Veröffentlicht: 16.11.2025
Tag 1 – Der Auftakt einer Reise, die mein Herz weitet
1. Abschied, der unter die Haut geht
Der Chauffeur steht bereit, doch mein Blick ruht auf meiner Familie. Der Abschied geht tief. Es ist diese stille Mischung aus Dankbarkeit, Nähe und einer Spur Schmerz, die spürbar macht, was wirklich zählt.
Die Fahrt zum Flughafen läuft perfekt. Fast zu perfekt.
2. Einchecken wie in einer anderen Welt
Business Class ist keine Komfortzone – es ist ein anderer Kosmos. Freundlichkeit, Struktur, Aufmerksamkeit. Man wird empfangen, nicht abgefertigt.
Die Emirates Lounge strahlt eine Ruhe aus, die sofort ankommt. Menschen, die mit echter Herzlichkeit arbeiten. Das macht etwas mit einem.
3. Stilles Warten – und ein bekanntes Gesicht
Mike Krüger – der einzige Passagier, den ich erkenne. Ein Moment, der schmunzeln lässt, ohne diese besondere Ruhe zu stören.
4. Der A380 – ein Erlebnis in der Luft
Der A380 ist kein Flugzeug, sondern ein Statement.
Die Bar am Himmel – surreal.
Das Personal – unfassbar aufmerksam.
Jede Sekunde lässt mich denken: Das muss meine Familie erleben.
5. Dubai – ein Ort zwischen Luxus und Sehnsucht
Mitten in der Nacht zu duschen, allein im Luxus einer perfekten Lounge – und gleichzeitig niemanden erreichen zu können:
Nicht meinen Freund, der Geburtstag feiert.
Nicht meine Familie.
Ein Moment, der zeigt, wie weit man gerade wirklich weg ist.
6. Schreiben zwischen zwei Welten
4:00 Uhr deutsche Zeit.
14:00 Uhr in Sydney.
Ein Schwebezustand, in dem man noch nicht angekommen ist, aber längst nicht mehr dort, wo man gestartet ist.
Was bleibt: Die durchgehende Freundlichkeit der Menschen. Eine Konstante, die mich trägt.
7. Ein Gespräch, das Türen öffnet
Ich treffe jemanden aus der australischen Regierung – tief drin in internationalen Steuerfragen, vergleichbar mit einer Position auf Ebene unseres Finanzministers.
Von ihm erfahre ich:
• Rugby ist Nationalsport.
• Hart, ursprünglich, körperbetonter als Football.
• Ein Stück australische Identität.
Vielleicht ergibt sich ein Spielbesuch. Ein Must-Have, wie ich lerne.
Und dann dieser Gedanke:
Der Mann sieht genau so aus, wie meine Frau es mag. Drei-Tage-Bart, sympathisch, australisch durch und durch.
Bibo, ich habe sofort an dich gedacht.
8. Erschöpfung, die man annimmt
Start: 16.11., 14:40 Uhr Hamburg
Ankunft: 17.11., 22:30 Uhr
Dazwischen:
Duschen, Essen aus allen Ländern, die Bar im A380 – und unendlich viele Eindrücke.
Eine verrückte Anreise, getragen von Bibo, den Kids, der Familie und meinem Partner/Neffen, der diese Reise mit möglich macht.
9. Passkontrolle – ein Kapitel, das nie wirklich endet
Dann die Passkontrolle.
Natürlich antworte ich ehrlich. Meine Vergangenheit ist nicht weg. Sie ist Teil von mir – für immer.
Ihr kennt meine Geschichte.
Also werde ich separat behandelt.
Eine Art Luxus der anderen Art.
45 Minuten Wartezeit.
Dann das erlösende Okay.
Ich bin offiziell angekommen.
Der Vorteil?
Keine Wartezeit bei der Kofferabholung.
Keine Wartezeit beim Chauffeurservice.
Man wartet auf mich.
Emirates: Gut gemacht.
10. Der Countdown läuft
Noch 4 Stunden und 25 Minuten bis Sydney.
Ein neues Kapitel steht bereit.
11. Und die Fotos…
Ich sehe anders aus als auf den Bildern von Skade Niquet (NiqMedia). Vielleicht, weil diese Momente roh sind. Nicht gestellt. Echt.
