Ein ungeplanter Reisetag
Unser erster Campingplatz auf Sardinien war wunderschön, wenn auch etwas groß – wir mussten Armbänder tragen 😁 – aber da er an der Nordküste liegt, ist er dem Wind stark...

Veröffentlicht: 15.05.2026
Ich sitze in der frühen Morgensonne mit meiner ersten Tasse Tee und lasse unsere bisherige Reise Revue passieren, da wir etwa die Hälfte unserer Tour hinter uns haben.
Wir haben uns immer wieder gesagt, dass wir auf Reisen sind, nicht im Urlaub. Diese Umstellung auf ein entschleunigtes Fortbewegungsverhalten erfordert etwas Eingewöhnung, aber ich denke, wir haben es jetzt fast geschafft.
Gestern Morgen war ich etwas niedergeschlagen. Der Campingplatz, den wir hatten und der uns von einem Mitreisenden empfohlen worden war, war zwar groß, aber in Ordnung – wenn man mal über die Armbänder hinwegsehen kann, was mir sonst schwerfällt. Er lag allerdings an der Nordküste, wo es, wie mir Google auf Nachfrage mitteilte, ziemlich windig werden kann. Und da es in den nächsten Tagen noch schlimmer werden sollte, beschlossen wir kurzerhand, unsere Sachen zu packen und Richtung Süden zu fahren, wo die Berge und andere Faktoren Schutz vor dem Wind bieten. Nachdem wir erst am Abend zuvor unser Lager aufgeschlagen hatten und am nächsten Morgen schon wieder abbauen mussten, und angesichts der Wettervorhersage, fühlte ich mich ziemlich mies! Jane meinte nur: „Wir sind auf Reisen, nicht im Urlaub. Ein oder zwei verlorene Tage gehören dazu, nimm es einfach, wie es kommt.“ Ein weiser Rat, den ich beherzigte, und wie zur Bestätigung endete unser Tag wunderschön mit einem Abendessen in einem Strandrestaurant und dem Gefühl von Sand zwischen den Zehen.
Die andere wichtige Überlegung ist, wie viel Zeit wir mit der Pflege unserer Hunde verbringen. Ein perfekter Abend für uns besteht aus einem Spaziergang, einer schönen Aussicht, einem traumhaften Sonnenuntergang und einem gemeinsamen Spaziergang mit den Hunden. Ich war auch schon mitten in der Nacht mit einem der Hunde (zum Glück nicht mit beiden gleichzeitig) wach, weil sie dringend mussten. Ich finde also, wir haben schon einiges geschafft.
Heute fahren wir wahrscheinlich an den Strand und mieten uns eine Liege in einem der kleinen Strandcafés, die wir gestern Abend gesehen haben. Es ist dort schön ruhig und entspannt – genau das Richtige nach den anstrengenden letzten Tagen (und ja, ich mache mich darüber lustig, wir erwarten kein Mitleid!).
