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Posen- meine erste schlechte Erfahrung trotz schöner Stadt

Veröffentlicht: 03.08.2025

Unterkunft
La Guitarra
Hostel · Posen
Essen
.
$ · Abendessen
Sehenswert
Altstadt
Posen, Polen


Von Danzig aus kommend hatte ich mir ein Hostelzimmer gebucht. Das war schon Mal etwas schwieriger. Ich hab das Gefühl hier in Polen gibt es gar nicht so viele Hostels und dann sind sie auch gar nicht mehr so günstig, wie ich es jetzt von den letzten Monaten gewohnt war. Willkommen in der Hauptsaison. 

Erstmal nichts ungewöhnliches sich ein Hostelzimmer zu buchen. Die Bewertungen waren nicht alle top, aber was solls, für eine Nacht wird es schon mal gehen.
In meinem Zimmer angekommen war ich geschockt, überall standen Flaschen rum, eine halb geleerte Vodka Flasche und andere Getränke. Der Herr, mit dem ich mir das Zimmer teilen sollte, hatte seine ganze Wäsche über die Heizung hinter meinem Bett verteilt und ich habe mich schon ohne seine Anwesenheit extrem unwohl gefühlt. 

Während ich über eine Alternative nachdachte, kam er rein und bemerkte mich erstmal gar nicht. Redete mit sich selbst und als er mich entdeckte fing er an mit mir zu reden. Alles schön und gut, denn wenn man sich ein Zimmer teilt, dann quatscht man meistens erstmal. Wo kommt man her? Was macht man? Der Standard Smalltalk halt. 
Nach einer Weile wollte ich dann aber doch meine Ruhe. Trotz meiner Bemühungen ihm zu zeigen, dass es mir nicht gut geht und ich nicht mit ihm reden möchte, hat er mich einfach weiter zu gelabert. Nachdem er mit seinem Englisch nicht weiter kam mussten ich mich mit ihm über eine Übersetzungsapp unterhalten, er wollte mir die Stadt zeigen "eine schöne, junge Frau sollte man nicht allein lassen", dann wollte er mit mir tanzen gehen und jedes Nein hat er nicht akzeptiert. Für mich stand fest, dass ich da raus muss. 

Dann bin ich zur Rezeption und hab gefragt, ob ich ein Einzelzimmer haben kann. Das ging auch zum Glück. Dennoch waren in diesem Hostel so seltsame Menschen unterwegs, ich habe mich nicht so wirklich sicher gefühlt. 

Ich hab dann irgendwie versucht trotzdem noch was von der Stadt zu sehen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Hauptsächlich war ich in der Altstadt unterwegs. Nach dem ganzen Drama war leider nicht mehr so viel Zeit übrig und ich wollte auch nicht im Dunklen zurück kommen. 

Perfekt zur Goldenen Stunde war ich in der Stadt unterwegs. So konnte ich noch etwas Sonne aufsaugen und meinen Vitamin D Haushalt auffüllen.

Zum Abendessen habe ich mir einen Laden gesucht, wo ich die traditionellen Piroggen essen konnte. Piroggen sind gefüllte Teigtaschen.

Ein kleiner Verdauungsspaziergang zurück zum Hostel war auch noch drin.

Am Ende habe ich mich mit Posen nicht wirklich beschäftigt und war nur für diesen einen kleinen Spaziergang in der Stadt unterwegs. Das was ich gesehen habe fand ich aber ganz schön. 

In der Nacht habe ich glücklicherweise ganz gut schlafen können, dennoch habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt. Ich bin froh, dass dieser Vorfall erst am Ende meiner Reise passiert ist und ich vorher in aller Ruhe und mit vollem Vertrauen Hostels nutzen konnte. 

Ich würde immer wieder in Hostels gehen, weil es einfach ein guter Ort ist andere Menschen kennenzulernen, gerade wenn man alleine unterwegs ist. Dennoch würde ich vermutlich bei eher schlechten Bewertungen vorher verschiedene Plattformen besuchen und überall die Bewertungen lesen. 

Falls ich die Stadt nochmal besuche, würde ich wahrscheinlich eher mit Freunden machen und das Hostel "La Guitarra" würde ich auch niemandem weiter empfehlen. Passt auf euch auf!

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Allein
Abseits der PfadeKulturell
  • Altstadt von Posen
  • goldene Stunde in der Stadt
  • traditionelle Piroggen
  • Hostel La Guitarra
StadtEssenGeschichte
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