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Sequoia National Park

Veröffentlicht: 22.01.2026

Es ging weiter nach Porterville, das lediglich als Übernachtungsstop und Startpunkt in den Sequoia National Park dienen sollte. Der Weg dahin führte am Lake Isabella vorbei und an unzähligen wunderschönen Joshua Trees, so dass es gar nicht schlimm war dass wir für den gleichnamigen Nationalpark keine Zeit hatten. Am See wanderten wir einen kleinen Rundweg entlang und erholten uns von dem Schock eines Verkehrsunfalls auf dem Weg. Ein Auto hatte sich überschlagen (alle Airbags ausgelöst), und wir versuchten zu helfen und die Rettungskette in Gang zu setzen, was in so abgeschiedenen Gegenden gar nicht so einfach ist. Die Passagiere waren zum Glück bei Bewusstsein und konnten das Auto selbstständig verlassen, und es kamen viele hilfsbereite Menschen vorbei, und so konnte ein Notruf abgesetzt und die Rettungskette in Gang gesetzt werden. Also blieb für uns nur zu hoffen, dass niemand schwere innere Verletzungen davon getragen hat und das schlimmste das zerstörte Auto war.

Am nächsten Tag ging es sehr früh zu den Riesenbäumen, für uns schon deshalb faszinierend, weil Marikes Oma im Vorgarten lange einen Sequoia stehen hatte (kein Sequoiadendron giganteum, aber trotzdem der mit Abstand größte Baum in der Straße). Dieser Baum musste leider vor nicht allzu langer Zeit gefällt werden, seine Wurzeln hatten es sich an den Wasserrohren des Nachbarns zu schaffen gemacht.

Schon die Hinfahrt durch die verschiedenen Vegitationszonen war ein Erlebnis. Etwas zu viel Rummel gab es bei den ausgewiesenen Highlights des Parks, wie dem General Sherman Tree, der nach Volumen der größte einstämmige lebende Baum der Welt ist. Ohne Frage beeindruckend, aber die Reisegruppen, die teilweise mit amerikanischer Flagge patriotische Fotoshootings veranstalteten, waren etwas lächerlich. Insbesondere weil diese Riesenbäume echt schlecht zu fotografieren sind, wie unsere Aufnahmen aus dem Park belegen.

Es wurde allerdings sehr ruhig und wir waren praktisch alleine, sobald wir uns auf den megagut ausgebauten Wanderwegen etwas von den Highlights wegbewegten (zu Fuß und nicht in Shuttelbus-Nähe). Alles voller fantastischer faszinierender wunderschöner Riesenbäume, die einfach nur keinen spezifischen Rekord gebrochen hatten oder einen albernen Namen verpasst bekommen hatten. Wir alleine mit den Giganten, das war schon fast spirituell.



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