Den Trollen auf der Spur: Wandern in Hustadvika
Nachdem wir heute keinen Fahrtag hatten, konnten wir erst mal wunderbar ausschlafen. Um dann wieder einmal einen herrlichen Ausblick vom Bett aus zu haben. Diese kleine Freude...

Veröffentlicht: 26.08.2025


















Kennt ihr das, wenn jemand einen Film, ein Restaurant, eine Band, einen Laden als unglaublich wundervoll beschreibt? Es werden Superlative genutzt, in den höchsten Tönen gelobt und Dinge wie „das allerbeste, sowas hast du noch nicht gesehen, erlebt, gehört, geschmeckt!“ gesagt. Kurz: die Erwartungen werden hoch geschraubt und können oft nur enttäuscht werden.
So erging es mir heute leider mit Ålesund. Von malerischer Stadt, wundervollem Ambiente durch die im Jugendstil erbaute Altstadt, schönster Stadt Norwegens war die Rede. Da hab ich natürlich wer weiß nicht was erhofft. Schön ist die Architektur durchaus. Und das heute den ganzen Tag die Sonne lacht, ist natürlich ein Traum. Aber ich komme heute mit Ålesund nicht so richtig in Fahrt.
Wir haben zuerst den Aksla angesteuert und klar, der Blick von hier über die Stadt und raus bis aufs Meer ist beeindruckend. Bestes Wetter für den klassischen Schnappschuss, ein paar Menschen, aber zum Glück nicht zu viele, eigentlich ein schöner Start.
Danach machen wir uns auf den Weg in die Stadt von unserem Stellplatz aus. Heute sind wir das allererste Mal auf einem Wohnmobilstellplatz in der Stadt. Und das ist noch mit das schönste an unserem Besuch hier, der Ausblick ist klasse und es wirkt alles sehr sauber und gepflegt. Hatte ich vorher mehr Bedenken, positive Überraschung.
Danach wird es aber irgendwie etwas dröge. Wie gesagt, ich glaube meine Erwartungen waren zu hoch. Die Stadt wird ja gut frequentiert durch Kreuzfahrtschiffe, in meiner Vorstellung sollte es wohl ähnlich beeindruckend wie Bergen sein. Das hat sich für mich nicht erfüllt.
Gefreut hatte ich mich auch, dass ich vielleicht was schönes finden könnte, was ich an Mitbringsel shoppen kann. Leider bin ich nicht fündig geworden. Drei, vier Souvenirshops mit ähnlichem Inhalt, ganz auf die Kreuzfahrtschiffe ausgelegt, aber sonst auch teilweise leere Ladenzeilen oder aber große Markenhäuser, die ich auch zur Genüge bei uns zuhause finde.
Wäre die Stadt dann trotzdem ästhetisch, wie es auch in Trondheim der Fall war, wäre das gar nicht so schlimm. Aber so berauschend empfinde ich die Architektur nicht. So hatte ich auch nicht sonderlich viel Lust auf Fotos heute. Bis auf die Altstadt-Gebäude wirkt die Stadt auf mich fast lieblos. Waren wir an den falschen Ecken unterwegs? Wir haben 7 km auf der Uhr, also haben wir durchaus einige Schritte gemacht und so groß ist die Stadt auch nicht.
Wir machen uns also zurück zum Stellplatz und planen lieber die nächsten Tage und genießen erst einen Tee, dann einen von daheim eingepackten Secco.
Vielleicht muss so ein Tag auch mal sein. Ich weiß es kommen auch wieder Highlights in diesem Urlaub, wir haben ja noch ein paar Stationen vor uns und morgen geht es an den Geirangerfjord.
Der soll ja auch so schön sein. Ich schraube mal besser die Erwartungen runter 😉
