Spitzbergen (Svalbard) ist ein Archipel mit Sieben Inseln. Der Golfstrom zieht westlich an Norwegen vorbei und beeinflusst das Klima auf Spitzbergen. Der Westen bleibt im Sommer eisfrei und der Osten ist größtenteils mit Gletschern versehen. Die zweitgrößten Insel Nordostland (Nordaustlandet) liegt östlich vom Golfstrom im Arktischen Ozean.Entdeckt wurde Svalbard, also das gesamte Archipel, von Willem Barents um 1596. Nach dieser Kenntniserlangung begann im 17.Jahrhundert die Jagd nach Grönlandwalen. Die Pomoren, eine ostslawische Ethnie im Norden Russlands, waren maßgeblich an der Ausbeutung Spitzbergens, darunter Walross-und Polarfuchsjagd wegen der Felle beteiligt. Sie brachten Holz auf ihren Schiffen mit, um sich Unterkünfte bauen zu können. Legendäre Gestalten wie der Eisbärkönig Henry Rudi lebte von 1908-1948 und erlegte über 700 Eisbären.Trapper Henry RudiJohn Munroe Longyear entdeckte 1907 Kohlevorkommen auf Spitzbergen, gründete eine Siedlung und gab ihr seinen Namen, Longyearbyen. Die reichhaltigen Kohleschätze entstanden vor 300 Mill Jahren in der Karbonzeit, als Spitzbergen sich noch in Äquatornähe befand und von Sümpfen bedeckt war. Die Kollision der Nordamerikanischen Platte und der Baltische Platte bildeten die spitzen Berge.Verlassenes Kohlebergwerk in Longyaerbyen
Bis 1925 war Svalbard Niemandsland. Erst dann wurde Norwegen von 144 Länder als Souveränität anerkannt. Die Bedingungen waren: Es dürfen keine Steuern erhoben, kein Profit gewonnen und keine militärischen Aktionen gestartet werden.
Außer Green Dog;-))
Green Dog hat 2015 angefangen.Die Samenbank gibt es in Longyearbyen seit 2008. Durch den Permafrost sind die klimatischen Bedingungen zum konservieren der Samen gegeben. ( Leider kein Foto, da es nur eine große Metalltür zu sehen gab:-)
Die Inselgruppe befindet sich im 74°-81° Breitengrad, rund 1000km südlich des Nordpols und es ist von November bis März dunkel.
Das Eisbärschild gilt für ganz Svalbard. Der Eisbär, Ursus Maritimus gehört zu den Seesäugetieren und ist gerade mal 2 Mill Jahre jung. Im Vergleich der Braunbär, Ursus Arctos der satte 12 Mill Jahre alt ist.
Weißer Eisbär auf weißem Hintergrund macht so kein Sinn;-)) Eisbären haben Vorfahrt und das gilt für ganz Spitzbergen
Der Eisbär kann bis zu 2m groß werden, 300kg sind selbst bei Weibchen eine normale Gewichtsklasse. Sie haben eine 10cm dicke Fettschicht, weißes Fell was im Herbst eher gelbstichig wirkt. Die Nase ist schwarz genauso wie die Haut, so kann sich der Körper schneller erwärmen. Er hat sehr große Pfoten, auch Tatzen genannt ca. 30 cm mit einem Antirutschsystem ausgestattet die Fußsohlen sind nämlich bepelzt. Sie können bis 25 Jahre alt werden. Auf Svalbard gibt es ungefähr, also unsere Reise fand 2016 statt, 3000 Eisbären. Die Population hat sich etwas erholt. da seit 1970 auf Spitzbergen keine Eisbären geschossen werden dürfen.
Der Eisbär ist auf die Packeisgrenze angewiesen um Robben zu fangen.Barentsburg ist eine russische Enklave, hier sicherte sich 1932 Russland die Kohleminen. Es leben hier ca. 500 Menschen die in der Tourismusbranche und im Kohleabbau beschäftigt sind. 1996 wurde die russisch orthodoxe Kirche errichtet.Kohleförderwerk in Barentsburg
Die Post auf Ny Ålesund ist die nördlichste. 1964 begann man mit den Forschungen und den Nordpolexpeditionen. Die Norge, ein Luftschiff startete 1926 mit dem italienischen Forscher Nobile. Sie überflogen den Nordpol und kamen in Teller in Alaska wohlbehalten an.
Ny Ålesund, bei konstanten -10° wachsen keine Bäume mehr. Ny Ålesund hat 40 Einwohner.Die Svalbarder Rentiere sind etwas gedrungener, haben für den Winter härtere Hufen und auch die Weibchen haben ein Geweih. Man hat versucht Hasen und Moschusochsen hier auf Spitzbergen auszusetzen, keine Chance. Selbst die Moose und Flechten ragen nicht höher als 10cm da sie sonst erfrieren. Svalbarder Rentiere, beide Geschlechter tragen ein Geweih.
Mit dem Tourismus wird bewußt umgegangen. Auf Grund des schnellen Klimawandels gibt es neue Umweltvorschriften und kontrollierter Fremdenverkehr.
Eine Reise in den Norden lässt einen Respekt vor den Einwohnern, der unberührten Wildnis und der gigantischen Tierwelt empfinden.Hurtigrutenschiff FRAMWalrösser, die Population hat sich seit dem Jagdverbot in den 50ern wieder erholt.Gletscher am besten mit den Kajak erkunden.
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