Cook Island
Ungewohnt früh geht der Wecker, um 03:45 müssen wir aufstehen, um den ersten Flug von CHC nach Auckland zu erreichen. Duncan bringt uns zum Flughafen, der Abschied fällt mir...


Veröffentlicht: 08.12.2024























































Heute möchte ich den Cross-Island-Walk machen, ein Track quer über die Insel. Dazu muss ich zum Startpunkt nach Avarua kommen, der `Hauptstadt` der Insel, was Dank des perfekten Nahverkehrsnetzes überhaupt kein Problem ist: Stündlich fährt jeweils ein Bus im Uhrzeigersinn bzw. entgegen auf der 32km langen Ringstraße um die Insel herum, per Handzeichen kann man ihn anhalten und für 5 Dollar zusteigen. Fertig. Auf der Reede liegt ein Kreuzfahrtschiff, dessen Passagiere gerade Landgang haben. Am Hamburgerstand neben dem Anleger komme ich mit einem Passagier ins Gespräch, einem Amerikaner aus San Diego. Er möchte wissen, ob die Insel zu Australien gehört … gerne gebe ich ein wenig Nachhilfe in Geographie: Cook Island ist ein unabhängiger Staat, angelehnt an NZ (z.B. Währung), übrigens von den USA noch nicht als solcher anerkannt. Gut gestärkt breche ich auf, über eine Seitenstrasse wandere ich Richtung Berge. Ein lautes Brummen stellt sich als Dieselgenerator heraus, hier wird der Strom für die Insel erzeugt. Danach wird auch die Straße immer schmaler, bis ich nach einem Wasserreservoir schließlich nur noch auf einem kleinen Pfad unterwegs bin. Immer steiler geht es bergauf durch den Regenwald, Palmen werden von Farnen, Bäumen und Schlingpflanzen abgelöst. Schließlich komme ich über einen Grat an der Spitze an – the Needle lässt sich leider nicht ganz erklimmen (Ich hab´s versucht..), aber die Aussicht ist dennoch toll. Der Regenwald ist grün in unterschiedlichen Nuancen, vereinzelt leuchten bunte Blüten, Vögel kreisen um den Berg, am Horizont das Meer. Richtung Süden steige ich wieder runter, anfangs steil bergab über riesige Wurzeln, dann verläuft der Pfad neben einem Bach, immer wieder muss ich über Steine balancieren und schauen, wo es weitergehen könnte. Als ich wieder auf die Ringstraße stoße, sehe ich gerade noch den Bus vorbeikommen – leider verpasst, also noch 5 km Fußmarsch zurück zu Unterkunft. Unterwegs komme ich an der Residenz des Vertreters des (britischen ?) Königs vorbei, später wandere ich einfach am Strand entlang. Barfuss im Sand werde ich in 10 Tagen im weihnachtlichen Deutschland auch wieder vermissen.