Der Tag begann wieder einmal seeehr früh: Bereits um 5:45 Uhr war ich wach. Die ständigen Zeitumstellungen bringen meinen Rhythmus langsam ganz schön durcheinander. 😂
Nach meiner morgendlichen Deckrunde gab es um 6:30 Uhr den obligatorischen Frühaufsteher-Kaffee. Um 7:12 Uhr stand ich pünktlich draußen an Deck, denn ich wollte mir den Sonnenaufgang über dem Atlantik natürlich nicht entgehen lassen.
Doch daraus wurde leider nichts. Nachdem es langsam heller geworden war, zeigte sich der Himmel diesig, dazu kamen vereinzelte Regentropfen – flüssiger Sonnenschein eben. Von einem schönen Sonnenaufgang über dem Atlantik keine Spur.
Während ich wartete, kam ich mit einer Mitreisenden ins Gespräch. Wir unterhielten uns über das Wetter und den „flüssigen Sonnenschein“. Und wie klein die Welt doch manchmal ist: Sie hatte viele Jahre in meiner Heimatstadt gearbeitet, ist inzwischen im Ruhestand und nach Oldenburg gezogen. Da steht man mitten auf dem Atlantik und trifft auf jemanden, der einen Bezug zur eigenen Heimat hat. Schön!
Um 7:30 Uhr ging es zum Frühstück ins East Restaurant. Der Kaffeeautomat streikte allerdings mal wieder, sodass der Restaurant-Chef persönlich ranmusste. Der Grund war durchaus amüsant: Ich war offenbar der erste Kaffeegast des Tages – und das Milchsystem war noch gar nicht installiert. 😂 Na, dann erst einmal guten Morgen!
Anschließend beobachtete ich auf Deck 5 die etwas rauere See. Der Atlantik zeigte sich heute von einer bewegteren Seite.
Eine Premiere, auf die ich gern verzichtet hätte 🩹
Um 9:00 Uhr stand der unangenehmste Programmpunkt des Tages an. Und zugleich eine echte Premiere: Nach mehr als 25 AIDA-Reisen bekam ich erstmals das Hospital von innen zu sehen.
Der Grund war mein Sturz am Samstag vor der Einschiffung am Sonntag. Die Verletzung an der linken Augenbraue musste genäht werden – und nun mussten die Fäden wieder heraus. Zum Glück war der Spuk schnell vorbei: Bereits um 9:30 Uhr war alles erledigt.
Danach hatte ich mir einen schwarzen Tee an der Sol-Bar verdient. Um 10:00 Uhr zeigte sich allmählich auch die Sonne, sodass ich die Zeit auf dem Pooldeck genießen konnte. Na bitte, der flüssige Sonnenschein hatte offenbar Feierabend!
Um 11:00 Uhr stand im Theatrium eine Lesung mit der Autorin und Schauspielerin Petra Nadolny auf dem Programm. Anschließend betrachtete ich um 12:00 Uhr an der Ocean-Bar die Heckwelle der AIDAsol. Jedoch zog ich mich schnell in die AIDA-Bar zurück. Der Grund: Frech, wie viele Menschen offenbar der Meinung sind, ihre Telefonate über den Lautsprecher führen zu müssen – und damit gleich alle Mitmenschen unterhalten. Nicht jeder möchte unfreiwillig an sämtlichen Gesprächen teilnehmen. 🙈
Chilli-Cheese-Burger und ein schönes Wiedersehen 🍔
Gegen 13:30 Uhr wurde es Zeit fürs Mittagessen. Auf dem Speiseplan stand der Daily-Burger, und diesmal gab es meinen absoluten Favoriten: Chilli-Cheese-Burger! Ein Gedicht! Da braucht es eigentlich keine weiteren Worte.
Danach wartete am Ausflugscounter eine schöne Überraschung auf mich: Eine Scoutin erkannte mich wieder. Wir hatten im April gemeinsam die Transatlantikreise unternommen. Es ist immer wieder überraschend und schön, wenn man nach Monaten an Bord wiedererkannt wird. Solche Begegnungen machen eine Reise gleich noch ein bisschen persönlicher.
Um 14:45 Uhr war dann erst einmal Augenpflege angesagt. Bis 16:00 Uhr gönnte ich mir eine kleine Auszeit in der Kabine. 😴
Der Sonnenkönig auf hoher See 👑
Pünktlich um 16:00 Uhr ging es weiter mit dem Spiel „Wer bin ich?“. Mir wurde niemand Geringeres als Ludwig XIV., der französische Sonnenkönig, aufgeschrieben. Mit geschickten Fragen konnte ich das Rätsel schließlich lösen. Offenbar war mein königlicher Spürsinn heute besser als das Wetter am Morgen!
Direkt um 17:00 Uhr ging es zum Shuffleboard. Und diesmal durfte ich mich über eine Siegesrunde meines Teams freuen! Danach schnell zurück in die Kabine, frisch machen und weiter zum nächsten Termin.
Das nächste Termin war das „Break-Out-Shooting“. Dabei handelt es sich um eine lustige Fotomontage, bei der ich mich hinter einer zerfetzten Leinwand positionierte und es so aussah, als würde ich sie gerade selbst zerreißen. Eine ziemlich coole Idee und eine schöne Erinnerung an die Weltreise!
Um 18:30 Uhr wartete das Abendessen im Bella Donna Restaurant auf mich.
Mentalmagie und Karaoke zum Tagesabschluss 🎤
Um 19:30 Uhr stand die Prime Time mit dem neuen Hotel-Direktor auf dem Programm. Anschließend ging es um 20:30 Uhr zur Show des Mentalmagiers Marc Gettmann. Gedankenlesen und verblüffende Tricks sorgten für Unterhaltung.
Den Abschluss des Abends sollte ab 21:15 Uhr die Karaoke-Veranstaltung bilden – diesmal auf dem Pooldeck. Der Andrang war riesig, und die ungewohnte Atmosphäre draußen war nicht ganz mein Fall. Nach mehr als einer Stunde Wartezeit auf meinen eigenen Song hatte ich dann genug und machte mich auf den Weg in die Koje.
In dieser Nacht werden die Uhren erneut um eine Stunde zurückgestellt. Mein Biorhythmus wird sich bedanken! 😂
Fazit
Ein Tag mit vielen kleinen Begegnungen, einem gelungenen Chilli-Cheese-Burger, einer Premiere im Hospital und einem erfolgreichen Shuffleboard-Spiel. Der erhoffte Sonnenaufgang blieb zwar aus, dafür zeigte sich die Sonne später doch noch.
Morgen warten neue Eindrücke auf mich – und hoffentlich ein etwas erholsamerer Schlaf!