Xin Chao
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Ein aufregender Tag im Cuc Phurong Nationalpark

Veröffentlicht: 16.10.2016


Heute stand der sechstgrößte Nationalpark Vietnams auf dem Programm. Er liegt 46 km von der Provinzstadt Ninh Binh entfernt. Hier die allerwichtigste Information: Tropischer Regenwald ist die dominierende Vegetationsform, ja und da bin ich durchgelaufen zig Stunden!!!!

Von unserem super leckeren Frühstück gut gestärkt sind wir runter in die Lobby. Dort wollten wir uns nach unserem Zug erkundigen, denn heute Abend sollte es mit dem Nachtzug nach Hue gehen. Leider muss der Taifun das Streckennetz beschädigt haben und somit geht im Moment nichts mit den Zügen. Unser Hotelmanager hat uns für Morgen günstige Flüge nach Hoi An besorgt. Müssen wir mal sehen, ob wir dann noch von dort einen Abstecher nach Hue machen.

So jetzt aber zurück zu unserer heutigen Tour. Unser netter Fahrer stand uns heute wieder zur Verfügung und hat uns zu dem tollen Nationalpark gefahren (Entfernung vom Hotel 49km). Am Park angekommen, mussten wir nochmal 20km zu unserem ersten Highlight gefahren werden. Dort endlich angekommen stieg der Fahrer mit uns aus und zeigte auf eine Infotafel mit einigen Attraktionen die man ablaufen konnte, da stand was von 3km! 

Nun denn, wir sind dann in Pfeilrichtung losgegangen und ich habe nach einigen Metern die Schultern angezogen und mich vorsichtig zu Daniela umgedreht und sie gefragt, "ist das hier Dschungel"?. ..."Nein Anke, wenn du wie ich im wunderschönen grünen Ruhrgebiet aufgewachsen wärest, wüßtest du, dass wir uns in einem Wald befinden! 😂"

Hm, hier sind Spinnen und merkwürdige Tierchen, jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich so eine Umgebung liebe....:-((((!  Die Spinnen hatten dünne Beinchen, keine Haare drauf, aber nen Körper so dick wie eine Erbse und die Beinchen waren bestimmt 10 oder noch mehr Zentimeter lang....ich bekomme jetzt gerade noch eine Gänsehaut :-()()(()()....Daniela meinte zu mir, die haben doch mehr Angst vor dir, also geh ruhig ganz normal weiter. Es ging dann auch nach einer Weile, dann vergisst man sie eigentlich. Ich konnte dann nach einem 1km endlich anfangen, die Natur um mich herum zu genießen. Einfach Wahnsinn diese Vegetation und die Geräusche, die aus dem Regenwald kamen, waren faszinierend. Wir wollten uns eine Höhle und einen 1000 Jahre alten Baum ansehen. Leute, ihr könnt euch das nicht vorstellen, es war so drückend heiß, uns lief der Schweiß nur so vom Körper und was mussten wir wieder machen???? Na klar, diesmal gefühlte 1 Millionen holprige windschiefe Felstreppen steigen....würg....!!! Glaubt mal nicht, dass wir schnell an der Höhle angekommen sind, ne es dauerte eine Ewigkeit, da wir immer wieder nach oben mussten und dann lagen dort Baumstämme auf dem schmalen Weg oder die Stufen waren kantig, so dass man echt aufpassen musste, wo man hintritt. Das machte es für uns noch anstrengender, als es eh schon war. Die Höhle haben wir dann auch endlich mal erreicht und man hätte auch weit hineingehen können. Sie hatte keine Beleuchtung, deshalb haben wir uns den Höhleneingang und noch ein wenig mehr angesehen, aber dann nix wie raus....!

