Brasilien Tag 4 - Weiterfahrt nach Itabirito
Früh morgens hieß es heute bereits Abschied nehmen, da wir uns schon um 9 Uhr an dem Instituto DOS Meninos Cantores de Petrópolis (der Schule) wieder trafen und uns von u

Veröffentlicht: 27.08.2026




















Unser Tag begann mit einem Frühstück in den Gastfamilien und anschließend trafen wir uns um 8:30 Uhr an der A. P. A. E. de Itabirito, einer inklusiven Schule, die von Menschen mit Behinderung besucht wird. Dort wurden wir von einer Trommelgruppe, der Banda Boa, in Empfang genommen, die zuerst alleine und dann gemeinsam mit einer Sängerin mit Gitarre auftrat. Die lauten und rhythmischen Stücke erzeugten eine gute Stimmung und bald tanzten alle. Als wir an der Reihe waren, führten wir ein paar Lieder aus unserem Pop Repertoire auf, darunter „Fix You“, „Get Lost“ und „Lovely Day“, aber eins unserer südafrikanischen Stücke durfte natürlich auch nicht fehlen und so sangen wir als Abschluss noch „Hlonolofatsa“. In der kurzen Zeit, in der wir dort waren konnten wir erleben, was für eine tolle Arbeit dort geleistet wird und welche Freude die Schüler/innen an der Musik haben. Es war eine sehr schöne Begegnung, die wir sicherlich nicht vergessen werden.
Danach fuhren wir mit den Bussen in den historischen Stadtteil von Itabirito. Dort wurden wir bereits von Eric Lana (Dirigent der Canarinhos) und Marco Agnetti Hageneder (unser Überstezer für die Tage in Itabirito) erwartet, die uns auf eine kleine historische Stadtführung mitnahmen.
Zuerst besuchten wir die Kapelle vom Guten Herrn von Matozinhos, in der wir auf João Braga trafen. Seine Familie kümmert sich seit ca. 150 Jahren um den Erhalt der Kapelle, die seit 1765 existiert und von portugiesischen Einwanderern erbaut wurde. Diese stammten aus dem Norden Portugals und brachten ihre religiösen Symbole mit nach Brasilien, was man beispielsweise an der Jesus Figur erkennen konnte, die sich stark von den typisch Figuren unterscheidet. Vor 35 Jahren wurde die Kapelle renoviert, unter anderem baute Bragas Großvater eine Empore ein, das Deckenfresco und der Altar inklusive Jesus Figur wurden allerdings im Orginalzustand gelassen. Wer wollte konnte sich dort in einem Gästebuch verewigen, bevor wir weiter zur Chorschule der Canarinhos gingen. Diese ist in einem der ältesten Gebäude Itabiritos untergebracht, das früher ein Kolonialhaus und später ein Museum war. Nachdem es grundsaniert wurde zog die Chorschule dort ein und vergrößerte sich seit dem bis auf 300 Sänger/innen. Dort angekommen durften wir uns ein wenig umschauen, bevor wir im Garten dahinter in einem Workshop Stofftaschen aus recyceltem Material bemalen durften, wobei uns Kunsthandwerkerinnen aus Itabirito anleiteten. Die meisten hatten sehr viel Spaß und es entstanden tolle Erinnerungen und Mitbringsel. Nach dieser kreativen Auszeit liefen wir zum Emporio 77, einem traditionellen Restaurant mit mediterranem Garten, in dem wir zu Mittag aßen.
Gegen 15 Uhr fuhren wir mit dem Bus zum Cine Teatro liz Bastos, einer neu eröffneten Kulturbühne, wo wir uns einsagen und anschließend mit den Canarinhos drei gemeinsam Stücke einstudierten. „The Lord bless you and keep you“ war bereits im Repertoire beider Chöre, wir zeigten ihnen „Hlonolofatsa“, sie brachten uns im Gegenzug „Abre Alas“ bei, ein berühmtes brasilianisches Karnevalslied.
Vor dem Konzert wurden wir von Eltern der Canarinhos noch mit belegten Brötchen, Bananen und Getränken versorgt und um 19 Uhr eröffnete der Kinderchor das Konzert. Es folgte ein weiterer Chor der Musikschule, gefolgt von den Canarinhos, die alle jeweils ein Stück sangen. Wir präsentierten ein weltliches Programm von „Edelweiss“ bis „Lift me up“ und präsentierten anschließend die gemeinsam eingeübten Lieder, wobei vor allem das Karnevalslied für tosenden Applaus sorgte.
Nach einem gemeinsamen Foto zogen wir uns um, fuhren wir zurück zu unseren Gastfamilien und ließen den letzten Abend mit ihnen ausklingen.
