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Tag 5 – Oktoberfest auf Weltreise: Spät dran, aber zünftig! 🍻🚢

Veröffentlicht: 23.10.2026

Tour
Bayerischer Frühschoppen mit anschließender Schnitzelparade
Aktivität
Tour
Oktoberfest auf Weltreise
Festival
Der heutige Seetag begann für mich bereits um 7:00 Uhr mit einer Runde über Deck. Anschließend gönnte ich mir meinen Kaffee für Frühaufsteher, bevor es zum Frühstück ging. Langsam frage ich mich, wann sich wohl ein etwas späterer Schlafrhythmus einstellen wird. Schließlich habe ich noch sagenhafte vier Monate Weltreise vor mir! Andererseits werden die Uhren auf unserer Reise in Richtung Osten immer wieder um eine Stunde zurückgestellt. 😂

Ein ganz besonderes Highlight wartete schon beim Frühstück: der lang ersehnte Thunfischsalat! Den gibt es nämlich nicht jeden Tag, weshalb ich natürlich zugreifen musste. Zugegeben, für die meisten Menschen dürfte Thunfischsalat um 7:30 Uhr morgens eher eine Herausforderung für den Magen sein. Bei mir sieht das allerdings ganz anders aus. Ich könnte darin baden! 😂

Dazu gab es einen traumhaften Sonnenaufgang, den ich vom East Restaurant aus beobachten konnte. Einziger Wermutstropfen: Die Fensterscheiben waren leider ziemlich versalzen, sodass die Aussicht nicht ganz so klar war, wie sie hätte sein können. Aber man kann schließlich nicht alles haben. Der Atlantik zeigte sich trotzdem von seiner schönsten Seite.

Um 10:00 Uhr stand Boccia auf dem Programm. Danach ging es mit einem AIDA-Eistee in die AIDA-Bar, wo ich den Tanzkurs beobachtete. Während die anderen ihre Tanzschritte übten, kam ich zu dem Schluss, dass ich mir bei diesen Bewegungen vermutlich sämtliche Knochen brechen würde. Ich bleibe dann doch lieber bei den Aktivitäten, bei denen die Verletzungsgefahr überschaubar ist! 😂

Ein Stück Bayern mitten auf dem Atlantik

Ab 11:30 Uhr wurde es zünftig, denn an Bord stand ein bayerischer Frühschoppen mit anschließender Schnitzelparade auf dem Programm. Los ging es zunächst mit einer Kartoffelsuppe, bevor die eigentliche Parade begann.

Das Besondere daran: Die Offiziere verteilten die Schnitzel persönlich an die jeweiligen Gäste, die sich mit erhobener Hand bemerkbar machten. Eine durchaus ungewöhnliche Art der Essensausgabe, die für jede Menge Unterhaltung sorgte!

Ein weiterer Höhepunkt war die Wahl des Bordbürgermeisters. Freiwillige konnten sich mit einem eigenen Wahlkampfspruch zur Wahl stellen, und das Publikum entschied per Applaus, wer die Nase vorn hatte. Insgesamt gab es drei Kandidaten. Die beiden Finalisten mussten schließlich im Stechen gegeneinander antreten – und zwar beim Bierexen! 🍺

Der Gewinner darf heute Abend das Oktoberfest an Bord mit dem offiziellen Fassanstich eröffnen. Damit war der Titel des Tages endgültig gefunden:

„Oktoberfest auf Weltreise – Spät dran, aber zünftig!“

Nach dem bayerischen Treiben gönnte ich mir in der Sol-Bar noch einen Cappuccino, bevor ich mich erst einmal in die Horizontale begab. Ein bisschen Erholung musste schließlich sein.

Große Vorfreude und ein ernster Moment

Um 13:00 Uhr wurde über Lautsprecher verkündet, dass die AIDA-Weltreise 2028/2029 ab sofort buchbar sei. Bei einigen Gästen dürfte damit sofort das Reisefieber erneut ausgebrochen sein. Entsprechend bildete sich eine Schlange beim Fernwehexperten. Während wir uns gerade auf unserer aktuellen Weltreise befinden, planen manche offenbar schon das nächste große Abenteuer. So viel Fernweh muss man erst einmal haben!

