Das Wetter hatte keine
Sonne für uns vorgesehen, trotzdem eine neue Strecke
ausprobiert. Über Schlechtnau und Geschwend wollten wir nach Präg,
um den dortigen Gletscherkessel zu sehen. In Todtnau gestartet,
oberhalb des Ortes wieder hinuntergegangen um nach Schlechtnau zu
kommen. War ein angenehmer Weg, wir trafen zwei Boule-Spieler,
sahen einige Kühe, hörten immer wieder kleine Wasserläufe, die
von den Hängen herab tropften und in die Wiese (der hiesige Fluß) flossen.
Schlechtnau konnten wir auf der anderen Seite des Tals ausmachen, bis
Geschwend war es dann nicht mehr weit.
Die Strecke nach Präg
ging im Dorf leicht aber stetig bergan. Schulkinder hatten Pause und
winkten uns fröhlich zu. Das motivierte natürlich, im Gegensatz zum Blick nach oben: Dort sammelten
sich dunkle Wolken am oberen Waldrand, die immer tiefer sanken. Zu ungemütlich, um noch fünf Kilometer weiter zu wandern. Also drehten wir
dem Wald den Rücken zu, und stiegen in den nächsten Bus nach zurück nach Todtnau. Geschwind beim
Bäcker sehr leckeren Käsekuchen gekauft und eine Pause in der Ferienwohnung gemacht.
Der Gletscherkessel Präg ist mit seinen drei kleinen Gletscherseen ein einzigartiges
Naturhighlight mitten in der Bergwelt Todtnau und ist zurecht auch
als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Während der Würm-Kaltzeit vor
115.000-10.000 Jahren stießen hier (für Mittelgebirge einmalig)
insgesamt sechs Gletscher zusammen und formten eine einzigartige
Landschaft. Heute zeugen an den Gletscherseen mehrere Geröllhalden
und große Findlinge von den ehemaligen Gletschern. Die Naturseen können bei langen Wärmeperioden auch mal austrocknen. Der
zweite sowie der dritte See waren ebenfalls ohne Wasser. Also wieder
zurück. Immerhin konnten wir diese riesige Geröllhalde bewundern.
Sehenswert ist das Gebiet auf jeden Fall. Nebenbei erfuhren wir, wie
gut der Busverkehr organisiert ist, und genossen den Blick auf den
Hang gegenüber, über dem sich inzwischen wieder Wolkenlücken mit
blauem Himmel zeigten.
Bis
bald!
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