Lissabon, du bist schön
Warum fühle ich mich hier so wohl und das von der ersten Minute an?Zunächst weil die Portugiesen wirklich entspannt, unaufgeregt und zuvorkommend sind. Aber auch, weil es hier...

Veröffentlicht: 07.01.2022











































































Ausschlafen. Also bis um 7 Uhr, dann schreibe ich den Blog für die ersten beiden Tage, Texte mit Milo back and forth ( finden aber keine Zeit, in der wir beide können, aber es war nice, denn woher wüsste icu sonst, dass es ein Land namens São Tomé and Príncipe gibt) und begebe mich dann auf den Weg in die Stadt. Etwas Kleines muss ich essen, bevor ich in Richtung Sintra fahre.
Für 5€ komme ich hin und zurück, bin pünktlich, aber finde den Ort der Verabredung nicht, helfen kann mir auch keiner. Da ich um 13 Uhr- also zur Zeit der Verabredung- noch immer niemanden sehen, mache ich mich aktiv auf die Suche und finde den Oldtimer, Diego, Michele und inge. Die beiden Mädels sind Anfang 30 und aus den Niederlanden, sie freuend sich wie ich auf das ländliche Vergnügen.
Diego leitet die Experience und wir fahren sofort aufs Land außerhalb von Sintra, parken das Auto und wandern bergauf und bergab zu einem Wasserfall (Cascatas Wasserfall). Wir genießen das Ambiente und freuen uns ob der Stille. Auf der Fahrt lernen wir uns besser kennen, erfahren viel über die Region. So hat das Dorf Mata Peguena, das nun unser nächstes Ziel ist, nur 2 alte Pärchen, die dort wohnen, alle anderen Häuser waren lange verlassen, nun sind sie restauriert und für Ruhesuchende bestens geeignet. Also alle anderen Häuser meint vielleicht acht Häuser. Wir sehen nur einen Menschen, auch auf der Fahrt ins Dorf kann ich nur eine Frau und eine Katze zählen. Es ist einsam, still, friedlich und warm. Wir Mädels „erkunden“ ( ☺️) das Dorf, sind von der Abgeschiedenheit ganz erfasst. Währenddessen bereitet Diego das Mahl zu- es gibt Käse, der mit dem Brot und Kürbismarmelade zusammen gegessen werden soll, Rotwein, Obst, usw. Wir lernen uns alle besser kennen, u.a. erfahre ich, dass Michele gern mit Freunden aber ebenso gern allein verreist. Das bietet viel Grundlage zum Austausch, zur Inspiration für mich. Diego und seine Frau Rita sind aus dem Fitnesstrainer und Sportschullehrerdasein ausgeschieden, um nun auf diese Weise zu arbeiten. Ob das mal eine Überlegung wert ist?! Ich denke nach. Und Inge- Inge ist ein ganz ruhiger und besonnener Mensch, eine wahrlich liebe Person.
Wir essen, trinken, lachen und reden, so laesst es sich leben. Irgendwann ziehen wir weiter, wohin will Ich nicht wissen, mich eher überraschen lassen. Die Häuser werden weiß und blau und wir fahren direkt auf den Atlantik zu. Ich freue mich sehr, liebe ich doch das Meer sehr. Die Wellen, die sich rechts auftuen, sind atemberaubend hoch, der perfekte Ort für Surfer. Wir essen eine Spezialität, laufen durch das kleine Fischerdorf und ich für meinen Teil könnte so dicht am Meer glücklicher nicht sein.
Es geht an den Strand, die Kraft des Wassers macht uns sprachlos, ich erzähle mit den anderen, Beobachte Surfer, die gekonnt oder nicht gekonnnt Wellen erwischen und andere, die sich mit Yoga am Strand aufwärmen. Will ich weg? Irgendwie nicht, der Ort trifft meinen Nerv. Daher die Überlegung, im April herzukommmen. Also eigentlich hatte ich meiner Mama eine Reise nach Lüneburg geschenkt, aber spontan wie sie ist, wird sie sich sicher dafür begeistern können. Begeistern für Ericeira! Ist nicht
Schwer- einfach nach Lissabon fliegen und von dort mit dem Auto 1h fahren. Es ist eine Überlegung wert.
Nun gut, den Sonnenuntergang vor Ort kann ich nicht in Worte fassen. Aber meine Jacke, die hätte ich jetzt schon gern, wenn die Sonne weg ist, ist es nicht mehr so warm, Überraschung.
Wie fahren zurück, schweigen, denken nach und jeder von uns trägt etwas zur Musikplaylist für die Rückfahrt bei.
Die Mädels schlagen vor, dass ich sie am Abend mit ins monkeymash, eine Bar, begleite.
Wir verabschieden und von Diego und sehen uns später in der Bar wieder. Die Türsteherin nimmt den Ausweis, den Impfpass genau unter die Lupe, erst dann führt sie uns nach unten. Die Bar ist wirklich schön, die Kellner aufmerksam, die Drinks sehr speziell. Ach ja und essen wollen wir auch. Falls wir noch Lust auf eher klassische Cocktails haben, müssen wir es nur sagen, dann beschreibt sie uns den unterirdischen Weg zu einer andern Bar. Alles sehr speziell, fast creepy, wir verzichten.
Um Mitternacht geht’s für mich ins Bett, ich will den letzten Tag mit schlendern verbringen. Gesagt, getan: ich nehme die Tram 28, schlendere über einen Flohmarkt, esse Frühstück mit toller Aussicht und kaufe mit einen Ring, der mich an die tolle Zeit hier erinnern soll.
Hier, das ist Klein Afrika, schönes Lissabon, wunderbares Portugal.