Doch nur zehn Minuten später folgte eine Durchsage, die einen abrupt aus dieser Vorfreude riss: Ein Passagier musste aus medizinischen Gründen per Hubschrauber evakuiert werden. Die portugiesische Marine übernahm die Evakuierung.

Damit schloss sich auch der Kreis zu einer früheren Durchsage gegen 11:30 Uhr, bei der das Notfallteam von AIDAsol aufgerufen worden war. Nun war klar, dass tatsächlich ein medizinischer Notfall dahintersteckte.

Ich hoffe sehr, dass es dem betroffenen Gast inzwischen besser geht und er die notwendige medizinische Versorgung erhält. Von Herzen gute Besserung! ❤️

Dieser Moment führte einem wieder vor Augen, wie schnell sich die Dinge ändern können. Eben noch wird voller Begeisterung die nächste Weltreise gebucht, und kurz darauf muss ein Mitreisender aus dem laufenden Urlaub heraus medizinisch versorgt werden. Freud und Leid liegen manchmal erschreckend nah beieinander.

Nach diesen unterschiedlichen Eindrücken ging der Tag weiter. Bei einer Erdbeerroulade und einem Espresso gönnte ich mir zunächst etwas Süßes, bevor ich um 15:30 Uhr bei „Let's schätz“ vorbeischaute.

Das Spielprinzip ist einfach: Die Gastgeber stellen verschiedene Schätzfragen, etwa nach der Schuhgröße oder der Anzahl der Tage an Bord. Wer mit seiner Schätzung am nächsten an der richtigen Antwort liegt, gewinnt. Eine unterhaltsame Abwechslung, bei der man sich manchmal wundert, wie weit man mit einer guten Schätzung tatsächlich kommen kann.

Anschließend machte ich einen kurzen Abstecher an die Bar, um einen Tee zu trinken. Auf dem Pooldeck war es inzwischen doch etwas frisch geworden.

Eigentlich wollte ich danach direkt zurück in meine Kabine. Doch wie es auf einer Kreuzfahrt manchmal so ist, kommt es anders als geplant. Im Treppenhaus lief mir Sabrina über den Weg, die ich bereits von einem unserer Weltreisenden-Vorabtreffen kannte. Aus dem geplanten Gang in meine Kabine wurde deshalb kurzerhand ein weiterer Abstecher zur Sol-Bar, wo wir uns noch ein Getränk gönnten.

Um 18:00 Uhr stand dann der nächste Stammtisch der Alleinreisenden auf dem Programm. Eine Stunde später ging es gemeinsam zum Abendessen. Schön, wenn sich an Bord nach und nach vertraute Gesichter finden und aus einzelnen Begegnungen gemeinsame Erlebnisse werden.

Vom australischen Kapitän in die 70er-Jahre

Um 19:30 Uhr folgte die Prime Time mit unserem Kapitän, der seit 30 Jahren in Australien lebt. Gerade auf einer Weltreise ist es spannend, den Geschichten und Erfahrungen des Kapitäns zu lauschen, denn schließlich führt er uns mit dem Schiff noch über viele Ozeane und zu zahlreichen faszinierenden Zielen.

Um 20:30 Uhr ging es im Theatrium mit der Show „Can You Feel It“ weiter. Die bunte Zeitreise in die 70er-Jahre sorgte für Unterhaltung und brachte ordentlich Farbe in den Abend.

Doch das eigentliche Abendprogramm stand noch bevor: Um 21:15 Uhr wurde im Theatrium mit dem feierlichen Fassanstich offiziell das Oktoberfest eröffnet.

