leavingtoreturn

4 Kontinente, 2 Rucksäcke und 1 Jahr: Jan und Natalie auf Weltreise!
Alle Artikel

Zweiter Stopp: Peru, Part 4: Inka,Inka,Inka

Die berühmte Sicht auf Machu Picchu Markt in PisacAlles wird in Handarbeit gefertigtBunt, bunter, PeruInkaruine von PisacNatalie findet überall BlumenDas Beste am Entdecken von Ruinen: Du weißt nie was dich am nächsten Fenster erwartetOllantaytambos Inkastätte: Erkennt ihr das Lama?Die Inka wussten was ein guter Ausblick istBadezimmer der Inka-PrinzessinenEine kleine Ruine auf der anderen Seite des DorfesUnser liebster Aussichtspunkt über OllantaytamboJan genießt die Blumen vor der HaustürMalerische Gassen in Ollantaytambo Experimentelle Ackerbauterassen von MorayIn Inkaruinen kommt das Spaß nie zu kurzSalinas von MarasDer kleine Bach direkt neben Jan versorgt alle Becken mit SalzwasserDie ganze Familie packt beim Salzabbau mit an Cusco von oben: Die Lage der Stadt ist wirklich fantastischKunst auf Cuscos Plaza de ArmasKinder beim Maschieren in Uniform auf Paraden haben uns in mehreren Städten geschockt Eine malerische Zugfahrt durch die immer dichter werdende VegetationDer mächtige Inkakönig war uns nicht wohl "gesonnen" Durch den Nebel Richtung Huayna PicchuJan hat einen neuen Freund gefunden (versteht ihn genauso gut wie die Peruaner)Beginn eines steilen AufstiegsDie erste Treppe des TodesDie sogenannten "Stairs of Death"Wir und Machu zusammen im Regen Natürlich dürfen Alpakas nicht fehlenErkundung der verwinkelten Ruinen von Machu Picchu Mehr Stufen!Vögel inmitten exotischer Pflanzen KolibriDanke Peru für deine Vielfalt und unsere schönen Momente

Der letzte große Abschnitt unserer Perureise führte uns auf die Spuren der Inka. Denn die Umgebung von Cusco und insbesondere das „Valle Sagrado de los Incas“ beherbergt eine Vielzahl an alten Stätten dieser Kultur. An diesem Punkt wollen wir auch gleich erwähnen, dass man sehr viel verpasst, wenn man seine Reise nach Cusco nur auf einen Ausflug nach Machu Picchu beschränkt. Zwar ist Machu Picchu sicher die berühmteste Sehenswürdigkeit Perus, allerdings haben wir festgestellt, dass dies nicht unbedingt gleichbedeutend damit ist wie sehenswert ein Ort ist. Als erstes hat es uns daher nach Pisac verschlagen, einem kleinen Dorf im Valle Sagrado, das sowohl für seine gut erhaltene heilige Inkastätte, als auch für seinen Markt berühmt ist. Eine weitere selbsternannte Berühmtheit im Dorf stellte außerdem der Besitzer unseres Hotels und dessen Familie dar, die uns den Aufenthalt mit ihren lautstarken Partys und ihrem immensen Alkoholkonsum verschönerten. Spaß bei Seite, wir haben dort wohl den König der lauten Peruaner kennengelernt und somit schlaflose Nächte verbracht. Aber zurück zu den schönen Dingen: Pisacs Markt, der sich über das halbe Dorf erstreckt, hat uns mit seinen bunten Farben umgehauen und uns um eine Tischdecke und einen Pullover reicher gemacht. 

Markt in Pisac
Markt in Pisac


Alles wird in Handarbeit gefertigt
Alles wird in Handarbeit gefertigt


Bunt, bunter, Peru
Bunt, bunter, Peru


Zusätzlich hat uns die Inkaruine von Pisac durch ihre Größe und Lage verzaubert, denn sie liegt in Mitten steiler Berge mit tiefen Schluchten. Hinzu kam, dass wir fast völlig allein das Vergnügen hatten, ihre verwinkelten Häuser und steilen Terrassen zu entdecken. Dieser Umstand ist im Valle Sagrado eher selten, denn es ist eines der beliebtesten Ziele aller Reisenden.

