USA West Coast Roadtrip - Tag 7
Nach unserer zweiten Übernachtung in Crescent City packen wir wieder unsere Rucksäcke, denn heute geht es nach San Francisco. Wir holen uns etwas zu frühstücken und fahren zum...

Veröffentlicht: 26.04.2026



















Wir nehmen nun stattdessen an einer 1,5stündigen Bootstour teil. Zuvor checken wir aber erstmal aus unserem Hotel aus. Am Abend vorher musste ich noch einem laut telefonierenden Hotelgast vermitteln, dass er um 22.30 Uhr sein Gespräch nicht vor unserem Fenster halten soll. Er ist dann zumindest ein paar Meter weit gelaufen.
Beim Auschecken können wir noch verhandeln, dass wir unser Auto bis zum Nachmittag 15.00 Uhr auf dem Hotelparkplatz stehen lassen dürfen. Wir laufen nun also wieder zum Hafen und besuchen kurz ein Museum zu den Anfängen von S.F. Hierher kamen in der Vergangenheit Immigranten aus zahlreichen Ländern wie China und Japan über den Pazifik, sowie Spanien, Südamerikaner, Italiener und zahlreiche Menschen aus den östlichen Bundesstaaten der USA. In einem Souvenirladen holen ich mir noch ein Magnet und dann suchen wir uns etwas zum Frühstück.
Wir werden in der ältesten Bäckerei San Franciscos am Fisherman´s Wharf fündig: Andreas möchte einen Brownie, ich nehme eine Focaccia (von dem Andreas plötzlich auch ein Stück haben möchte) und jeder bekommt einen Orangensaft. Danach besuchen wir noch einen Candy-Shop, kaufen aber nichts von den massenweisen bunten Süßigkeiten und Plüschtieren.
Im Anschluss suchen wir den Pier 39 auf, wo unser Boot starten soll. Hier liegen auch die Seelöwen herum. Sie leben im Hafen seit 1990, nachdem im Jahr 1989 ein Erdbeben die Stadt heimsuchte. Wir beobachten die faulen Tiere noch eine Weile und laufen dann zum Boot.
Bei bestem Wetter starten wir in Richtung Golden Gate Brücke, man kann über eine App sich die Sehenswürdigkeiten während der Tour erklären lassen, sogar auf deutsch. Außer mir scheint aber niemand dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Die Brücke ist wirklich beeindruckend.
Danach geht es weiter an Angel Island vorbei – dort wurden früher die Einwanderer aus China und Japan festgehalten und in Quarantäne gesetzt – ähnlich wie auf Ellis Island vor New York.
Um die Insel Alcatraz fahren wir zweimal herum, die Erläuterungen dazu sind echt interessant. Dorthin kamen nur die allerschlimmsten Verbrecher hin. Selbst ihre Leichen wurden gefesselt von der Insel gebracht. Schade, dass wir die Insel nicht besuchen dürfen.
Gegen 13.30 Uhr ist die Bootsfahrt beendet, wir holen uns etwas zu essen für die anschließende Fahrt in Richtung Süden nach San Simeon. Andreas möchte noch in zerrissener Jeans in San Francisco fotografiert werden. (Er hat wohl als Kind zuviel Udo Jürgens hören müssen?)
Zuvor wollen wir aber ein selbstfahrendes Auto testen – von denen fahren hier zahlreiche herum. Es ist ein ungewohnter Anblick, ein fahrendes Auto ohne Fahrer zu sehen. Mittels der App Waymo kann man wie bei Uber ein Auto buchen – es wir angezeigt, wann das Auto ankommt und wo man abgeholt wird – wir mussten noch ein paar Meter laufen, damit uns das Auto besser einsammeln konnte. Das Auto kommt an und die Türgriffe fahren heraus, so dass man einsteigen kann. Es handelt sich um einen Jaguar I-Pace. Wir steigen hinten ein und unser Auto hat sich erstmal nicht aus seiner Parkposition selbst befreien können, da vor uns ein LKW seine Heckklappe zum Entladen heruntergelassen hat und hinter uns in anderes Auto versucht hat, einzuparken. Deshalb muss ein Controller aus der Ferne eingreifen. Letztlich konnte sich das Auto aus seiner Lage befreien und hat uns zum Hotel zurückgefahren. Wir hatten nie das Gefühl, dass unsere Sicherheit gefährdet war. Am Hotel angekommen steigen wir aus und da Auto fährt einfach wieder weg.
Wir steigen in unseren Mietwagen um und fahren den Highway 101 bis zum Ort San Simeon, wo wir übernachten. Die zweite Hälfte der Fahrstrecke führt kurvenreich entlang der Pazifikküste – wir haben einen wunderschönen Ausblick aufs Meer. San Simeon ist ein Ort, welcher nur aus einfachen Motels besteht – wir hatten vorher nicht gebucht und wollten ganz spontan in einem Hotel ein Zimmer nehmen. Geschockt hat uns jedoch der Preis für eine Übernachtung in einem einfachen 2-Sterne-Hotel; die Nacht kostet 170 Dollar. Dabei hatte ich ein paar Tage vorher schonmal geguckt, was uns preislich erwartet. Aber dabei hatte ich nicht beachtet, dass am Wochenende die Preise deutlich höher sind.
Wir haben jedoch keine Wahl und haben auch sehr gut geschlafen.
