Melbourne - Adelaide / Great Ocean Road
09.08.2024: Wir haben uns fertig gemacht, sind nach Melbourne in die Stadt gefahren und sind dort ins Skydeck Melbourne gegangen. Es ist ein Aussichtstower, wie der in Sydney,...

Veröffentlicht: 19.08.2024
15.08.2024:
Am Morgen haben wir uns noch bei Jason bedankt und sind danach mit dem Uber zur neuen Car-Rental-Station gefahren. Dort angekommen, wurden wir nett begrüßt und uns wurde das Auto gezeigt, was wir von Adelaide nach Darwin fahren sollen. Das Auto kostet für Leute, die es mieten wollen anscheinend 850AUD am Tag und man muss es für mindestens 3 Monate mieten. Es ist nicht sonderlich luxuriös, aber es ist geeignet, um mitten durch Australien zu fahren, da es ein Off-Road Auto ist. Auf den Bildern sieht es etwas klein aus aber in Echt ist es schon relativ groß. Wir müssen am 19.08. in Darwin ankommen, was für uns bedeutet, dass wir knapp 7 Stunden am Tag fahren müssen, um das zu schaffen. Somit haben wir beschlossen, dass wir die erste Nacht durchfahren werden. Leider wurde uns aber um 22:50Uhr ein Strich durch die Rechnung gemacht, da wir auf einem Highway waren, der plötzlich von der Polizei gesperrt wurde. 10 Minuten bevor wir an der Sperrstelle waren, ist dort ein Unfall passiert, wo sich mindestens 1 Auto überschlagen hat. Das umgekippte Auto war nur knapp 30 Meter von uns entfernt und es war nur ein Truck zwischen uns. Wir erfuhren, dass der Fahrer dabei ums Leben gekommen ist und dass die Straße für die nächsten Stunden gesperrt bleibt. Da wir aber nur da lang fahren konnten und auch nicht hätten wenden können, mussten wir uns an den Seitenstreifen stellen und im Sitzen im Auto schlafen.
16.08.2024:
Um 6:00 Uhr morgens wurden wir von der Polizei mit einer Sirene geweckt, als Zeichen, dass die Straße wieder freigegeben ist. Ich habe sehr schlecht auf dem Fahrersitz geschlafen, bin aber trotzdem das nächste Stück weitergefahren. Nachdem wir uns an einer Tanke einen Kaffee geholt haben, haben wir uns auf den Weg zum Uluru gemacht. Der Uluru oder auch „Ayers Rock“ genannt ist ein gigantischer Felsen in der Mitte von Australien. Dort sind wir ausgestiegen, etwas umhergelaufen und haben uns dann dort auch noch den Sonnenuntergang angeschaut. Auch wenn es nur ein Felsen ist, hatte dieser Ort schon etwas magisches an sich. Es ist mit eins der Wahrzeichen von Australien. Nach der Uluru Besichtigung sind wir zu einem Campingplatz gefahren.
Auf dem derzeitigen Auto haben wir zwar ein Zelt auf dem Dach, aber da Aileen und ich nicht zusammen in einem schlafen, habe ich noch einmal vorne im Auto gepennt. Diesmal auf dem Beifahrersitz, was deutlich angenehmer war, denn man hat kein Lenkrad vor einem. Eigentlich habe ich mir vor dem Trip ein Zelt gekauft, wo ich gerne drinnen geschlafen hätte, aber der Boden des Campingplatzes war Schotter und überall standen Schilder, dass Camping im Bodenzelt dort verboten ist.
17.08.2024:
Heute Morgen machten wir uns auf den Weg, um zum Kings Canyon zu fahren. Den Wanderweg den wir uns für diesen Nationalpark ausgesucht haben, hatte es in sich, denn man klettert die ganze Zeit einfach irgendwelche Felsen hoch und runter. In Deutschland wäre sowas auf jeden Fall nicht erlaubt, denn es ist nichts gesichert gewesen. Aber als wir endlich an der Spaltung ankamen, stockte mir fast der Atem, weil es so schön war. Die Muster in den Steinen, die Vögel die weit unter uns flogen, die Aussicht von ganz oben nach unten, einfach alles dort war großartig. Ich habe mich gefühlt wie im Zeitalter der Dinosaurier.
