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Parque Nacional Los Glaciares - Perito Moreno Gletscher

Veröffentlicht: 07.03.2024

Heute ging es mit dem Bus in den Nationalpark Los Glaciares zum Perito Moreno Gletscher. Die Fahrt dorthin war schon großartig. Der Bus stoppte immer wieder am Straßenrand. Einmal sollten wir nach links sehen, dort saßen mehrere große Condore. Uns wurde dann viel über die Vögel erzählt. Nur zur Info, in El Chalten, dass waren doch Condore und keine Geier!!! Die Fahrt ging weiter und überall gab es etwas zu entdecken. Zwei riesige graue Adler saßen in einem Baum und starrten uns an, das war mega. Leider musste der Bus weiterfahren, da hinter uns schon der nächste Bus ran sauste.

Nach einer weiteren Kurve konnten wir endlich das riesige Gletschereis aus Patagonien sehen. Ich war sprachlos, eine so riesige weite Fläche nur Gletschereis. WAHNSINN. Unser Guide meinte, aufgrund des Klimawandel würde der Umfang des Gletschers abnehmen und "eigentlich" sei es nicht gut, wenn Eisbrocken abbrechen und mit einem tosendem Lärm ins Wasser stürzen. Hmmm, aber es war gigantisch und es sah auch unvorstellbar aus. Es hat sich dann auch ein große Fläche Eis gelöst und ist mit einem lauten Knall ins Wasser rein. Es hörte sich wie eine Sprengung an und die Wucht des Eisklumpens lies das Wasser meterhoch spritzen. Das Geräusch war unbeschreiblich. Von verschiedenen Plattformen konnten wir den Perito Moreno Gletscher fotografieren. Wir waren super begeistert.

Jetzt folgte eine Bootsfahrt, die uns noch nährer an die Eiswand brachte. Das Eis sah gigantisch aus und aus der Nähe konnten wir erst richtig erfassen, wie groß es ist. Die Spitzen und Kanten wirkten mit ihren Rissen so, als würden sie jeden Moment explodieren. Auch die Farbe des Eises war beeindruckend. Es war türkisblau. Ich musste sofort an blauen Weichspüler denken.
Unser Boot legte in der Nähe des Gletschers an. Denn jetzt folgte mein absolutes Highlight dieses Urlaubes: wir durften auf dem Gletscher eine Trekkingtour machen. Ich bin immer noch hin und weg. Wir bekamen Steigeisen unter unsere Schuhsohlen gebunden und einen Helm als Kopfschutz. Nach einer kurzen Einweisung durch unsere Guides, Vivien und Gabriel, ging es auch schon los. Immer schön ins Eis "stampfen", kleine Schritte machen und die Füße etwas weiter auseinander setzen. Die Spikes unter unseren Schuhen bohrten sich fest in das Gletschereis, so dass wir einen super Halt hatten. Schritt für Schritt ging es den Gletscher hoch. Es war unbeschreiblich. Denn immer wieder konnte man kleinere, aber auch größere Gletscherspalten neben uns sehen und diese waren verdammt tief. In eine größere Spalte durften wir reinschauen, wurden dabei aber von Gabriel festgehalten! Es war irre, man konnte sich zu allen Seiten drehen und überall war nur Eis. Es wurden unzählige Fotos geschossen. Am Ende des Trekkings gab es auf dem Gletscher noch einen Whiskey mit -natürlich- Gletschereis. Dieses wurde von Vivien mit dem Eispickel rausgehauen und in die Gläser gegeben. 
Das Gletschertrekking war echt Welt und unglaublich beeindruckend, aber auch irgendwie total surreal. Wir kleinen Wesen wandern auf einer riesigen Masse von Gletschereis rum. Wahnsinn.
Nach dem Trekking ging es noch mit einem Waldtrekking weiter. Von hier aus hatte man auch immer noch eine gute Sicht auf die Eiswand. Wir konnten überhaupt nicht genug bekommen von diesem Anblick. 

Zurück im "Refugium" wärmten wir uns noch mit einer Tasse Tee auf und kamen mit einer Opernsängerin aus München ins Gespräch. Sie hat ihren sehr einschränkenden Job gekündigt und genießt jetzt auf ihrer sechsmonatige Südamerika - Reise ihre Freiheit. Laura, da wir uns leider nicht mehr verabschieden konnten, auf diesem Wege noch eine tolle Zeit auf diesem Kontinent und alles Gute! :-)

Total zufrieden und überglücklich ging es mit dem Bus zurück nach El Calafate. In der City gab es erstmal für mich ein leckeres Eis :-)!

Liebe Grüße, mit einem Hauch von Antarktis - Flair,

Daniela & Anke

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Antworten (2)

Gerhardvor mehr als 2 Jahren
Ein sehr tolles Erlebnis, untermalt von Spitzenaufnahmen.

Ankevor mehr als 2 Jahren
Es war gigantisch!