Der Znacht und die Bootsfahrt
Und los ging es zum ersten Abendessen. Für mich war es etwas ganz Neues, alleine in ein Restaurant zu sitzen, aber es war ganz toll. In den vielen Bistros in Paris kann man...

Veröffentlicht: 20.08.2026
Der zweite Tag war komplett verplant. Nachdem ich am Vorabend spät vom Eiffelturm ins Hotel gekommen bin, ging es hier um kurz nach 9 los. Gemäss Wettervorhersage sollte es noch regnen, sodass ich meinen Tag dem Wetter entsprechend plante.
Der Tag begann mit einem Kaffee und einem Spaziergang zum Café Saint Louis. Auf dem Weg dahin durchquerte ich die Passages Couvertes, bedeckte Passagen mit Antiquitätenläden, Bistros und Buchläden (natürlich hatte alles noch zu). Nach ca. 1 Stunde erreichte ich das Café Saint Louis. Diese Fassaden mit dem üppigen Blumenschmuck sind wohl in Paris in Mode. Das Café ist komplett in Pink, von den Tischen über die Blumen bis hin zu den Sonnenschirmen. Dort habe ich mir 3 feine Cremes schmecken lassen und habe wieder "Leute geguckt".
Danach ging es weiter in das Musée Carnavalet. Das Museum zeigt die Historie von Paris (und Frankreich) auf und bietet Einblicke in das frühere Leben von Paris. Seht ihr das Gemälde mit den Häusern auf der Brücke? Früher wurde jeder Quadratmeter für Wohnfläche ausgenutzt. Der unterste Stock waren meistens Läden, in den 3 Stockwerken darüber wurde gewohnt. Sogar in den Bögen der Brücke wurden Keller angelegt.
Am Nachmittag habe ich eine geführte Tour durch Montmartre gebucht. Lucy, unsere Tour Guide hat uns mit super vielen interessanten Infos versorgt und hat auch die eine oder andere witzige Anekdote zum Besten gegeben ("Das Grab von Napoleon befindet sich im Invalidendom. Wenn man den Sarkophag anschauen möchte, muss man sich buchstäblich vor ihm verbeugen, weil man erhöht an einem Geländer steht und sich darüber beugen muss, um seine Überreste zu sehen").
Der aus der Wand ragende Mann ist eine Figur aus dem Roman Le passe-muraille, dieser konnte durch Wände gehen, blieb dann jedoch irgendwann stecken. Es soll Glück bringen, seine goldene Hand zu berühren.
Die Rue Lepic stellt eine Verbindung zwischen der Place Blanche, wo die Moulin Rouge steht und dem Montmartre her. Sie ist zudem eine wichtige Strasse in einem Roman, die mich auf die Idee gebracht haben, nach Paris zu reisen.
Was ich sonst noch gelernt habe:Paris hat 2.1 Millionen Einwohner. Die Stadt ist schneckenförmig in 20 Arrondissements aufgeteilt. Alles ausserhalb dieser 20 Arrondissements gehört NICHT mehr zu Paris. Dies ist den Parisern sehr wichtig. Als ich zur Tour Guide sagte: "Ich wusste gar nicht, dass Paris eine Skyline (La Défense) hat, hat sie gelacht und gesagt: "Nein nein, Paris hat keine Skyline, La Défense befindet sich hinter der Stadtgrenze."
Der Schluss der Tour war bei der Basilika Sacre Coeur. Anscheinend ist sie eine berühmte Pilgerstätte und Teil des Jakobswegs. Die Basilika ist aus einem Kalkstein mit selbstreinigendem Charakter, also wird er wieder weisser, sobald es regnet.
Die Tour war wirklich super! Danach ging es endlich zurück ins Hotel, um kurz eine Pause einzulegen.