Danach sind wir dem Richtungspfeil zum alten Baum gefolgt und es war eine wahnsinnig anstrengende Tour bis dorthin. Am Baum angekommen hatten wir 3km und ich meinte zu Daniela, "wie ich dachte nach 3km sind wir wieder am Auto", ja dachte sie auch....! Ich will hier nix schön reden oder so, deshalb - ICH WAR FIX UND FERTIG!!!! Hinter dem Baum war ein Schild angebracht auf dem Stand "STOP -EASY TO GET LOST"! Hm, fand ich schon spooky. Wir folgten dem Schild Way back und ich war frohen Mutes gleich auf dem wunderschönen Parkplatz zu stehen. Wie sagt man so schön, das Leben ist kein Ponnyhof, ja ich kann es bestätigen, denn jetzt kamen mit Abstand die allerschlimmsten 4km meines Lebens. Der Weg wurde schmaler, die Stufen mal kleiner, mal höher, es wurde rutschig und es war so irre heiß und diese Luftfeuchtigkeit ein Alptraum. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass der Fahrer mir zu Beginn der Wanderung noch einen Knirps in die Hand gedrückt hatte, dafür war ich ihm so dankbar, denn den hatte ich die ganze Zeit auf und habe so meinen Körper vor allem geschützt, was mich evtl.fressen wollte....;-))))))). In Gedanken vertieft, nahmen wir diesmal zig Stufen nach unten und als ich wieder einen Step machen wollte, bewegte sich eine dünne Schlange auf der Stufe, wo ich hintreten wollte.....na ihr könnt euch sicherlich denken, wie ich den Regenwald zusammengeschrien habe und bin mehrere Stufen wie Rumpelstilzchen weggerannt. Daniela hat hinter mir einen Lachkrampf bekommen und meinte nur, och, die war doch süß, sie ist direkt ins Gestrüpp gehuscht:-())()(). Wäre vielleicht auch süß gewesen, aber das kam so überraschend für mich...ne, ne, ne. Dann kamen uns 3 Teens entgegen und ich meinte nur, wie lange ist es noch bis zum Parkplatz und der meinte lachend 45 Minuten. WAAAAAAAAAAAAAAASSSSS, Daniela ich werde hier sterben.... Panik kam ein wenig in mir hoch, da wir auch kaum noch was zum Trinken hatten und dann noch 45 Minuten, grausig. Es waren tatsächlich fast 45 Minuten bis zum Parkplatz und es war auch noch sehr anstrengend. Es war so schön für mich, als ich die Dächer von den Bussen sah, yippi wir sterben doch nicht!!!!!!!!

Wir hatten uns kurz gestärkt und sind dann zum Fahrer und ich dachte, es geht jetzt zum Primatencenter, ja Anke, absolut falsch gedacht. Da hält er auf nem kleinen Parkplatz und zeigt wieder auf eine Infotafel mit einer HÖHLE und ich weinte schon fast und sagte zu Daniela "mach ihm klar, dass ich hier nicht mehr aussteigen werde, ich will die Affen sehen".... Nööööö, nix da, wir sollten raus und lachend meinte er Cave, Cave.... Ich habe mir die Tafel angeschaut und da stand Cave 300 Meter! Hm, 300 Meter die schaffst du noch. Es waren aber wieder 300 Meter mit Stufen nach Oben, ich hätte fast geweint, so ein Sch....! Daniela nahm es mit Humor, sie war so nett und ist vorgelaufen und schrie dann von Oben runter, dass es wirklich nicht so weit ist. Die Höhle war dann noch größer als die wir schon gesehen hatten und Daniela ist tatsächlich mit zwei anderen Typen in die Höhle rein. Ich bin in der Zeit schon wieder zurück zum Auto, ich hatte keinen Bock mehr auf Regenwald! Als sie zum Auto kam, meinte sie nur, war das geil. Fledermäuse hingen da an der Wand, eine riesen fette Spinne und ein dicker Käfer waren dort und die Höhle hätte noch mehrere Zwischengänge gehabt! Hört sich ja toll an...smile!

So, jetzt wurde dem Fahrer aber deutlich gemacht, fahr uns zu den Monkeys!!!!! Das hatte er dann auch gemacht! Hier in dem Primatencenter sind Affen zu sehen, die vom Aussterben bedroht sind und sie versuchen sie auf einem speziellen Gelände auszuwildern. War schon interessant und das gleiche haben wir uns für Schildkröten angesehen. Als Souvenir gab es ein Affenshirt für mich :-))). Wir waren fix und fertig und hatten keine Lust mehr auf Informationen oder Trekking, nur noch nach Hause zum Hotel und lecker Essen gehen.

Ja und so geht dieser sehr, sehr anstrengende und aufregende Tag hier in Ninh Binh für uns langsam zu Ende.

Viele liebe Grüße von uns!!!!



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Antworten (1)

Gerhard
Nationalparks so bildhaft beschreiben kannst, bewundere ich..