Als nächstes bezogen wir für zwei Nächte unsere Campsite in Visalia, dem Tor zum Sequoia Nationalpark. Wieder mal ein toller KOA Camping mit Spielplatz und Pool 🥳
Für den nächsten Tag hatten wir ein Mietauto gemietet - Ja, richtig gelesen 😉 Grund: Kostet fast nichts hier und im Sequoia ist noch nicht Saison, d.h. die Shuttlebusse fahren nicht und mit dem über 9m langen Wohnmobil darf man viele der kleinen Strassen nicht befahren.
Reto holte also frühmorgens einen schnittigen, roten Kia ab, mit dem wir dann bei schönstem Wetter losdüsten. Was für ein tolles, ruhiges Fahrgefühl - so ganz anders als in unserem "Lastwagen" 😂🙈
Schon nach Kurzem machte die Strasse allen Schweizer Pässen Konkurrenz. Die Kurven wurden immer enger und zahlreicher. Bereits jetzt waren wir mehr als froh, dass wir das nicht mit dem Camper gemacht haben! (Gewissen Insassen wird nämlich durchaus mal schlecht bei zu vielen Kurven.. 🙈) Zügig gings aber dann nicht mehr voran, denn viele andere Touris kennen solche Bergstrassen nicht und krochen mit knapp 20 km/h dahin - zum überholen keine Chance (auch in Michael Schumacher-Manier nicht.. 😬) Jänu, schön war die Aussicht allemal 😉
Zuerst fuhren wir zum Tunnel Log, ein gigantischer Sequoia Baum, der 1937 fiel und dann kurzerhand zu einem Tunnel "umgewandelt" wurde. Natürlich fuhren wir unten durch und die Jungs (und ich) balancierten noch oben drüber 😉 Die Ausmasse dieser Bäume wurden uns hier zum ersten Mal bewusst - sie sind einfach unfassbar gross!
Dann gings weiter zum Moro Rock - diverse steile, schweisstreibende Treppen verhiessen eine grandiose Aussicht ins Tal. Und wir wurden nicht enttäuscht: Ein wirklich herrliches Panorama 🤩 (Und auch von oben ragen die Riesen-Bäume teilweise aus dem "normalen" Wald heraus bzw sind sehr gut zu sehen.)
Danach kam er endlich: der Besuch beim grössten Baum der Welt - der General Sherman Tree (2200 Jahre alt, 31m Umfang, 11m Durchmesser und 78m hoch!). Sein Volumen, d.h. seine Masse, ist ungefähr jene von 9844 Badewannen, d.h. man könnte 27 Jahre lang jeden Tag ein Vollbad nehmen, so gross ist dieser Baum - crazy!! 😅) Wow, das war wirklich ein Erlebnis. Auch wenn man an diesen Baum nicht (mehr) ganz nah ran darf (zum Schutz der Wurzeln), beeindrucken seine Ausmasse enorm. Wir waren (wirklich alle!) begeistert von diesen Bäumen und machten noch eine längere Wanderrunde im "Giant Forest". Dabei kamen wir an unterschiedlichsten Formationen der Riesen-Bäume vorbei und staunten jedes Mal aufs Neue. Durch die doch etwas weitere Runde hatte es an diesen Orten natürlich viel weniger Leute als beim General Sherman Tree, was das Erlebnis noch viel schöner machte. Es macht einem (bzw. mich) ehrfürchtig, am Fusse solch gewaltiger Bäume, die bis zu 3000 Jahre alt werden können, in der Stille des Waldes zu sitzen - ein einmaliges Erlebnis und definitiv eines der Highlights bisher 😍
Zum Schluss machten wir noch einen kurzen Stop beim Visitor Center des Parks. Finn wollte von seinem Feriengeld nämlich unbedingt noch einen Sequoia aus Mini-Lego kaufen 😉 Nachher gings mit unserem roten Flitzer zurück Richtung Stadt - mit einem Abstecher zum Drive-in des besten Burger-Ladens der Stadt. Endlich konnten wir da mal durchfahren, geht mit dem Camper jeweils auch nie... 😉 Fazit: Geht in den Sequoia, wenn ihr in dieser Gegend seid - wir sind alle absolut hin und weg 😃