Point Reyes
Von Lake Tahoe aus ging es über eine sehr schöne Bergstrecke nach Sacramento, wo wir das Kapitol besuchten und einen sehr kurzen Stadtbummel machten. Da uns aber die Stadt und...
Veröffentlicht: 22.01.2026
































Als erstes wurden wir am nächsten Morgen den Mietwagen wieder los und bezogen ein Hotel in der Innenstadt. Und dann auf ins Getümmel von San Francisco, einer Stadt, die sich stark verändert hat. Freddys immer wiederkehrenden Besuche in den letzten 15 Jahren machten es ihm möglich, den Wandel der Stadt in regelmäßigen Abständen beobachten zu können. Und dieses Mal waren wir positiv überrascht. Der neue Bürgermeister scheint große Anstrengungen zu unternehmen, die Stadt wieder lebenswerter und strukturierter zu gestalten. Die Innenstadt schien wieder belebter und freundlicher als bei den letzten Besuchen. Für Sightseeing sollten wir gar nicht allzuviel Zeit haben, hatten uns aber als Highlight eine "Behind the Scenes Tour" in Alcatraz gebucht, wo es nach ein paar Stunden durch die Stadt spazieren und in China Town gut essen hinging. Bei starkem Wind und klarer Sicht ging es mit dem Boot gegen späten Nachmittag auf die Insel. Dort ging es dann in Bereiche, die für den normalen Publikumsverkehr nicht geöffnet sind, und glücklicherweise so getimet, dass unsere Gruppe das Gefängnis fast für sich alleine hatte. Man konnte die Trostlosigkeit der Gefangenen fast schon spüren. Spannende Geschichten und viele Dinge, die einen zum Nachdenken anregten. Die gesamte Strafvollzugsjustiz der USA lässt sich in Alcatraz ziemlich genau auf den Punkt bringen. Es scheint vor allem um Bestrafung und Ausgleich für vergangene Taten zu gehen, in Form von Freitheitsentzug unter möglichst ungemütlichen Bedingungen. Resozialisierung und eine Perspektive auf die Zeit nach dem Gefängnis spielen nur eine untergeordnete Rolle. Grueslig und fast schon mittelalterlich. Im Gefängniskomplex waren auch noch Spuren der Besetzung von Alcatraz durch native Americans Ende der 1960er zu sehen, nachdem das Gefängnis bereits verlassen war. Ihre Forderung damals war, dass die Insel auf Basis eines alten Vertrags (Treaty of Fort Laraime) als ungenutzes Bundesgebiet (das Gefängnis war ja aufgegeben) wieder an die indigenen Völker zurückgegeben werden müsste. Die Besetzung wurde gewaltsam durch die US-Regierung beendet. Heute wird die Insel aber auf Basis des Treaty als native Land betrachtet, auch wenn sie nie formal übetragen wurde (wobei, wer weiß schon, was gerade wie in den USA betrachtet wird...).
Am nächsten Tag ging es zu Freddys Ex-Arbeitgeber, der Firma Meyer Sound zu einer "Factory Visit" und Besuch von alten Kollegen und Freunden. Wir wurden zu einem Abendessen von einem sehr geschätzten Kollegen und Freund eingeladen, wo wir eine fantastische Zeit zusammen hatten. Auch einen Tag später trafen wir andere Freunde - tagsüber in Pacifica, abends bei einem leckeren Abendessen in Downtown. War richtig schön, und wir haben uns sehr gefreut!
Da musste leider das ein oder andere Highlight in SF auf unseren Besuch verzichten, denn am nächsten Tag ließen wir den amerikanischen Kontinent hinter uns und es ging nach Asien. Mega Vorfreude auf eine ganz neue Welt.
Thank you to Roger, Brandon and Brandon and their families, for their hosting and the fun we had together!