Inkaruine von Pisac
Inkaruine von Pisac


Natalie findet überall Blumen
Natalie findet überall Blumen


Das Beste am Entdecken von Ruinen: du weißt nie was dich am nächsten Fenster erwartet
Das Beste am Entdecken von Ruinen: Du weißt nie was dich am nächsten Fenster erwartet


Um etwas Ruhe nach Pisac zu bekommen, verschlug es uns noch tiefer in das heilige Tal in das wunderschöne Dorf Ollantaytambo. Auch dieser Ort ist vor allen Dingen auf Grund seiner Inkastätte, die in Form eines Lamas angelegt wurde, berühmt. Während in Pisacs Inkastätte vermutlich Priester und Astronomen mit ihren Dienern gelebt haben, beherbergte die Inkastätte Ollantaytambos die gehobenere Bürgerschaft und Prinzen und Prinzessinnen, und verfügte über einige zeremonielle Räumlichkeiten, wie einen Sonnentempel. Auch diese Stätte ist sehr gut erhalten und erzählt die Geschichte eines eher bürgerlichen Lebens zu Inkazeiten. Wir haben festgestellt, dass das Leben eines Inka sehr anstrengend gewesen sein muss und sie seeeehr fit gewesen sein müssen, da alle Stätten vor allem aus Treppen bestehen. 

Ollantaytambos Inkastätte: Erkennt ihr das Lama?
Ollantaytambos Inkastätte: Erkennt ihr das Lama?


Die Inka wussten was ein guter Ausblick ist
Die Inka wussten, was ein guter Ausblick ist


Badezimmer der Inka-Prinzessinen
Badezimmer der Inka-Prinzessinnen


Eine kleine Ruine auf der anderen Seite des Dorfes
Eine kleine Ruine auf der anderen Seite des Dorfes


Unser liebster Aussichtspunkt über Ollantaytambo
Unser liebster Aussichtspunkt über Ollantaytambo


In unserer Unterkunft fühlten auch wir uns dann wie ein Prinz und eine Prinzessin, denn sowohl der Ausblick auf die Ruinen, als auch das Frühstück ließen keine Wünsche offen. Nur Ruhe war uns auch hier nicht vergönnt, da es zwar schön ist einen Fluss direkt neben dem Haus zu haben, während der Regenzeit kann das allerdings ziemlich laut werden.


Jan genießt die Blumen vor der Haustür
Jan genießt die Blumen vor der Haustür


Malerische Gassen in Ollantaytambo
Malerische Gassen in Ollantaytambo


In Moray haben wir außerdem die Anlagen für experimentellen Ackerbau der Inka erkundet und die Salinas von Maras gesehen, mit deren Hilfe damals wie heute Salz aus einem Bergfluss gewonnen wird.

Experimentelle Ackerbauterassen von Moray
Experimentelle Ackerbauterassen von Moray


In Inkaruinen kommt das Spaß nie zu kurz
In Inkaruinen kommt der Spaß nie zu kurz


Salinas von Maras
Salinas von Maras


Der kleine Bach direkt neben Jan versorgt alle Becken mit Salzwasser
Der kleine Bach direkt neben Jan versorgt alle Becken mit Salzwasser


Die ganze Familie packt beim Salzabbau mit an
Die ganze Familie packt beim Salzabbau mit an


Um zur letzten Inkastätte unserer Reise in die Vergangenheit zu gelangen, mussten wir wieder in den Großstadtdschungel nach Cusco. Auch wenn es uns davor graute, da wir weder Großstadtfans sind, noch gute Erfahrungen mit Städten in Peru gemacht haben, war Cusco überraschend schön. Zwar beschränkt sich dies auf eine einzige Straße, entlang derer viele alte Kirchen und Versammlungsplätze platziert sind, aber immerhin konnten wir hier auch das Stadtleben etwas genießen.

