Deuxieme jour
Tschüss, Namur es war schön bei dir. Unser Fazit: eine unprätentiöse Stadt mit freundlichen Menschen, die sich sogar bemühen, auf Deutsch mit uns zu sprechen.


Veröffentlicht: 21.07.2025
So, jetzt geht es los. Wir haben uns in Wiesbaden am Bahnhof getroffen, vollgetankt und voller Pläne starten wir unsere Reise Richtung Bretagne. Wir haben 7 Tage Zeit und wollen einiges sehen. Zuerst fahren wir nach Namur in Belgien. Das war eine Empfehlung eines Freundes.
Warst du schon einmal in Belgien?
Ja, ein Mal. Da war ich 15 Jahre alt. Mein Bruder besuchte einen belgischen Freund und er hat mich mitgenommen. Ich kann mich an zwei Sachen erinnern: Belgien war sehr flach und die Bierkarte in der Kneipe war sehr sehr lang. Jetzt bin ich schon neugierig, ob es mehr gibt ausser Flachland und Bier.
Es gibt auf jeden Fall dort Moules frites, das sind Muscheln mit Pommes. Die kennt glaube ich jede Touristin. Ich war auch Mal in Belgien, in Gent. Ich war mit der Fraktion der Grünen dort. Die haben da eine Fußgängerzone und eine spezielle Belieferung auf der letzten Meile mit kleinen Elektrofahrzeugen. Und es gibt ein Freiluftklavier unter einem Baldachin. Gent hat mir gut gefallen.
Wir fahren jetzt durchs Ahrtal.
Carola, weißt du eigentlich wie lange wir uns kennen?
Lass mich mal überlegen. Seit 1975.
Ja, das sind jetzt 50 Jahre. Du warst da wahrscheinlich sechs und ich war elf. Wir haben 50-jähriges, das ist der Hammer. Und dann machen wir tatsächlich zu unserem 50-jährigen diese Reise, sehr gut.
Jetzt sind wir in Namur angekommen. Das Hotel Mademoiselle Citadelle ist sehr schön, es liegt in den Mauern der Zitadelle. EIne Zahnärztin und ihr Mann führen das Hotel. Der Mann ist sehr sehr nett und hat uns alles erklärt, auf der Karte gezeigt, wie wir alle Sehenswürdigkeiten erreichen können. Nur seine Empfehlung einer Frittenbude haben nicht gefunden.
Über Namur steht eine beeindruckende Zitadelle. Namur hat viel Potential, ein touristisches Highlight zu sein. Die Anlage der Stadt ist sehr schön. Die alten Straßen und Häuser sind erhalten und werden durch ganz interessante Neubauten ergänzt. Namur ist nicht herausgeputzt, es gibt Verfall aber auch ganz hübsche Läden und Gebäude. Richtung Bahnhof wird es noch etwas ärmer.
Jetzt sitzen im Lloyd Coffee, weil alle Frittenbuden, die wir online empfohlen bekommen hatten, dauerhaft oder montags geschlossen sind.
Wir sitzen jetzt hier auf der Zitadelle. Die Sonne scheint und es ist sehr sehr warm. Carola hat festgestellt, dass das Googeln sehr sehr viel Strom zieht und so haben wir beschlossen, morgen die Fahrt nur mit Landkarte fortzusetzen. Heute sind wir erst mal in Namur und da fließen ja die Maas und die Sambre zusammen und da gibt es ein Restaurant. Da gehen wir hin.
Also hier kann man dann beide Flüsse sozusagen von der Terrasse aus sehen. Wir trinken ein Bier und genießen noch den Abend. Dann gehen wir wieder in die Altstadt und hier gibt’s gerade ein Nationalfest, aber das war nicht so attraktiv, denn sehr viel laute Musik. Doch wir finden noch einen Imbiss und essen Frites. Auf unserer Dachterrasse, im Rücken die Zitadelle und mit Blick über die Dächer, beenden wir den ersten Reisetag.
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