Tsitsikamma National Park
Gestern haben wir uns dazu entschlossen, keinen Hike mehr im Tsitsikamma Park zu unternehmen. Wir wollten den Tag ruhig angehen. Als erstes sind wir ins Natureˋs Valley gefahren...

Veröffentlicht: 26.10.2022















































Heute haben wir Storms River verlassen. Unsere nächste Unterkunft liegt in Knysna. Aber vorher sind wir nach Plettenberg Bay gefahren. Dort haben wir das Robberg Nature Reserve angesteuert.
Man kann dort spazieren gehen und Tiere beobachten. Vor allem Wale, Haie, Delfine und Seelöwen. An einer Infotafel wurden 3 Trails aufgeführt. Da wir sehr zeitig dort waren, haben wir uns für den 9,2 km "Spaziergang" entschieden. Mit reichlich Wasser und kleinen Snacks im Gepäck ging es los.
Schon von Beginn an war die Aussicht auf den Ozean mal wieder gigantisch. Die Brandung war faszinierend und wir konnten immer mal eine Fontäne von einem Wal entdecken. Der Weg war auch sehr angenehm und unsere Laune hätte nicht besser seien können.
Dann kam eine Holzstegpassage und ich war so begeistert vom Anblick auf das Meer. Eine gigantische Felswand stand vor uns und man konnte rechts sowie links das Meer sehen. Es sah irre aus. Ich hatte den Blick immer noch auf das türkisfarbene Wasser gerichtet und bin weitergegangen. Da ich nicht auf den Boden gesehen habe, bin ich auf einmal zwischen Holzweg und Brüstung abgerutscht. Mit dem vollen Gewicht hat mich die Brüstung aufgefangen. Mir ist mein Herz in die Hose gerutscht. Von dem, was mir jetzt alles weh tut, fange ich erst gar nicht. Ich musste mich erstmal sammeln und ganz tief durchatmen. Daniela und ich waren uns von dem Moment einig, wenn wir gehen, dann achten wir nur auf den Weg. Schauen wir uns die Natur an, dann bleiben wir stehen. Denn wenn bei mir keine Brüstung gewesen wäre, dann wüsste ich nicht, ob ich hier noch tippen würde. Die Brüstung gab es nämlich nicht immer.
Es ging weiter und es roch auf einmal sehr streng. Oh, das kann nur Seelöwenkacki sein und so war es auch. Unter uns auf den Felsvorsprüngen lagen so viele Seelöwen und trotz der starken Brandung sprangen sie in die Wellen rein oder schossen aus den Wellen raus. Das sah toll aus.
Unser Spaziergang entwickelte sich dann allmählich zu dem Alptraum Hike zum Wasserfall im Tsitsikamma Park. Es ging wieder über Felsen, Klippen u.ä.! Wir mussten lachen, Daniela meinte, wie bekifft müssen die hier eigentlich sein, sich solche Wege für Touris auszudenken. Es war unfassbar, aber der Ausblick war immer wieder gigantisch und dieser entschädigte für die Strapazen. Der Weg führte bis nach ganz unten zu den Felsen, an denen sich die Brandung brach. Hier konnten wir noch besser die Seelöwen im Wasser beobachten. Wir wollten gar nicht weitergehen, so süß war der Anblick. Aber ich hatte mal unsere km gecheckt und von den 9,5 km hatten wir erst 4,0 km geschafft. Nun denn, wir kletterten, krabbelten oder rutschten weiter die Felsen entlang. Es war irre. Aber ich habe den Hike tatsächlich super weggesteckt, bis auf meinen Abflug auf dem Holzsteg.
Als wir irgendwann gegen Nachmittag wieder am Parkplatz standen, waren wir mächtig stolz auf uns und haben uns abgeklatscht. Zur Belohnung gab es erstmal nen riesen Vanielle-Eis-Shake.
Von dem Hike ging es weiter zu einem Point, von dem man ebenfalls gut Wale beobachten kann. Hier haben wir uns auf eine Bank gesetzt und auf das Meer gestarrt. Wir haben einige Fontänen gesehen, aber sonst nichts gigantisches. Auch der Weiße Hai war nicht sichtbar. In einem Beachrestaurant haben wir lecker gegessen und im Anschluss sind wir noch am Strand entlang. Dort standen Hinweisschilder, wann der Weiße Hai dort aktiv sei und es gibt einen Erste Hilfe Kasten bei Hai Angriffen! Daniela darf mich im gesamten Urlaub nicht mehr fragen, ob ich mit ihr schwimmen gehe!!! Nur im Pool!!!!!
Liebe Grüße von uns Zweien