17.-19.12.18 - Road Trip mit 4 Französinnen
Als ich am Samstag, den 15. Abends zurück ins Hostel kam, wurde ich von ein paar Französinnen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, sie auf einen Roadtrip zu begleiten. So ein...

Veröffentlicht: 13.01.2019
Weihnachten dieses Jahr war etwas anders, als die vorherigen Weihnachten die ich bisher hatte. Bei 30° und Sonnenschein, ohne die Familie und Menschen die man liebt, ist es schwierig in die richtige Stimmung zu kommen. Dass die komplette Stadt weihnachtlich geschmückt ist und die Leute mit Weihnachtsmannmützen rumlaufen macht es dabei eher nur noch schlimmer.
Gemeinsam ging es dann an die Vorbereitung. Einige kümmerten sich um die Pizza, andere um den Punsch, ich war Teil des Tiramisu-Teams.
Nachdem die Vorbereitungen vollendet waren, ging es dann Abends an den Südstrand von Freemantle, wo wir es uns in großer Runde gemütlich machten, die gemeinsame Zeit genossen und über die jeweiligen Traditionen in den einzelnen Ländern und Familien unterhielten.
Nach dem Essen ging es dann noch eine Runde ins Meer baden und gegen 1 dann wieder zurück ins Hostel, wo jeder noch mal seine liebsten kontaktiert für einen schönen Abschluss des Tages.
Am nächsten Tag waren nahezu alle anderen Leute aus dem Hostel ausgeflogen, sodass wir die Küche für uns alleine hatten. Das Kartoffelgratin wurde vorbereitet, das Huhn in den Ofen gequetscht und der Wein geöffnet.
(bitte verzeiht mir die Bildqualität, ich hab an dem Tag leider keine Fotos gemacht, sondern nur über Facebook zugeschickt bekommen)
Als dann alles fertig war wurde königlich geschlemmt und tatsächlich kam glaube ich bei allen doch ein bisschen weihnachtliche Stimmung auf, im Kreise der lieben Menschen, die man in den wenigen Wochen kennen und schätzen gelernt hat.
Zum Nachtisch gab es dann noch das Tiramisu, das trotz der beschränkten Mittel zur Zubereitung echt erstaunlich grandios lecker war. Glücklich und satt gab's dann noch einen Film mit allen zusammen und der Tag ging gemütlich zuende.
In der darauffolgenden Woche fand ich dann auch endlich einen Job in einer Brauerei. Der Braumeister dort ist sogar ein Deutscher und brauchte jemand für die Abfüllung an einem Tag pro Woche. Nicht viel aber immerhin.
Und dann war auch quasi schon Silvester. Die Möglichkeiten, was man tun konnte waren vielfältig. Ich entschied mich mit ein paar Leuten aus dem Hostel auf eine Bush Party zu fahren. Man kann sich das ganze wie ein kleines Festival im Australischen Busch bzw Wald vorstellen. Legal ist das zwar nicht wirklich, aber dafür auch preiswert und hammergeil salopp gesagt. Samstag, den 29. ging es los, 1,5h mit dem Auto raus aus Perth, jede Menge Zeug dabei.
Ordentlich beladen mit allem für 4 Tage
Als wir ankamen wurde erstmal abgeladen und das Camp aufgebaut. Teppiche, ein Tisch, Sofa, Bank, Sonnenschutzplane und Hängematten, Lampen und alles was man so eben braucht, oder auch nicht.
Aufbau des Camps
Als das geschen war, wurde erstmal das Gelände erkundet, paar Bekanntschaften gemacht und darauf gewartet, dass es endlich losgeht.
Mainstage
Gegen 6 war es dann auch endlich so weit. Die Musik ging los und wir ein bisschen tanzen. Für den ersten Tag war alles noch ein bisschen ruhiger und nachdem die überschüssige Energie weggezappelt war, machten wir es uns bei ein paar Bier im Camp gemütlich. Am nächsten Tag kamen noch ein paar andere Leute aus dem Hostel und die Party kam richtig in Fahrt. Gefeiert wurde lange und mehr und mehr Leute tauchten auf um sich gemeinsam auf Silvester einzustimmen. Nach einer relativ kurzen Nacht gab es dann erstmal ein ausgiebiges Frühstück aus ungetostetem Toast und Erdbeermarmelade, ein bisschen Techno und Drum and Bass zum Nachtisch, gefolgt von ein paar Bier und Toast mit Salami zum Mittag/Kaffeetrinken. Langsam aber sicher wurde es dann auch dunkel im Busch und alle machten sich bereit für das neue Jahr. Pünktlich um 0.00 Wurden dann die Boxen der Mainstage richtig aufgerissen und alle Leute die da waren waren auf der Tanzflächen versammelt. Durch die Trockenheit im australischen Busch hatte man jede Menge Staub der durch die tanzenden Menschen aufgewirbelt wurde und das atmen fast unmöglich machte. Nichts desto trotz war es ein atemberaubendes Spektakel und das ganz ohne Feuerwerk, wegen hoher Waldbrandgefahr.
Am nächsten Tag war es dann auch schon wieder Zeit für die Abreise. Motivation war nur schwer zu finden und wir alle waren wohl noch nie so schmutzig. Aber was muss das muss und so wurde dann gegen 3 das Camp abgebrochen und der Transporter wieder beladen. Nachdem wir dann noch eine Ersatzbatterie für diesen gefunden hatten, weil die erste leer war und es die Lichtmaschine zerlegt hatte, ging es dann endlich zurück nach Perth.
Fertig, glücklich und dreckig zurück
Dort wurde noch der Transporter entladen und gegen 8 waren wir dann wieder im Hostel.
Alt wurde an diesem Abend keiner mehr von uns und Mittwoch startete dann mein erster Arbeitstag in der Brauerei.
Euch allen noch gesundes neues Jahr und liebe Grüße aus Australien