zahnisUganda9/2023
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2. Tag ( Manda )

Veröffentlicht: 10.03.2020

Heute war ein sehr anstrengender Tag.

Heute morgen haben wir als erstes bei Manda nochmal ein Mundhygienedemonstration mit gemeinsamen Zähneputzen durchgeführt. Die Kinder hatten sehr viel Spaß und haben gut mitgearbeitet wie man auf den Fotos sehen kann.

( Einige von uns leiden leider immer noch an Magen- Darm Problemen, so daß wir die ersten Stunden nur zu viert waren.)

Dann haben wir wieder viele Kinder und Jugendliche  behandelt. Leider ist der Zahnstatus meistens miserabel. Sie haben viele stark zerstört Zähne die meistens extrahiert werden müssen, da die Karies schon weit fortgeschritten ist und der Zahn schmerzt.

Dabei zeigen sie meist schon auf den „ Übeltäter „.

Da die meisten Kinder kein Französisch können ( und von uns nur einer wirklich gut ), haben wir an den Wänden große Zettel mit den notwendigen Worten auf Madagassisch geschrieben. So können wir uns ein wenig verständlich machen. Außerdem ist ein Übersetzer ( Betreuungsperson ) meist dabei, die aber auch nur französisch oder höchstens ein paar Brocken Englisch versteht.

Die Kinder kommen alle freiwillig und warten vor der Türe geduldig.

Gerade die Behandlung von kleinen Kindern ist sehr anstrengend.

Man merkt ihnen fehlt ein stabiles soziales Umfeld, was das Durchstehen einer Zahnbehandlung erleichtert. Ist die Betäubung ( Spritze) einmal gemacht geht es meistens besser. 

Zur Belohnung dürfen sie sich dann etwas aus unserem Spielzeugspendenkoffer aussuchen.

Da wir nur eine kleine mobile Einheit haben ( made in China ) und die Absaugung schlecht ist, sind Füllungen besonders schwierig zu machen.

Erschwerend ist die im Tagesverlauf immer mehr ansteigende Temperatur im Behandlungsraum. Ich habe lange nicht mehr so geschwitzt. Wenn man Mundschutz, doppelte Handschuhe, Schutzbrille und Stirnlampe trägt wird einem ganz schön warm. 

Der Schweiß läuft einem nur noch den Rücken runter.:-)

Mittags essen wir mit den Angestellten von Manda ( Köchin, Reinigungskraft, Betreuern an einem Tisch einfache madagassische Küche wie z. B. Reis mit Gemüse und Fleischbällchen, Nudeln mit Ei Gemüse und Fischsoße.Dazu gibt es Reiswasser zu trinken.

Zum Glück habe ich noch keine Magen- Darm - Probleme. Ich esse aber auch sehr vorsichtig, d.h. nicht alles und nur gekochte oder gebratene Speisen und viel Banane. Hier gibt es Banane zum Frühstück, Mittag essen und manchmal auch zum Abendessen( flambiert ).

Leider gab es im Hostel heute kein bzw. nur tropfenweise Wasser und das war auch noch kalt. Ein Eimer zum Schöpfen steht jetzt in der Dusche bereit.

Das Hostel hat eine nette Terrasse, auf der man nach getaner Arbeit kurz entspannen kann , bevor es dann schon bald schnell dunkel wird.

Heute hatten wir noch extra Stress, da wir für die nächste Unterkunft alle bar bezahlen müssen incl. Transport und Essen ( für 2 Wochen).

Bankautomaten sind hier leider nicht in der Nähe. Außerdem will man mit 1600000 Ariary ( 400 Euro )  nicht wirklich auf  den belebten Straßen in der Dämmerung unterwegs sein. Deshalb haben wir - vom Hostel organisiert - uns ein Taxi  ( alte Ente ) genommen zum nächsten Bankautomat.

Dort mussten wir dann in mehreren Tranchen Geld abheben und haben den Bankautomat geplündert.

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Antworten (1)

Dagmar
Liebe Ellis , ein Wahnsinn was ihr da leistet. Ich ziehe immer wieder den Hut vor euch.super Mega. Bleibt gesund, passt gut auf euch auf. Ganz liebe Grüße Dagmar 😄👍😷