Der erste Tag in Namibia
Die zwei Stunden in der Schlange am Flughafen hätten nicht seien müssen, aber ansonsten hatten wir einen sehr gelungenen Start: Unser Fahrer Duppie (welch ein Luxus!) hat uns...
Veröffentlicht: 24.04.2026
Heute besuchten wir einen Kindergarten, den Hannelore und Udo mitten in einer "location" (=Wohngebiet der schwarzen Bevölkerung) aufgebaut haben. Wir brachten ein gesundes Frühstück und sangen gemeinsam Lieder. Die Kleinen berührten unsere Herzen sehr direkt, aber es blieb eine sehr fremde Welt, in die wir hier eintauchten. Die Träume von Barbie und Superman auf den kleinen Rucksäcken verweisen vielleicht auf ähnliche Kinderträume hier und bei uns, sind aber auf jeden Fall Beispiele für globalisiertes, geschlechtsstereotypisches Marketing. Gar nicht so einfach, sich in diesem Kontext als weiße Erwachsene angemessen zu verhalten.
Ganz anders beim Besuch der benachbarten Primary School: Hier trafen wir auf eine engagierte Schulleiterin, die uns in einem Gespräch auf Augenhöhe die ökonomischen und pädagogischen Herausforderungen ihrer Schule nahebrachte.
Schön, dass wir in beiden Fällen, den Menschen in Omaruru so nahekommen konnten.
Beim abschließenden Besuch auf dem Friedhof der location beeindruckten uns vor allem die Gräber der Kinder, die während der Coronazeit gestorben sind, nicht an Corona, sondern an den ökonomischen Auswirkungen der Pandemie, z. B. den fehlenden Einnahmen durch den Tourismus.