Cusco von oben: Die Lage der Stadt ist wirklich fantastisch
Cusco von oben: Die Lage der Stadt ist wirklich fantastisch


Kunst auf Cuscos Plaza de Armas
Kunst auf Cuscos Plaza de Armas


Kinder beim Maschieren in Uniform auf Paraden haben uns in mehreren Städten geschockt
Kinder beim Maschieren in Uniform auf Paraden haben uns in mehreren Städten geschockt


Früh morgens (ja das frühe Aufstehen zog sich durch unsere komplette Perureise) machten wir uns dann mit Taxi und Zug auf den Weg nach Machu Picchu Pueblo, ehemals Aguas Calientes, das Dorf am Fuße von Machu Picchu. Dieses ist nur zu Fuß oder mit dem Zug zu erreichen, und da wir keine 5 Tage investieren konnten nur um zu Machu Picchu zu gelangen, mussten wir auf den beliebten Salkantay Track verzichten und haben uns stattdessen von Peru Rail in einem Panoramazug kutschieren lassen. Nach 3 Wochen in Peru war dieses Erlebnis der pure Luxus für uns, denn wir wurden sogar mit Trinken und Essen versorgt und hatten eine wunderschöne Sicht auf den Nebelwald. 

Eine malerische Zugfahrt durch die immer dichter werdende Vegetation
Eine malerische Zugfahrt durch die immer dichter werdende Vegetation


Angekommen in Machu Picchu Pueblo stellten wir fest, dass dieses genau aus 2 Dingen besteht: Hotels und Restaurants. Ganz ehrlich ein Trip nach Machu Picchu ist wie eine Parallelwelt zum wahren Peru: Plötzlich ist man umgeben von Touristen, schönen Restaurants und englischsprechenden Peruanern und auch der Straßenlärm bleibt dort aus. Irgendwie ist es zwar sehr schön, aber auch einfach nicht authentisch für Peru. 

Der mächtige Inkakönig war uns nicht wohl
Der mächtige Inkakönig war uns nicht wohl "gesonnen"


Um vom Dorf zu Machu Picchu selbst zu gelangen, gibt es ebenfalls die Alternativen eines steilen und stufigen Wanderwegs oder einer halbstündigen Busfahrt. Wir entschieden uns dafür morgens mit dem Bus hochzufahren und nachmittags zu Fuß zurückzugehen. Hauptsächlich fiel diese Entscheidung, da unser Ticket für Machu Picchu zeitgebunden war und wir um 7 Uhr morgens am hinteren Ende der Anlage sein mussten, um den Huayna Picchu, einen Berg neben der Inkastätte, zu besteigen. Den Bus nahmen wir daher um 5.30 Uhr morgens, fuhren durch tiefen Nebel hoch zur Inkaruine und machten uns auf den Weg durch das nebelverhangene, mystische Machu Picchu, um unsere Bergbesteigung zu beginnen. Diese bestand aus ca. 600 steilen und teilweise fast 1 Meter hohen Stufen entlang steiler Klippen, was uns im doppelten Sinne den Atem raubte. 


Durch den Nebel Richtung Huayna Picchu
Durch den Nebel Richtung Huayna Picchu

Jan hat einen neuen Freund gefunden (versteht ihn genauso gut wie die Peruaner)
Jan hat einen neuen Freund gefunden (versteht ihn genauso gut wie die Peruaner)


Beginn eines steilen Aufstiegs
Beginn eines steilen Aufstiegs


Die erste Treppe des Todes
Die erste Treppe des Todes


Als wir nach ca. 1,5 Stunden endlich den Gipfel erreichten (Natalie etwas zittrig von den „Stairs of Death“) stellten wir fest, dass es mittlerweile nicht mehr nur neblig war, sondern auch anfing zu regnen. Was wir erst gegenüber uns selbst und allen anderen Wanderkollegen als kurzen Schauer abtaten, entpuppte sich jedoch schnell als stundenlang anhaltendes Schiet-Wetter, weshalb uns die Aussicht vom Huayna Picchu auf Machu Picchu verwehrt blieb und wir den rutschigen und bis auf die Knochen nassen Abstieg antraten. Dennoch, eine Wanderung auf den Huayna Picchu ist allein schon wegen des Nervenkitzels lohnenswert, auch wenn man seeehr gelenkig sein sollte, um sich durch sehr kleine Spalten zu zwängen und hohe Stufen zu erklimmen.

