Unverhofftes Wiedersehen
Durch eine Aneinanderreihung von Zufällen erfuhr ich, dass mein alter Kumpel Daniele für 4 Tage in Mailand war. Kennen lernten wir uns vor 5 Jahren in einem Surfcamp in...

Veröffentlicht: 04.10.2021
Wir sind an den Lago Maggiore umgezogen. In einem Campingplatz neben der Stadt Arona. (Oder auch Andorra von mir genannt)
Hier trafen wir auf Papas Freund Sascha und seine liebe Iris.
Meine Geschichte von heute passierte an einem harmlosen Tag. Die Hornungs waren auf dem Weg zu einer kleinen Wanderung auf der wir uns nur ganz wenig oft verlauft haben.
Und auf dem Weg dorthin im Auto passierte es. Nach einer Kurve vor uns überholte ein Audi ein blaues Auto. Alle Linien durchgezogen, Kurve schlecht einsehbar aber gib ruhig Gas. Nun wollte das blaue Auto nach der Kurve jedoch abbiegen. Gerade als der Audi auf der Höhe des anderen Autos war zog dieser nach dem Blinken nach links. Volle Kanne in die Beifahrertür rein. Riesen Krach, quitschende Bremsen, wir sofort voller Aufregung . Den Audi dreht es um 180 Grad und haut es fast in die nächste Mauer. Wir Warnblink an, ich angeschnallt, Handy gezückt und bereit Erste Hilfe zu leisten.
Ich schau zum blauen Auto und was macht das? Das fährt einfach Weg.
Ich versuchte direkt das Nummernschild zu entziffen, damit ich es dann der Polizei nennen könnte.
Danach drehte ich mich wieder nach vorne und was machte der gerammte Audi.
Umdrehen und schnell wegfahren.
Wir waren völlig schockiert!!!! Schneller als wir etwas sagen konnten waren beide Autos weg und wir blieben völlig schockiert zurück.
So machten wir uns weiter auf den Weg zur Wanderung aber der Schock saß uns in den Knochen.
Danach kam die nächste Story 😅
Nach der langen Wanderung beschlossen wir essen zu gehen. Also suchte ich auf Google Restaurants die auf unserem Weg lagen und stieß auf ein kleines Restaurant in den Bergen. Das war doch sicher was für uns.
Also lenkte ich Papa in ein kleines Bergdorf. Was Google mir nicht verraten hatte, dass die Straßen mini-mini klein und eng waren. Begleitet von ständigen "uuuuhhhh" und "aufgepasst" schlängelte sich Papa durch die Gassen.
Als wir am "Ziel" ankamen, war da nicht wirklich ein Restaurant zu erkennen...
Also forderte Papa mich auf aufzusteigen und die Lage zu checken. Selbstbewusst ging ich auf eine Tür zu und rüttelte an einer Tür, die sich öffnen ließ. Freudig trat ich in den dämmrigen Raum und hörte eine Stimme "Hallo" rufen. Ok, jetzt gilt es und ich trat mit einem "Ciao" in den Hinterhof. Wild gestikulierend versuchte ich zu erklären, dass ich auf der suche nach "mangiare" bin. Ich reite irgendwelche spanischen und halb-italenische Wörter verzweifelt aneinander, in der Hoffnung nicht wegen Hausfriedensbruch festgenommen zu werden. Die ältere Dame die mir gegenüber saß ließ nicht babbeln und sage dann völlig lässig "mit mir kannst du auch deutsch sprechen " 😲🙈
Wie sich herausstellte ist sie gebürtige Deutsche und betreibt saß Restaurant, das jedoch gerade renoviert wird und deshalb geschlossen ist. Woher ich den angereist sei und wohin ich ginge war ihre frage. Mitleidig hörte sich raus, wie hungrig ich war und erbarmte sich meiner. "Na dann hol mal deine Eltern rein, dich lass ich so hungrig nicht vor der Tür stehen" und schon saßen wir am Tisch und bekamen endlich Spaghetti 💛
Wie schön, dass es noch so herzliche Menschen gibt und so unerwartete Begegnungen mein Sabbatjahr unvergesslich machen.
