Valparaiso
Heute ging es mit dem öffentlichen Bus von Vina del Mar nach Valparaiso. Die Fahrt war ein absolutes Erlebnis. Der Busfahrer erinnerte an einen der Panzerknacker aus Entenhausen...

Veröffentlicht: 18.03.2024












































Wir wollten noch eine Nacht in unserer tollen Unterkunft verlängern. Leider war diese komplett ausgebucht. Deshalb mussten wir ein neues Appartement für die letzte Nacht in Renaca suchen. Schnell war eine neue Unterkunft gefunden. Wir hatten die Adresse in Maps eingegeben und "Ilse" sagte "das Ziel befindet sich auf der rechten Seite." Da war aber nix auf der rechten Seite. Also haben wir nochmals die Adressen kontrolliert und siehe da, wir mussten eine Straße weiter runterfahren. Diesmal hatten wir auch ein großes Appartementhaus auf der rechten Seite. Daniela ist freudestrahlend dort rein und kam ganz traurig wieder raus. "No aqui" - hier ist es nicht. Sie wurde auf der Straße von Pontius zu Pilatus geschickt und hat es in acht verschiedenen Gebäudekomplexen versucht, ohne Erfolg. Sie kam ins Auto und meinte zu mir "Anke geht es dir gut"? Ja... Wieso.... Du regst dich gar nicht auf! Ich musste lachen, denn Danielas hin und her Gelaufe sah einfach zu witzig aus. Wie in einem Comicfilm. Wir sind dann nochmal zu der ersten Adresse gefahren und dort war dann auch das Ziel nicht rechts sondern weiter vorne links auf der Seite :-). Nach dem Einchecken sind wir direkt an den Strand und haben auf einem Felsen mehrere Seehunde aus nächster Nähe beobachtet. Den restlichen Tag verbrachten wir noch völlig relaxt am Beach.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter. Wir wollten nach Los Andes in ein kleines Bergdorf und dort in einer schnuckeligen Unterkunft übernachten. Alleine schon die Fahrt dorthin war nen Träumchen. Ich hatte Autobahnen vermeiden eingegeben und wir sind so durch zig kleine Bergdörfer gefahren. Die Landschaft wechselte von saftig grün bis karg und vertrocknet. An zig Stellen haben wir angehalten und die Bergkulisse bestaunt. Aber auch immer wieder die kleinen Dörfer mit den Einheimischen fand ich mega. Sie haben auf der Straße Obst und Gemüse verkauft.
Gegen Nachmittag sind wir an der Unterkunft angekommen und was soll ich sagen. Es war mit Abstand die allerbeste Unterkunft, die wir je hatten. Die Besitzer sind ein Geschwisterpärchen, das von der Oma das ehemalige Zollhaus an der Grenze zu Argentinien geerbt hat. Die Zollstation war von ca. 1700 bis 1910 in Betrieb. Danach wurde sie mit dem Bau der Straße weiter nach oben in die Berge verlegt. Nun wohnen dort noch 10 Hunde, 5 Katzen und 5 Pferde. Das Anwesen war traumhaft. Sie haben dort zig verschiedene Obstbäume und einen fantastischen Gemüsegarten. Mein Highlight war der Naturpool, welcher mit eiskaltem Wasser aus dem angrenzenden Fluss aufgefüllt wird. Als ich dort rein bin, erinnerte es an Kneipen, meine Zehen krampften förmlich. Da es aber draußen fast 40 Grad waren, bin ich tapfer meine Runden geschwommen. Als ich mich auf einer Liege von meinem Schwimmtraining...lach... erholt habe, ist ein riesiger Hund auf mich drauf gesprungen und wollte überhaupt nicht mehr von mir runter. Der Besitzer meinte noch, wenn sie dich lieb gewonnen haben, gehen sie nicht mehr weg von dir. Yip, sie wollte auch nicht mehr runter von mir :-), Daniela musste sie förmlich weglocken. Danach sind wir durch den Garten gelaufen und haben zig Sachen geerntet und direkt verputzt. Die Trauben, aber auch die Walnüsse waren so lecker.
Am Abend folgt das nächste Highlight. Ein Viergang Menü, bestehend aus einem Pisco Sour, einem mega leckeren Salat, einem tollen Hauptgang und einem noch viel leckerereereeererererereren :-) Nachtisch. Beide waren wir so begeistert und so vollgefuttert. Ich bin immer noch satt - einen Tag später - :-). Daniela, die Arme, musste übrigens beide Pisco Sour trinken, da ich ja keinen Alkohol vertrage, hmmm... Daniela aber auch keine ZWEI Pisco Sour. Nähere Einzelheiten werden hier jetzt nicht weiter aufgeführt. Es war noch ein sehr lustiger Abend :-).
Liebe Grüße von uns Zweien :-)