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Magnetic Island - Magnet For Wildlife and Nature

Veröffentlicht: 31.05.2017

Nächste Station war für mich nach Airlie Beach also Magnetic Island. Nach einer vierstündigen Busfahrt kam ich in Townsville an, um unmittelbar danach auf die Fähre zu steigen, die mich auf die Insel bringen sollte. Das alles bei strahlendem Sonnenschein. Als ich Magnetic Island erreicht hatte, ging es mit dem Bus noch einmal ein paar Kilometer weiter, bis ich endlich im Hostel einchecken konnte. Zu dieser Zeit war es zwar noch hell, aber die Sonne war schon kurz davor, unterzugehen. Ich ging noch einkaufen, wobei der Weg an der Küste vorbei führte, danach ging es zum Abendessen. Anschließend holte ich mir meinen kostenlosen “Welcome Drink” ab und traf dabei Lisa wieder, die schon einen Tag vor mir dort angekommen war. Am Abend ging es relativ früh ins Bett, da ich mir etwas sehr anstrengendes für den Folgetag vorgenommen hatte 😆

Mein Plan war es nämlich, an meinem einzigen kompletten Tag auf der Insel ein Fahrrad zu mieten und damit Magnetic Island zu erkunden 🏍 Also ging es nach dem Frühstück zum Fahrradverleih und ich war für die nächsten 24 Stunden mobil. Als erstes machte ich mich auf zur Arcadia Bay, wo es wilde Felsenwallabies gibt und auch noch eine schöne Aussicht dazu. Die Wallabies waren total zahm und man konnte sie ganz einfach füttern. Ich fand einige zerstückelte Möhren auf dem Boden und hielt sie einigen Tieren hin. Es war so toll, ihnen beim Fressen aus der Hand zuzusehen 😍 Wallabies sind übrigens wirklich ganz kleine Tiere. Sie sind vielleicht ein bisschen größer als Kaninchen – fressen ja auch dasselbe 😉 - aber auch extrem beweglich und schnell. Von dort aus ging es zum ersten Mal auf die andere Seite der Insel zur Horseshoe Bay. Dort gibt es einen relativ großen Strand und natürlich das Meer. Dazwischen liegt eine Menge Wald. Und Berge. Viele Berge. Ich musste ganz schön strampeln, um da hochzukommen 😑🏔 Zu allem Überfluss sprang auch noch die Kette zweimal raus, sodass ich sie manuell wieder ans Laufen bekommen musste 😒 Von dort aus ging es zunächst zum Hafengelände, dann für eine kleine Mittagspause zum Hostel, dann auf eine kleine Waldwanderung und schließlich zum Westpoint, wo es aber außer einem riesigen Strand nicht sonderlich viel gibt. Der Weg dorthin führte mich über eine nicht asphaltierte und buckelige Schotterstrecke, was nicht unbedingt angenehm war. Aber egal, der Weg ist das Ziel 😉 Über die gleiche Strecke ging es dann auch wieder zurück und nochmal auf die andere Seite. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon lange unterwegs gewesen und meine Kräfte gingen deutlich zurück, sodass ich einen Teil der Strecke schieben musste. Kurz nach dem höchsten Punkt entschied ich mich dann, eine kleine Wanderung über einen beliebten Weg anzutreten, auf dem es zwei schöne Aussichtspunkte gibt sowie einige Ruinen von Einrichtungen wie Küchen oder Toiletten. Außerdem sah ich zum ersten Mal wilde Koalas, die gerade in einem Eukalyptus-Baum ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgingen – schlafen 😴😂 Sehr gut, denn so konnte ich sie ganz ungestört fotografieren 👌🐨 Ich sah auch gleich eine ganz Schar von Papageien mit roten Schwanzfedern. Im Anschluss an den kleinen Spaziergang ging es dann noch einmal bis ganz an den großen Strand, wo ich gerade rechtzeitig ankam, um die Sonne hinter den Bergen verschwinden zu sehen 🌄 Aufgrund der Aussicht, dass es sehr bald dunkel werden würde, machte ich mich zeitig wieder auf den Rückweg zum Hostel, was natürlich bei den Bergen nicht ganz einfach war. So war es schon lange nicht mehr hell, als ich das Hostel erreichte. Dort schloss ich das Fahrrad an einem Zaun ab, nutzte noch die paar Minuten WLAN bis 19:00 und ging dann völlig kaputt unter die Dusche. Nach dem Abendessen setzte ich mich dann noch zu Lisa und einer schwedischen Freundin von ihr. Im “Aufenthaltsraum” fand gerade ein Essenswettbewerb statt, der so aussah, dass die Kandidaten in vier Minuten einen kleinen Eimer voll mit extremst scharfen Chicken Wings essen mussten und währenddessen weder trinken noch sich den Mund abputzen durften. Übel 😆 Tatsächlich schafften es zwei der vier, alles rechtzeitig aufzuessen. Kaum war die Zeit um, kippten sie einen Krug mit Wasser entweder in sich hinein oder schütteten ihn direkt auf ihrem Kopf aus. Ich will gar nicht wissen, wie scharf dieses Fleisch war 😅 Und das sage ich als großer Fan von scharfem Essen. Mit Schrecken stellte ich dann kurz darauf fest, dass meine Kontokarte plötzlich nicht mehr in meinem Brustbeutel war. Dieses Horrorszenario hatte mich die ersten 7,5 Monate verschont, aber jetzt war es soweit. Weder in meinem Zimmer war sie zu finden, noch war sie in der Bar abgegeben worden. Also musste ich sie sperren lassen 😨 Zum Glück bekam ich sie am nächsten Morgen zurück, weil jemand sie doch noch bei der Rezeption abgegeben hatte 🍀🍀🍀 Sie muss wohl einfach herausgefallen sein, als ich gerade nach einer anderen Karte gesucht hatte.

Ansonsten tat ich nichts wirklich nennenswertes bis zum Check-Out, außer natürlich, das Fahrrad wegzurbingen. Anschließend überbrückte ich die Zeit auf der Hostelterrasse, bis mein Bus kam, um mich zur Fähre zu bringen. Lisa war auf dem selben Boot und danach auch im selben Premierbus. Also hatte ich die ganze Zeit ein sehr gutes Mittel gegen Langeweile neben mir sitzen 😊👍 Alleine ging ich dann aber in Mission Beach von Bord bzw. aus dem Bus. Die meisten lassen diesen Stopp weg und fahren direkt nach Cairns, bei Peterpans gehört er aber zur 33-Tages-Tour. Anfangs war ich noch etwas skeptisch, ob das wirklich so ein sehenswerter Ort ist (nach dem Motto: “Die anderen werden schon einen Grund haben, das wegzulassen”), aber meine Meinung sollte beim Verlassen des Ortes eine komplett andere sein. Tatsächlich war Mission Beach eines meiner schönsten Erlebnisse in Australien und ich wäre liebend gerne länger geblieben 😍 Wie ich zu dieser Ansicht kam, erfahrt ihr schon bald im nächsten Bericht.

Bis dann! 👋

Euer Max

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