Südschweden-Tour - Tag 20
Heute sind wir nach dem Frühstück nochmal mit der U-Bahn nach Stockholm rein gefahren. Wir wollten es nicht versäumen uns die Vasa anzuschauen.
Die Vasa war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität.
Der Bau der Vasa war für
Schweden damals auch ein Prestigeprojekt. Sie war mit 64 Kanonen bestückt.
Der Meeresarchäologe Anders Franzén suchte die Vasa seit 1951, indem er auf einem Boot die Stockholmer Bucht durchkreuzte und systematisch ein Handlot herabließ. Am 25. August 1956 fand er in der Lotbohrung Holz.
Der Taucher Per Edvin Fälting bestätigte, dass es sich bei dem Fund um das gesuchte Schiff handelte. Das Schiff war erstaunlich gut erhalten, was auch daran lag, dass der sogenannte Schiffsbohrwurm, der sonst alle Holzgegenstände in kürzester Zeit zerstört, aufgrund des niedrigen Salzgehaltes in diesem Teil der Ostsee nicht vorkommt.
Aber erst 1961 gelang dann die vollständige Hebung der Vasa.
Heute ist die Vasa das am besten erhaltene Schiff des 17. Jahrhunderts und in Stockholm in einem eigens dafür errichteten Museum zu bewundern.
Dieser einzigartige Kulturschatz umfasst 98 Prozent der Originalteile, darunter Hunderte kunstvoll geschnitzter Holzskulpturen.
Das Vasa-Museum beherbergt neben dem Schiff auch verschiedene Ausstellungen zur kurzen, aber dennoch umfangreichen Geschichte der Vasa.
Es war schon sehr beeindruckend dieses Schiff zu erleben.
Auf unserem Rückweg kamen wir noch an der 1903 erbauten Oscarskyrkan vorbei. Sie ist eine der bedeutendsten Kirchen in Stockholm. Die dreischiffige Hallenkirche hat einen 80 Meter hohen Turm im südwestlichen Teil des Gebäudes.
Die Hauptorgel der Kirche gilt als eine der bedeutendsten des Landes und hat auch im Ausland Beachtung gefunden.
Außerdem kamen wir auf unserem Hin- sowie auch Rückweg noch an einigen schönen Stellen vorbei.
Morgen verlassen wir Stockholm und werden uns wieder in ruhigere Gegenden begeben.