Frischer Fisch und interessante Gespräche
Nach den netten Mafiosos, dem aggresiven Hund und dem lustigen Russen hatten wir gerade noch Glück und sind beim letzten Tageslicht wieder in der Zivilisation - sprich auf einer...

Veröffentlicht: 15.09.2026

















Frisch ausgeschlafen wollen wir heute zum Levanisee fahren und dort ein wenig wandern.
Auch dieser Plan ging daneben, es gibt einen Weg der von Hirten manchmal befahren wird aber der ist in einem schrecklichen Zustand, trotz Allrad geben wir nach ca 1/4 der Strecke auf und wandern zu Fuß weiter.
Uns erwartet eine endlose, traumhafte, wilde Landschaft, und stets haben wir den Didi Abuli, den höchsten Berg im kleinen Kaukasus im Blickfeld.
Wir genießen die Ruhe und Einsamkeit, bis wir endlich am Levanisee ankommen.
Dort treibt ein berittener Schafshirte seine Schäfchen gerade über den Hügel.
Er entdeckt uns, reitet zu uns herunter und warnt uns vor den Hunden, wir sollen ja nicht in eine gewisse Richtung gehen. Nachdem Google Translate trotz offline runtergeladener georgischer Sprache nicht funktioniert hat, war es ein wildes Gespräch und Rungefuchtel, bis wir einigermaßen sicher waren, welche Richtung wir einschlagen dürfen.
Ca. eine Stunde später kommt wieder ein Hirte auf uns zu und warnt uns vor einer anderen Richtung, in die wir auf keinen Fall gehen dürfen. Er kann ein wenig englisch und meinte nur “Dogs”. Dangerous Dogs!
Wir haben natürlich von den sehr gefährlichen Hirtenhunden gelesen, aber blöderweise das Pfefferspray als Notfallslösung zu Hause vergessen. Dann sehen wir auch schon in der Ferne die Lager und verstehen, dass wir diese großtäumig umwandern müssen, da die Hunde ihr Territorium anscheinend wehement verteidigen.
Matloba, liebe Schafshirten, wir wären garantiert in so eine Lager gelatscht und würden jetzt wohl nicht mehr so frisch und munter aussehen!
Mit einem leicht unguten Gefühl sind wir dann bei einem minilkleinen See, würde eher sagen Wasserloch angekommen und nach 4h Wanderung beschließen wir hier zu rasten und dann umzudrehen. Und zwar exakt den gleichen Weg entlang, um nicht doch noch zerfleischt zu werden!
Bis auf die zwei Hirtenhunden sind wir keiner Menschenseele begegnet und es war ein traumhaftes Gefühl diese Weite und absolute Ruhe dieser einzigartigen Landschaft genießen zu dürfen.
