Nantes, 13.-14. Juli
Nantes — die Hitze bleibt, doch die Stadt verzaubert. Durch die Straßen zu schlendern und die Sehenswürdigkeiten zu entdecken ist zwar anstrengend, aber immer wieder lohnend. Mir...


Veröffentlicht: 14.07.2026
Heute ist D‑Day: In La Rochelle wird das Sommerfestival gefeiert — gleichzeitig der 14. Juli und das WM‑Spiel Frankreich gegen Spanien. Es wirkt, als wäre ganz Frankreich in der Stadt versammelt! Der Hafen und die Altstadt sind einfach bezaubernd. Nachdem ich eingecheckt hatte, ließ ich mich von der Menschenmenge treiben und entdeckte so vieles Lustiges und Überraschendes. Es gab zum Beispiel einen Laden mit verlorenen Päckchen, die man nach Gewicht kaufen konnte — wie Weihnachten, jede Tüte ein kleines Rätsel.
Am nächsten Tag ging es auf die Île de Ré. Über eine beeindruckende Brücke fuhr ich nach Saint‑Martin‑de‑Ré, besuchten den Leuchtturm und spazierten durch die Salzfelder. Ein wunderschöner Tag. Der Boden bei den Salzwiesen ist tonig und weil es leicht geregnet hatte, klebte der Lehm an den Sohlen so fest, dass wir im Nu gefühlt zwei Zentimeter gewachsen waren. Auf der Insel gibt es unfassbar viele Meeresfrüchte, besonders Austern — die gab es zu einem Butterbrot – so günstig!! Die Insel wirkt sehr gepflegt und wohlhabend, gleichzeitig findet man kleine, einfache Austernhütten mit wirklich erlesenen Leckereien. Ich stellte mir Île de Ré wie Saint‑Tropez vor, aber vor sechzig Jahren.
Zurück in La Rochelle traf ich Stas und Emma. Ein schöner Aperitif, ein wunderbares Abendessen und danach das Spiel England gegen Argentinien — und dann ging’s ein wenig traurig ins Bett ;-)