Prince Edward Island im Schnelldurchlauf
Ein weiterer Stopp auf unserer Ostkanada-Reise führte uns nach Prince Edward Island und schon die Anreise dorthin ist ein Erlebnis für sich. Um auf die Insel zu kommen, fährt...

Veröffentlicht: 15.03.2026
















Für die letzten Tage unserer Ostkanada-Reise zog es uns noch einmal zurück nach Cape Breton Island. An den Ort, der uns während der gesamten Reise am meisten begeistert hatte. Diesmal wollten wir vor allem wandern.
Also planten wir ein paar Touren im Cape Breton Highlands National Park, der für seine raue Küstenlandschaft, dichten Wälder und spektakulären Aussichtspunkte bekannt ist.
Der längste und gleichzeitig schönste Wanderweg für uns war der Skyline Trail. Der Rundweg ist etwa 8 Kilometer lang und führt zunächst durch offene Landschaften voller Farnpflanzen und niedriger Vegetation. Während man dort entlangläuft, wirkt alles erstaunlich weit und ruhig. Nur Wind, Natur und immer wieder kurze Blicke Richtung Küste.
Am Ende des Trails verändert sich die Landschaft dann. Dort beginnt ein langer Holzsteg mit Treppen, der sich langsam den Hang hinunterzieht. Er wurde gebaut, um die empfindliche Vegetation zu schützen, denn der Aussichtspunkt gehört zu den beliebtesten Orten im gesamten Nationalpark.
Und sobald man dort steht, versteht man auch warum.
Vor einem öffnet sich ein riesiger Blick über den Golf von St. Lawrence, während sich weit unten der berühmte Cabot Trail wie eine kleine Linie an der Küste entlangschlängelt. Der Skyline Trail ist besonders für seine Sonnenuntergänge bekannt. Angeblich gehören sie zu den schönsten in ganz Nova Scotia. Mit etwas Glück kann man hier sogar Elche, Weisskopfseeadler oder manchmal Wale im Meer entdecken.
Wir hatten allerdings weniger Glück.
Trotz vieler Wanderungen, häufige Blicke in die Wälder und mehr als genug Gelegenheit für Tierbeobachtungen haben wir immer noch keinen einzigen Elch, Wale oder Waschbären gesehen. Was langsam ein bisschen verdächtig wurde, weil Cape Breton eigentlich ziemlich bekannt für seine Elche ist.
Elche haben wir zwar keine gesehen, aber dafür ziemlich schnell unseren neuen Lieblingsspot gefunden: Marguerite Boutique et Provisions. Ein Café, bei dem man eigentlich nur kurz einen Kaffee holen will, und plötzlich sitzt man am nächsten Tag schon wieder dort. Und am Tag danach irgendwie auch ... wir waren mehr als einmal dort.
Aber auch ohne tierische Begegnungen war das der perfekte Abschluss unserer Reise: endlose Farnfelder, frische Atlantikluft, sehr guter Kaffee und Scones und Ausblicke, die man so schnell nicht vergisst.
