El Questro Station
Wow, das war ein Hammer Tag! Es ging aber erst mal bescheiden los. Der Campingplatz an der El Questro Station ist nicht nur groß und laut, sondern auch schlecht organisiert. Die...

Veröffentlicht: 02.06.2025
Heute Morgen gönnen wir uns nochmals ein Frühstück im „Wild Mango Café“. Dabei kommen wir noch mit zwei Schweizern ins Gespräch. Die stehen vor den gleichen Problemen wie wir, was den weiteren Verlauf der Reise angeht.
Nach mehreren Recherchen und Telefonaten ist klar, dass wir das Mitchell Plateau streichen müssen. Abgesehen davon, dass die Strasse dorthin gesperrt ist, haben die da oben auch keinen Sprit mehr für die Hubschrauber. Und last but not least, kann man nicht bis zu den Fällen wandern, weil der zu überquerende Fluss zu viel Wasser führt und zu starke Strömung hat. Und niemand rechnet damit, dass sich das in absehbarer Zeit ändert 😟
Das gibt uns ein paar mehr Tage, um auf die Öffnung des Purnululu Nationalpark zu warten. Da buche ich uns am Abend auf den Campingplätzen ein, denn ab Samstag kann man da endlich wieder rein.
Am späten Vormittag brechen wir dann zum Keep River Nationalpark auf. Der erste Stop an der Cockatoo Lagoon enttäuscht. Der Ort hätte Potential, aber nur ein ganz winziger Teil davon ist zugänglich.
Der folgende Gingers Hill Lookout ist schon ganz nett, da steht noch eine Greifvogel-Falle der Ureinwohner.
Aber der Rundweg am Goorrandalng Campground begeistert uns restlos. Das hier erst kürzlich durchgegangene Buschfeuer verleiht dem Hochglanz-Postkarten-Hintergrund einen morbiden Touch. Wir kommen kaum voran, denn alle paar Schritte entdecken wir ein neues Fotomotiv. Das letzte Licht des Tages bringt die Rottöne in den Felsen richtig schön raus. Schade, dass es gleich dunkel wird, wir könnten noch lange weiter so wunderbare Eindrücke sammeln.
Zurück an unserem Stellplatz gibt’s ein Lagerfeuer, das Birgit den ganzen Abend am Brennen hält. Dazu grast sie den ganzen Campingplatz ab. Bei der Jagd nach Brennholz vergisst sie im Dunkeln ganz die Angst vor Schlangen und den Dingos, deren Geheule durch die Nacht schallt. Wir erleben hier einen richtig romantischen Abend. Ausser Tierstimmen und dem Knistern der Flammen ist nichts zu hören.
