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Schwarzwald

Veröffentlicht: 09.10.2025

Gletscherkessel Präg

Das Wetter hatte keine Sonne für uns vorgesehen, trotzdem eine neue Strecke ausprobiert. Über Schlechtnau und Geschwend wollten wir nach Präg, um den dortigen Gletscherkessel zu sehen.
In Todtnau gestartet, oberhalb des Ortes wieder hinuntergegangen um nach Schlechtnau zu kommen. War ein angenehmer Weg, wir trafen zwei Boule-Spieler, sahen einige Kühe, hörten immer wieder kleine Wasserläufe, die von den Hängen  herab tropften und in die Wiese (der hiesige Fluß) flossen. Schlechtnau konnten wir auf der anderen Seite des Tals ausmachen, bis Geschwend war es dann nicht mehr weit.

Die Strecke nach Präg ging im Dorf leicht aber stetig bergan. Schulkinder hatten Pause und winkten uns fröhlich zu. Das motivierte natürlich, im Gegensatz zum Blick nach oben: Dort sammelten sich dunkle Wolken am oberen Waldrand, die immer tiefer sanken. Zu ungemütlich, um noch fünf Kilometer weiter zu wandern. Also drehten wir dem Wald den Rücken zu, und stiegen in den nächsten Bus nach zurück nach Todtnau. Geschwind beim Bäcker sehr leckeren Käsekuchen gekauft und eine Pause in der Ferienwohnung gemacht.

Der Gletscherkessel Präg ist mit seinen drei kleinen Gletscherseen ein einzigartiges Naturhighlight mitten in der Bergwelt Todtnau und ist zurecht auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Während der Würm-Kaltzeit vor 115.000-10.000 Jahren stießen hier (für Mittelgebirge einmalig) insgesamt sechs Gletscher zusammen und formten eine einzigartige Landschaft. Heute zeugen an den Gletscherseen mehrere Geröllhalden und große Findlinge von den ehemaligen Gletschern. Die Naturseen können bei langen Wärmeperioden auch mal austrocknen.
Der zweite sowie der dritte See waren ebenfalls ohne Wasser. Also wieder zurück. Immerhin konnten wir diese riesige Geröllhalde bewundern. Sehenswert ist das Gebiet auf jeden Fall. Nebenbei erfuhren wir, wie gut der Busverkehr organisiert ist, und genossen den Blick auf den Hang gegenüber, über dem sich inzwischen wieder Wolkenlücken mit blauem Himmel zeigten.

Bis bald!

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