Beach break gone wild
Die Route führte weiter quer durch den Cape Breton Highlands National Park mit ordentlich Kurven und Wahnsinns-Aussicht. Ziel war der Dingwall Beach. Breit, leer, windig und...

Veröffentlicht: 14.03.2026


















Ein weiteres Highlight unserer Ostkanada-Reise waren die Hopewell Rocks.
Als wir ankamen, war gerade Ebbe, was bedeutet, dass man tatsächlich auf dem Meeresboden laufen kann. Genau dort, wo wenige Stunden später wieder Wasser ist. Zwischen riesigen roten Felsen spazierten wir also über eine Mischung aus Sand, Schlamm und etwas, das sich ungefähr so anfühlte wie sehr enthusiastischer Kuchenteig.
Zum Glück hatten wir beide Adiletten an. Eine Entscheidung, die sich als absolut genial herausstellte. Der Boden war nämlich so matschig, dass weisse Sneaker dort vermutlich direkt ihre Lebensversicherung gekündigt hätten. Der rote Sand klebt wirklich überall.
Die Landschaft selbst sah völlig verrückt aus:
Überall rote Felsen, merkwürdig geformt, teilweise oben mit kleinen Bäumen drauf. Es fühlte sich ein bisschen an wie auf dem Mars, nur mit mehr Schlamm und weniger Raumanzügen.
1. Hier gibt es die grössten Gezeiten der Welt
Die Hopewell Rocks liegen in der Bay of Fundy, einem Ort mit den höchsten Gezeiten der Welt. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut kann bis zu 16 Meter betragen. Das ist ungefähr so hoch wie ein vierstöckiges Haus, nur dass dieses Haus alle sechs Stunden kommt und wieder verschwindet.
2. Der gleiche Ort hat zwei komplett verschiedene Landschaften
Bei Ebbe läuft man zwischen den Felsen herum. Ein paar Stunden später steht dort komplett Wasser. Dann kann man sogar mit dem Kajak zwischen denselben Felsen paddeln, zwischen denen man vorher noch spaziert ist.
3. Die Felsen heissen wirklich "Blumentopf-Felsen"
Viele der Formationen werden Flowerpot Rocks genannt, weil sie aussehen wie gigantische Blumentöpfe mit Bäumen oben drauf. Wind, Wasser und Eis haben diese Formen über Tausende Jahre aus dem Sandstein herausgeschliffen.
4. Die Landschaft ist so rot wegen Eisen
Der intensive rote Sand kommt von Eisenoxid im Gestein – im Grunde Rost. Deshalb sieht die Landschaft so aus, als hätte jemand beschlossen, einen kleinen Teil von Mars nach Kanada zu verlegen.
5. Ein Ticket, zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse
Das Ticket gilt zwei Tage, sodass man einmal bei Ebbe über den Meeresboden laufen und später (oder am nächsten Tag) sehen kann, wie derselbe Ort bei Flut komplett unter Wasser steht. Zwei Welten, ein Parkplatz.
Zwischen diesen riesigen roten Felsen zu stehen fühlt sich wirklich an, als wäre man kurz auf einem anderen Planeten gelandet. Nur dass dieser Planet ziemlich matschig ist und definitiv besser mit Adiletten als mit weissen Sneakern erkundet wird.
