzogen habe, habe ich jetzt ein Zuhause für unbestimmte Zeit gefunden. Im Beatroot Hostel helfe ich an der Rezeption, der Zubereitung des Frühstücks für die Gäste und diversen kreativen Projekten wie Schildern und Deko. Was nach einem fast regulären Job klingt, ist allerdings mehr ein angenehmer Zeitvertreib und ein toller Weg, sowohl mit Gästen aus aller Welt (natürlich hauptsächlich Israel ;) ) und Locals zu quatschen und abzuhängen. Die einzige Tätigkeit, die unser „Chef“ Shehan dabei für verpflichtend hält, ist die Anwesenheit bei den zahlreichen Partys der Region. Angeblich, um die Social-Life-Qualitäten des Hostels zu promoten ;) Neben den coolen Leuten und anderen Workaways ist das Beste am Hostel allerdings die direkte Strandnähe. Der beste Surfspot des Ortes ist sage und schreibe 2 Minuten Fußweg entfernt, was es uns ermöglicht, sogar mehrmals täglich vom anstrengenden Hostelalltag aufs Brett zu entfliehen ;) Bei einer gemeinsamen Session im Sonnenuntergang (mega, ich sags euch) habe ich mir allerdings direkt einen bösen Fincut zugezogen und musste mein Brett für ein paar Tage stehen lassen. Da ich allerdings nicht vor habe, zeitnah weiter zu ziehen, ist das alles halb so wild und eine gute Gelegenheit, den singhalesischen Lebensstil noch weiter zu verinnerlichen ;)

#sri#lanka#ceylon#surf#weligama

Kommentare