Melanie
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Achter Stopp: Napier

Veröffentlicht: 14.12.2018

Hinter mir liegt jetzt ein Monat, genauer gesagt 21 Tage in denen ich in Napier gearbeitet habe. Es war eine echt schöne aber auch gleichzeitig anstrengende Zeit, aber fangen wir von vorne an.

Am 05.11.2018 sind Elli und ich in Napier im 'Napier Arthouse Backpackers' angekommen. Das Hostel kann keine schönere Lage haben: schnell über die Straße huschen und man ist direkt am Strand von Napier. Leider konnte man wegen starken und unvorhersehbaren Strömungen dort nicht schwimmen gehen. 


Gleich nach unserer Ankunft haben wir uns Glen vorgestellt. Er vermittelt alle Backpacker aus dem Hostel an die Unternehmen. Mit wenig Hoffnung, dass wir gleich am nächsten Tag Arbeit hatten, sind wir ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen um 7 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns auf einen entspannten Tag eingestellt, an dem wir Napier erkunden konnten. Aber um 8 Uhr kam dann DIE SMS! 'Um 9Uhr werdet ihr abgeholt und zu eurer zukünftige Arbeitsstelle gefahren'. In Eile machten wir uns fertig und schmierten uns noch schnell Brote für die Pausen. Um kurz nach 9 Uhr kam dann Glen und ich unterschrieb, wohlgemerkt meinen ersten Arbeitsvertrag.
Ich arbeitete auf einer Apfelplantage, die Leute waren alle sehr nett und entspannt. Im Laufe der Arbeitszeit habe ich viele verschiedene Aufgaben machen dürfen:
1. Shoot ripping - die Arbeit war an älteren großen Bäumen. Die waren sehr buschig geworden und unsere Aufgabe war es die jungen Triebe ab zu zupfen, damit die Äpfel genug Sonnenlicht bekommen und schneller wachsen können 


2. Flower thinning - die Arbeit war an sehr jungen Bäumen und wir mussten alle Knospen, Blumen und Äpfel abzupfen, damit der Baum seine ganze Energie in den Wachstum steckt. Dass war für mich die langweiligste Aufgabe, die man meistens bei schlechten Wetter gemacht hat


3. Cutting, clipping and thinning - vorab kann ich sagen bei dieser Arbeit ist die Zeit geflogen, deshalb hab ich sie auch ganz gern gemacht. Cutting: Die jungen Bäume sollten nur ein haupt 'Leader' haben und der sollte möglichst hoch und gerade gewachsen sein, die anderen mussten wir abschneiden. Clipping: hier sollten wir den leader dann an einem Drahtseil befestigen, damit der Baum schön gerade nach oben wächst. Thinning: Und auch hier mussten wir alle Knospen, Blüten und Äpfel abzupfen
4. Fix the irrigation - einer der schlimmsten Aufgaben! An dem unsteresten Drahtseil, an dem die Bäume gebunden waren, war ein Bewässerungsschlauch und den mussten wir mit einer Art Kabelbinder an dem Drahtseil fixieren. Für uns bedeutete dass: alle 50 cm in die Hocke gehen und den Schlauch befästingen und dass 2h lang, manche machten dass auch den ganzen Tag lang. Danach hat man ordentlich Muskelkater in den Beinen
5. Platform - die wohl witzigste und coolste Aufgabe. Auf einer fahrbaren Platform haben wir 'Flower thinning' gemacht, aber der entscheide Unterschied war: wir haben in der Höhe gearbeitet ( zwischen 7m und 12m)
6. Counting Appletrees - Für mich DIE SCHLIMMSTE Arbeit. Da unser supervisor dachte ich sei Mathelehrerin ( ich hatte erzählt, dass ein paar mal Mathe Nachhilfe gegeben habe) gewesen, wurde ich für den Job auserwählt. Und ich musste 3 Tage lang ganz allein auf einer anderen Plantage wie alle anderen arbeiten. Meine Arbeitsausrüstung für die folgende Tage war: ein Leiter die riesig und schwer war, ein Zähler und ein Notizbuch in dem ich alle gezählten Äpfel eintragen musste.


Ich habe meine Arbeit immer als Baumpflege bezeichnet und eigentlich trifft es, dass auch ganz gut!
Für die gute Arbeit die wir geleistet haben, dufte ich zusammen mit zwei anderen Mädchen Helikopter fliegen. Dass war mein erster Heli-Flug und der wird mir immer in Erinnerung bleiben. 


In der Regel hatte ein Arbeitstag 9h plus 30 Minuten Pause. Es war echt cool mit vielen Leuten aus der ganzen Welt zu arbeiten.


Das Wetter hätte nicht passender sein können. Bis auf die vorletzte Arbeitswoche, denn da konnten wir nur an 3 von 6 Arbeitstagen arbeiten gehen, weil die ganze Plantage unter Wasser stand.


Auf dem Gelände der Plantage durften wir mit einem Quat ähnlichen Fahrzeug fahren, dass war immer ganz lustig.


Eins weiß ich jetzt, ich kann Apfelbäume pflegen.
Aber jetzt habe ich mir erstmal Urlaub verdient und der wird in Taupo sein. - Melli 👋🏼

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