Weiter in Richtung Süden
Mit Frau Prawn hatten wir eine äußerst korrekte Hotelmanagerin, aber wie sich später herausstellte, auch eine sehr liebenswerte und umsorgende Gastgeberin. Kanchanaburi morgens...

Veröffentlicht: 09.02.2025






















Die vielen Feiertage in China waren Schuld daran, dass die Inseln Koh Samui, Thao und Phangan von den Chinesen nahezu ausgebucht waren. Was übrig blieb war eine Hütte auf Koh Phaluai.
Die kleine Insel wird erst seit 2024 von einer öffentlichen Fähre angesteuert und ist von Seezigeunern, die noch heute hauptsächlich vom Fischfang leben, bewohnt.
Am Pier wurden wir vom Resortmanager in Empfang genommen, eine zwielichtige , hagere Gestalt Mitte 50 mit langem, schwarzem, zu einem Zopf gebundenen Haaren. Am Gürtel seiner verschlissenen Jeans baumelten kleine, angegriffene Indianerlederfransentaschen mit unbekanntem Inhalt. An den Händen trug er mehrere Silberringe und an seinem dünnen Hals hing eine fette, schwere Kette mit großem, eingefassten Stein.
Die gebuchte Hütte stand auf Stelzen auf einer Lichtung direkt am Urwaldrand mit Blick aufs Meer. Die Verhältnisse waren sehr einfach, eine zentrale Versorgung mit Strom und Wasser war nicht vorhanden. Am ersten Tag kam aus der Wasserleitung nur eine braune, sandige Brühe (Kommentar vom Manager: "fucking water". Keines der Fenster rundum schloss dicht und durch die cm breiten Spalten im Holzfußboden konnte man die Erde sehen. Die in die Tage gekommenen Moskitonetze wiesen schon einige Löcher auf. Beim Anblick der Laken, entschlossen wir uns, unsere eigenen Hüttenschlafsäcke zu benutzen.
Auf der Insel war man zum Nichtstun verdammt und leider sind auch hier die landschaftlich schönen Strände verhüllt.
Nachts krabbelten Tiere auf dem Dach herum, am Badeingang saß Thekla, die fette Spinne und am Morgen wurde man von unterschiedlichsten Geräuschen der Urwaldbewohner geweckt. Auf dem Weg zum Frühstück flüchtete eine Schlange ins Dickicht. Schön anzusehen waren die Nashornvögel.
Auch Niu und Wiu, die beiden Mädchen für alles, werden wir nicht vergessen.
Von der beschaulichen Inselwelt spürte es uns in das Nachtleben Phukets. Was für ein krasser Empfang: Nach 11stündiger Fahrt mit Schiff, Bus, Van und Taxi fanden wir uns spät am Abend in Patong in der Tropicbar, umringt von Thailänderinnen bei kühlem Changbier wieder.
Wir blieben hier 4 Tage und genossen die schönen Strände, darunter den Freedom Beach, den wir zu Fuß erreichten. Patong, das für sein wildes Nachtleben bekannt ist, machte seinem Ruf alle Ehre.