Nachdem wir uns einen Campingplatz raus gesucht haben, der auch Bodenzelte erlaubt, sind wir dort hingefahren, haben uns Nudeln gekocht und ich habe mein Zelt aufgeschlagen und die erste Nacht in einem Zelt verbracht.
18.08.2024:
Heute war ein sehr anstrengender Tag, da wir knapp 19 Stunden gefahren sind. Wir haben durch die Uluru und Kings Canyon Besichtigungen Zeit verloren und mussten diese heute aufholen. Aileen ist knapp 7 Stunden gefahren und ich 120. In Alice Springs haben wir kurz einen Stopp von einer Stunde gemacht, um den richtigen Weg raus zu suchen. Ich habe eine Tagesschicht übernommen und sozusagen die ganze Nacht- bzw. Dunkelheitsschicht. Wir haben auf dem Weg freilaufende Kühe, Pferde, Esel, Kängurus, Possums, Vögel, Stiere und Schlangen gesehen. Man muss sich wirklich sehr konzentrieren, denn alle diese Tiere haben wir mitten auf der Fahrbahn gesehen. Und wenn man dann mit 120 km/h angerast kommt, ist es schwierig noch auszuweichen.
19.08.2024:
Den Campingplatz sollten wir laut Navi um 2:58Uhr erreichen. Das hat leider nicht funktioniert, da mir um 1:30Uhr nachts ein Känguru vors Auto gesprungen ist, als ich 120 fuhr. Ich hätte nicht mehr ausweichen können, denn sonst wäre unser hohes und schweres Auto direkt ins Schleudern gekommen und wir wären wahrscheinlich umgekippt. Deswegen musste ich leider abbremsen aber trotzdem draufhalten. Es gab einen lauten knall und wir ruckelten sehr stark. Unser Auto war mit einem Bumper ausgestattet, der uns vor Wildtieren schützen sollte und das hat auch gut funktioniert, wir haben keinen Schaden am Auto. Das Känguru hat es aber nicht überlebt. Danach musste ich erstmal an einer Tanke eine Pause einlegen, da ich mir das Auto genauer anschauen wollte. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl zu wissen, dass ich ein so schönes Tier getötet habe, aber ich hätte wirklich nichts anderes machen dürfen und können. Nach der Pause fuhren wir weiter und kamen somit um 4:00Uhr morgens am Campingplatz an. Der Platz war nur noch 1 ½ Stunden von Darwin entfernt, wo wir heute das Auto abgeben müssen. Nach 4 Stunden Schlaf auf dem Vordersitz mussten wir wieder weiterfahren und auf dem Weg zu einer Tankstelle, hat Aileen leider einen Falken mitten im Flug erwischt. Wir dachten, sie hätte ihn erwischt und danach wäre er runtergefallen, vom Auto weg. Als ich allerdings die Beifahrerseite öffnete und gucken wollte ob wir einen Schaden dadurch haben, war plötzlich ein Flügel auf meinem Kopf. Der tote Falke hing zwischen Dach und Solarplatte fest. Nachdem wir an einer Raststätte angehalten haben, habe ich einen Stock genommen und ihn daraus gekratzt, was schon etwas ekelig war.
Leider sind hier wirklich so viele Tiere auf den Straßen unterwegs, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis wir eins das erste Mal treffen. Als wir irgendwann in Darwin ankamen, haben wir das Auto abgegeben und sind in ein Hostel gefahren. Ich habe mich so sehr auf eine Dusche und ein normales Bett gefreut. Außerdem wollte ich einfach mal wieder alleine chillen.