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Von Ushuaia via El Calafate nach El Chalten

Veröffentlicht: 04.03.2024


Gestern haben wir noch den halben Tag in Ushuaia verbracht. Dort sind wir zur Post gelaufen. Wir wollten auf Nummer sicher gehen, bzgl. unserer geschriebenen Karten. Als ich sie dem Postbeamten gab, meinte er, da sei zu wenig Porto drauf. Das Porto, was jetzt auf den Karten klebe, sei der Stand von gestern, heute würden nochmal 2.000 mehr draufkommen. Ich habe so laut "WHAT" gerufen, da guckte er sich um und meinte, "okay Ladies, ich tue jetzt was Illegales- ich stempel die Karten mit dem Datum von gestern ab". Das fanden wir total cool und unglaublich nett.

Es wurden dann noch einige Souvenirs besorgt und schon saßen wir auch im Flieger nach El Calafate. In El Calafate angekommen, musste ich mir das Lachen verkneifen: am Gepäckband dauerte es ewig, bis die Koffer kamen (der Flughafen könnte sogar Düsseldorf Konkurrenz machen ;-). Und man konnte wirklich wunderbar beobachten, wie sich die unterschiedlichen Nationen, natürlich auch schön differenziert nach Reisegruppen und Individualreisenden, verhalten haben... die einen haben das Bodenpersonal angeschrien, die anderen sind hektisch durch die wartenden Leute gelaufen, manche haben ganz gelassen abgewartet haben.

Als wir unser Gepäck endlich hatten, ging es mit dem Bus weiter nach El Chalten. Vier Leute standen an dem Busterminal und der Busfahrer holte ein Blatt mit den Namen raus. Er rief 2 x Daniela, 1 x Carlos und dann schaute er auf meinen Namen und warf die Stirn in Falten...! Ach, ich nehme es mittlerweile mit Humor.

Die Fahrt dauerte 2 1/2 Stunden und von der Landschaft her war es anfangs eher karg. Aber auf den letzten 90 Km saßen wir aufmerksam auf unseren Plätzen und machten zahlreiche Fotos von der traumhaften Landschaft. Immer wieder blitzten die schneebedeckten Gletscher vom Nationalpark auf. Ein kleines Highlight war noch der Sonnenuntergang, der den berühmten "Fitz Roy" in ein wundervolles tauchte.

In El Chalten, der "Trekking-Hauptstadt Argentiniens" sind wir pünktlich angekommen. Das Dorf liegt im Nationalpark Los Glaciares und ist wunderschön von Bergen umringt. Es ist total niedlich, alles kleine Häuschen in verschiedenen Farben. Es gibt viele Cafes, Restaurants und Hostels. Mit dem Taxi sind wir zu unserem Hotel gefahren.

Ich bin so froh, dass Daniela eine Wärmflasche mitgenommen hat. Es ist hier abends/nachts arschkalt. Gegen vier Uhr morgens haben wir beide so gefroren, dass wir die Wärmflasche nochmal heiß machen mussten, da die Heizung leider nicht funktioniert hat :-(. Gegen 6:00 Uhr wurde dann in dem Zimmer über uns evtl. "eine Gym.-Stunde" abgehalten- so ein Gehopse und Getrampel, grausig!!!! Ich war auf 180 und mir wurde wieder kalt. Kurze Zeit später bin ich aufgestanden und habe mich in die Wanne gelegt. Ach, das tat gut. Ich bin dann zur Rezeption und habe um ein anderes Zimmer gebeten, da die Heizung nicht funktioniere und die Person über uns unfassbar laut sei. Meiner Bitte wurde umgehend entsprochen. Wir durften umziehen :-).

Nach einem kleinen Frühstück haben wir uns aufgemacht zu einem 7 Km Trekking. Ziel war der Wasserfall "Senda Chorillo del Salto". Der Weg dorthin war unglaublich schön. Die Anden liegen so nah bei uns und einige Gletscher sind mit Schneemassen bedeckt. Der Fluss leuchtet unfassbar hell türkis und sieht magisch aus. Vor allem, wenn die Sonne darin funkelt. Wir hatten tolles Wetter, immer wieder mussten wir die Jacke ausziehen, dann wieder anziehen, da hin und wieder ein Wind aufkam. Da El Chalten auch für die Kondore bekannt ist, habe ich immer wieder zu den Bergen hochgeschaut. Wir haben zig Kondore beobachten können, die sich vom Wind haben treiben lassen. Was soll ich sagen, es sieht großartig aus, wie die riesigen Vögel im Wind liegen.

Am Wasserfall angekommen haben wir uns in die Sonne gesetzt und dem Wasserfall gelauscht. Es war eine tolle Atmosphäre dort.

Danach ging es in ein Restaurant und wir haben uns Steak bestellt. Während ich hier tippe, werde ich schon wieder satt. Meine Güte waren die groß, wer sollte das alles essen. Klar, sie waren super lecker, aber viel zu viel.

Mit vollen Bäuchen ging es zum nächsten Trekking. Es sollte zu einem Kondor Aussichtspunkt mit Blic auf El Chalten gehen. Als wir die Leute oben auf dem Berg gesehen haben, dachte ich nur, hui das ist aber hoch und dauert bestimmt irre lang, bis wir dort oben sind. Aber der Aufstieg war ganz passabel. Schnell waren wir oben und habn wieder eine wundervolle Aussicht genießen dürfen - auf El Chalten, die Flussmündung und die schneebedeckte Gebirgsketten mit dem höchsten Berg Fitz Roy. Zwei Kondore konnten wir beobachten, wie sie sich in den Bergwinden haben treiben lassen. Gigantisch. Nach dem Abstieg sind wir zurück ins Hotel und hoffen nun, dass die Heizung anspringt. Uns wurde nämlich gesagt, dass sie mit einsetzender Kälte anspringen würde (hoffentlich nicht erst bei Minusgraden). Drückt mal fest die Daumen ;-)

Liebe Grüße aus Los Glaciares, Anke und Daniela

P.S. Vacantio funktioniert momentan nicht und Internet ist auch schwach, könnte also problematisch mit Bildern werden

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Antworten (1)

Gerhardvor mehr als 2 Jahren
Der Berg Fitz Roy ragt gigantisch aus dem umliegenden Bergmassiv heraus. Sehr schön.