Meine eigenen Postkarten!
Auf meinen Touren fotografiere ich ziemlich viel. Und weil ich über Postcrossing viele Karten schreibe (und bekomme), habe ich vor, von einigen Motiven meine eigenen Karten...

Veröffentlicht: 11.08.2023






















Mein heutiger Spaziergang, gemeinsam mit reiselustig, führte uns quer durch Kreuzberg von der Spree entlang des Luisenstädtischen Kanals bis zum Landwehrkanal in Höhe des Urbanhafens weiter über die Admiral-Brücke, weiter über Grimmstraße, Fontanepromenade zum Südstern und dann entlang der Bergmannstraße bis zum Mehringdamm.
(leider kann man bestimmte Routen zu Fuß nicht gut in Maps tracken - aber nun zeigt die Karte in etwa unseren Weg…)
Für mich eine bekannte Strecke, da es ungefähr meinem Arbeitsweg entspricht, den ich versuche 2x in der Woche über verschiedene Streckenführungen zu Fuß zurückzulegen. Allerdings kann man sich mitten in Berlin natürlich kaum einen schöneren Arbeitsweg vorstellen kann, der nahezu komplett durch Grünflächen und / oder wunderschöne Bebauung führt…
Der Luisenstädtische Kanal wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts als Verbindung zwischen Spree und Landwehrkanal / Urbanhafen angelegt. Dazwischen lag das Engelbecken mit einem kleinen Binnenhafen. Das Engelbecken ist heute noch mit Wasser gefüllt, der Rest des Kanals wurde in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts stillgelegt und später zum Teil mit Kriegsschutt aufgefüllt. Der komplette Kanal ist heute Grünfläche, zum Teil durch Straßen und U-Bahn-Viadukt unterbrochen.
Von der Köpenicker Straße aus sind wir zum Engelbecken gelaufen. Hier hat man einen tollen Blick auf die leider im Krieg in Teilen zerstörte Michaelkirche, die mit den Kriegsschäden erhalten wird.
Anhand der alten Postkarten kann man sich etwas besser die Geschichte des Kanals vorstellen
als nächstes passiert man im Kanal eine tolle blaue Brücke ohne Funktion, die sicherlich eher “neumodischer Kram” ist als Altbestand.
Dann kamen wir an einem sehr interessanten Gebäude vorbei - dem Elisabeth-Hof - und haben den Innenhof erkunde
Die Admiral-Brücke, oder wie reiselustig sie gestern spontan umbenannt hat, die “Kronkorkenbrücke”, ist eigentlich an Sommerabenden komplett bevölkert. Auf jedem Stein sitzen eigentlich 1 oder 2 Menschen und klönen und genießen den Feierabend. Die Brücke war gestern wirklich leer - bis auf die in den Teer zwischen den Pflasterstein eingetretenen Kronkorken (die ich aber nicht mit aufgenommen habe…). Letztes Jahr habe ich eines Morgens einen ganzen Stapel aus dem Landwehrkanal gefischter Fahrräder entdeckt. Gestern gab es nur dieses eine Stillleben am Fuße der Admiral-Brücke.