Oktoberfest mit allem, was dazugehört – und sehr vielen Menschen

Was folgte, war ein Oktoberfest, das ziemlich viele klassische Klischees bediente. Es gab Dosenwerfen, Nageln, Sackwerfen und sogar Spielautomaten mit Früchten. Bei Letzteren zogen die Offiziere die Früchte; wer drei gleiche Früchte erwischte, durfte sich über einen Gutschein freuen.

Natürlich durften auch die kulinarischen Klassiker nicht fehlen: Brezeln, Obazda, Bier und Zuckerwatte sorgten für das passende Oktoberfestgefühl. Bayern mitten auf dem Atlantik!

Normalerweise bin ich für solche Veranstaltungen durchaus zu begeistern. Heute machte mir allerdings die schiere Menschenmenge einen Strich durch die Rechnung. Gefühlt drängten sich rund 1.500 der knapp 2.000 Gäste auf einem einzigen Deck. Es wurde entsprechend heiß, eng und voll.

So verabschiedete ich mich relativ früh von der Veranstaltung und machte mich auf den Weg zurück in meine Kabine. Man muss schließlich nicht überall bis zum Schluss bleiben, nur weil etwas geboten wird. Vier Monate liegen noch vor mir – da darf man es auch einmal ruhiger angehen lassen.

Mein Fazit zum fünften Tag

Wenn ich ehrlich bin, bin ich gefühlt noch gar nicht richtig auf dieser Weltreise angekommen. Das klingt vielleicht merkwürdig, wenn man bedenkt, wie lange ich mich auf diese Reise gefreut und wie intensiv ich sie geplant habe. Aber vermutlich braucht es einfach seine Zeit, bis man realisiert, dass man tatsächlich für 126 Tage unterwegs ist und noch vier ganze Monate vor sich hat.

Auch der teilweise enorme Andrang bei den Veranstaltungen ist ungewohnt. Vielleicht wird sich das im Laufe der Reise noch etwas entspannen, wenn sich die Abläufe eingespielt haben und sich die Gäste besser verteilen. Ich werde jedenfalls versuchen, mein eigenes Tempo zu finden und mich nicht von jedem Programmpunkt mitreißen zu lassen.

Der heutige Tag hat mir aber vor allem eines gezeigt: Wie dicht Freude und Leid manchmal beieinanderliegen können. Während die einen bereits die nächste Weltreise für 2028/2029 buchen und voller Vorfreude in die Zukunft blicken, musste ein anderer Gast mitten aus unserer Reise heraus per Hubschrauber evakuiert werden.

Wir planen, buchen und freuen uns auf die großen Abenteuer. Dabei vergessen wir manchmal, dass nichts davon selbstverständlich ist. Gesundheit, die Möglichkeit zu reisen, neue Orte zu entdecken und morgens mit einem Kaffee den Sonnenaufgang über dem Atlantik zu genießen – all das sind Dinge, die wir viel öfter bewusst wahrnehmen sollten.

Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Weltreise: nicht jede Kleinigkeit überzubewerten, sich nicht über alles aufzuregen und stattdessen die vielen schönen Momente bewusst zu genießen.

Denn am Ende sind es nicht die perfekt organisierten Tage oder die Veranstaltungen, bei denen alles reibungslos läuft, die eine Reise unvergesslich machen. Es sind die Begegnungen, die besonderen Augenblicke und manchmal auch die Momente, die uns daran erinnern, wie kostbar das alles ist.

Noch vier Monate Weltreise liegen vor mir. Ich möchte sie genießen – mit all ihren Höhen und Tiefen, mit Cappuccino, Thunfischsalat, neuen Bekanntschaften und unzähligen Erlebnissen. Denn jeder einzelne Tag ist ein Geschenk. 🌍❤️🚢

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Herbst
Begleitung
Allein
SoloKulturellKulinarischEntspannend
  • Sonnenaufgang über dem Atlantik vom East Restaurant aus beobachten
  • Bayerischer Frühschoppen mit Schnitzelparade
  • Oktoberfest an Bord mit Fassanstich
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