Laguna Esmeralda & Glarcia Martial (Tierra del fuego)
Heute sind wir um 9:30 Uhr zu einem tollen Trekking aufgebrochen. Abgeholt wurden wir von Rosario, einer Uberfahrerin, die uns gestern ihre WhatsApp-Nummer gegeben hatte (falls...

Veröffentlicht: 01.03.2024





















































Gegen 9:00 Uhr hatte uns Rosario vom Hotel abgeholt. Auf ging es in den NP. Entweder hatte Rosario nicht sonderlich viel Lust oder es war ein Kommunikationsproblem. Sie hatte uns im Park "schnell" drei Stationen gezeigt und wollte dann schon wieder rausfahren. Wir haben ihr klar gemacht, dass wir auch noch eine Trekkingrunde machen möchten. Sie wollte dafür natürlich wieder mehr Geld, da sie nochmal zurückkommen müsse, um uns abzuholen. Als Kommunikationsproblem sah ich es an diesem Punkt nicht mehr, eher Taktik ;-)! Egal, Daniela und ich wollten den Park sehen und endlich losgehen.
Wir hatten uns für den Küstenweg entschieden. Dieser hat eine Länge von 8 km. Der Start war an einem Pier. Auf diesem stand das Postoffice am Ende der Welt :-). Man konnte dort Karten kaufen und natürlich auch versenden! An dem Office klebte ein Aufkleber von einem tollen Fußballklub im Pott :-)!!!
Der Weg hatte es in sich. Es ging rauf und runter. Oft über Wurzeln, Steine oder schönen weichen Waldboden. Was uns bestimmt an die 6 Km begleitet hat, war eine wahnsinns Aussicht auf das Meer. Auch der Blick auf die Anden war wieder fantastisch. Zumal einige Spitzen noch mit Schnee bedeckt waren. Immer wieder stieg uns der Geruch von Salz und Algen in die Nase. Ach, ich fand das mega, ich musste immer wieder stehen bleiben und tief einatmen. Zu Daniela meinte ich, "ist das nicht einfach nur SCHÖÖÖÖN". Ja, das war es. Es kamen auch immer wieder schnuckelige Buchten, in denen man rasten konnte. Wir hatten uns auf einen großen Felsen gesetzt und unser Brötchen gegessen. Dabei blickten wir aufs Meer und die angrenzenden Berge. Wir beide waren sehr zufrieden mit uns und dem Trekking. Nach dem kleinen Snack folgte eine Waldpassage mit einem starken Anstieg. Oben angekommen lag dort eine Frau auf dem Weg und weinte. Einige Leute standen bei ihr. Natürlich haben wir gefragt, ob wir helfen könnten. Uns wurde gesagt, dass sie Angst vor dem steilen Abgrund hätte und jetzt weder vor noch zurück könne. Wir könnten aber weitergehen. Das ist schlimm, wenn man sowas hat. Wir wissen auch nicht, ob sie da immer noch liegt!
Die letzten zwei Kilometer ging es dann nur noch durch Wald. Dieser sahr wieder total mystisch aus. Die Bäume hatten diese Haarpüschel, die aussehen wie Bärte. Es lagen dort auch zig umgekippte Bäume und es knarrte mal hier und mal dort. Das wirkte echt unheimlich. Dann wie aus dem nichts, standen einige Pferde um uns herum. Total süß, zwei kleine Pferde waren auch dabei. Der Trupp rupfte fleißig Gräser aus dem Boden und fraß gemütlich. Die haben sich durch uns gar nicht stören lassen.
Dann war endlich das Ziel in Sicht. Puh, also die 8 km hatten es in sich, aber es war ein toller Trail mit großartigen Eindrücken. Nach dem Trekking haben wir uns im Parkrestaurant mit Empanadas belohnt und nochmal die wundervolle Aussicht genießen können.
Zurück im Hotel sind wir erstmal fü ne halbe Stunden in den Whirlpool und haben unsere Beinchen gelockert.
Schnell stand fest, dass wir den Abend in einer mega coolen Kneipe ausklingen lassen. Es war die Kneipe Santos, die wie ein Zugwaggon gestaltet is- total uhrig mit viel Flair. Zu den Touri-Attraktionen in Ushuaia gehört nämlich auch der "Tren del Fin del Mundo", dessen Zugstrecke früher für den Materialtransport zum Bau des Gefängnisses hier genutzt wurde.
Nach dem zweiten Weizen haben wir für mich einen neuen Vornamen gesucht. Es ist nämlich zum verrückt werden, niemand hier kann "Anke" aussprechen...
Muchos saludos, Anke & Daniela