Boulder Creek / Santa Cruz
Von San Francisco gings weiter nach Boulder Creek in die hügligen Redwood-Wälder. Die Strasse dahin erinnerte erneut an einen Schweizer Pass, dieses Mal aber glücklicherweise...

Veröffentlicht: 23.05.2025












Von Santa Cruz gings weiter nach Monterey, auch ein schönes Küstenstädtchen, wo wir einen kurzen Halt machten. Dort gibts noch den "17 Mile Drive", ein besonders schöner Küstenabschnitt (teilweise führt die Strasse quer durch weltberühmte Golfanlagen 😂). Eigentlich wollten wir ab hier den (bekannten) Highway 1, der immer direkt an der Küste entlang geht, runterfahren bis LA. Leider gibts auf dieser Strasse aber immer wieder Erdrutsche, Auswaschungen vom Meer usw. und deshalb sind oft Abschnitte gesperrt. So auch jetzt. Schon vor ein paar Tagen haben wir auf Google Maps eine ganz kleine, kurvige "Querverbindung" mit dem klingenden Namen "Nacimiento Ferguson Road" gesehen. Aber ob die mit einem 30 Fuss langen Wohnmobil fahrbar ist..? Da waren sich ChatGPT, Gemini und die Frau vom Campingplatz alle nicht einig 😂🙈 Na dann, blieb uns nichts anderes übrig, als es einfach auszuprobieren.
Nach einer wunderbaren Nacht im "Yanks RV Park" mitten im Nirgendwo (aber mit Pool, Jacuzzi und kleinem Fitnesscenter 😎) machten wir uns auf den Weg. Abenteuerlich wars fast von Anfang an: Nach ca 30min mussten wir das erste Mal anhalten, weil die Feuerwehr gerade kontrolliert ein Wald-/Wiesenstück abbrannte. Die Jungs hatten 1000 Fragen und waren fasziniert von den Flammenwerfern, mit denen die Männer hantierten 😉
Nachher gings dann erst richtig los mit der Strasse. Wieder sehr Schweiz-würdig schlängelte sie sich eng und steil den Berg hinauf - zum Glück hatte es praktisch keinen Verkehr! Reto steuerte souverän durch jede noch so enge Kurve und hupte (sehr zu Lennys Freude 😉) immer vorher, falls doch mal ein Auto entgegen kommt. Oben angekommen sahen wir dann das Meer wieder - was für ein Anblick, diese Farben, herrlich 😍 Jetzt mussten wir nur noch gefühlt 200 Haarnadelkurven wieder runter, dann haben wir das gesperrte Stück des Highway 1 elegant umfahren 😉
Der "Umweg" hat sich definitiv gelohnt. Jetzt hatten wir noch 1.5 Stunden wunderbare Küstenstrasse mit tollen Aublicken bis nach Morro Bay vor uns. Einen Stopp machten wir noch bei den See-Elefanten: Hier gibt es einige der grössten Kolonien Nordamerikas. Beeindruckend wie sie (wirklich) massenweise am Strand liegen! Ein netter Ranger erklärte uns viele spannende Sachen - wir hatten keine Ahnung, wie interessant diese Tiere sind. Ein Männchen kann locker 6.5m lang und 3500kg schwer werden - und bis 2300m tief tauchen!
Danach gings nur noch ein paar Meilen bis Morro Bay - ein wunderschöner Ort, den ich (kein Witz!) daheim im Fitnesscenter auf dem Laufband entdeckt hatte und nur deshalb Teil unserer Route ist 😂 Was es genau damit auf sich hat, lest ihr dann im nächsten Beitrag, stay tuned... 😉