Die sogenannten
Die sogenannten "Stairs of Death"


Leider setzte sich das schlechte Wetter auch weiter unten in der Inkaruine selbst fort und da man nur einen begrenzten Zeitraum nach Eintritt in die Ruine zur Verfügung hat, mussten wir uns wohl oder übel damit abfinden, dass wir nicht jeden Winkel in voller Pracht zu sehen bekommen würden. Aber wir haben uns damit aufgemuntert, dass es wahrscheinlich seltener ist Machu Picchu im strömenden Regen zu erkunden, als bei Sonnenschein und dass wir Eindrücke und Fotos bekommen haben, die man nicht auf Google oder Postkarten findet. So verwandelt sich Machu Picchu im Regen in einen Fluss mit vielen kleinen Wasserfällen und vergrault damit die meisten Touristen, was dazu führte, dass wir die Ruinen etwas ungestörter (ok bis auf die Tatsache, dass wir pitschnass und halb erfroren waren) erleben konnten. 

Wir und Machu zusammen im Regen
Wir und Machu zusammen im Regen


Natürlich dürfen Alpakas nicht fehlen
Natürlich dürfen Alpakas nicht fehlen


Erkundung der verwinkelten Ruinen von Machu Picchu
Erkundung der verwinkelten Ruinen von Machu Picchu


Mehr Stufen!
Mehr Stufen!


Die berühmte Sicht auf Machu Picchu
Die berühmte Sicht auf Machu Picchu


Und zum Glück hörte es zum Ende unseres Aufenthaltes auch auf zu regnen, weshalb der Abstieg über 1700 Stufen zurück ins Dorf einen gelungen Abschluss eines aufregenden Tages darstellte. Kurz um kann man wohl sagen, dass man für Machu Picchu eine gute Regenjacke, robuste Knie und Geduld braucht, um es in voller Pracht erleben zu können. Aber zumindest das mit der Geduld lässt sich wohl auf vieles in Südamerika übertragen.

Vögel inmitten exotischer Pflanzen
Vögel inmitten exotischer Pflanzen


Kolibri
Kolibri


Fazit: Das Valle Sagrado hat viel zu bieten, viel mehr als nur Machu Picchu. Und auch wenn wir sehr beeindruckt von der Größe und Umgebung Machu Picchus waren, waren es doch eher die anderen Inkaruinen, die uns dieser Kultur ein Stück näher gebracht und uns verzaubert haben.

Da wir uns nach diesen wunderschönen Tagen nur noch in der schönsten Unterkunft unserer Perureise erholten und dann den Rückweg nach Lima antraten, ist dies der letzte Eintrag über Peru gewesen. Peru, du hast uns im positiven, aber auch negativen Sinne umgehauen. Deine Natur und kulturellen Stätten, dein Kunsthandwerk und dein Essen waren eine Reise wert und bleiben immer in unserer Erinnerung. Allerdings würden wir es für das nächste Mal bevorzugen, wenn du die Lautstärke etwas runterregulieren und deine hygienischen „Standards“ etwas verbessern könntest.

Danke Peru für deine Vielfalt und unsere schönen Momente
Danke Peru für deine Vielfalt und unsere schönen Momente


Und damit: Buenos dias Chile!

Song of our Inka-Adventures: Just one day - Mighty Oaks

0

Kommentare

Dave
Wow!  That's a lot of stairs!  How many rock souvenirs did you carry down???
Great pictures!   We are all very impressed by your photos.  We will show them to Opi on Sunday.  I'm even more impressed that anyone can climb those stairs.
I used to be younger and fitter, but I don't think I could have done it then.
Mama wants to say "es ist toll".
Natalie
I didn't find any cool rocks there, but now I've found some and I'm going to keep them, no matter what happens. If necessary I will carry them in my backpack for the whole year :D I found a fossil and a rock that turned into glass when a volcano erupted 10 years ago! 
Honestly the stairs were pretty bad for my knees, but it was worth it. 
I'm happy you're enjoying our pictures! :)

Dinge, die du vor Ort erleben kannst: