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heeeeey. ab in den norden

Veröffentlicht: 16.08.2019

die letzte zeit habe ich den norden frankreichs erkundet. 

erst ging es zum pilgern, in die normandie, mit einer jugendgruppe aus meiner heimatgemeinde in leinefelde. dort waren wir auf den spuren der heiligen maria magdalena postel unterwegs. außerhalb dessen, haben wir uns auch einen tag mit dem d-day beschäftigt, der in der normandie groß gefeiert wird. an den orten der heiligen s.m.m.p, wo noch ordensschwestern wohnen, wurden wir immer sehr herzlich aufgenommen, trotz dass wir wenig französisch sprachen und die meisten schwestern ja auch kein englisch können. 


nach diesen interessanten tagen in der normandie ging es für mich weiter in den nördlichsten zipfel des landes und an den nächsten kriegshistorischen ort, nämlich nach dünkirchen. da dünkirchen von der stadt her für mich nicht so viel zu bieten hatte, ging es noch für einige stunden nach bergues, was nicht weit weg war. 
in bergues ist immernoch der wohnanteil der stadt von der, gut erhaltenen, stadtbefestigungsanlage umgeben. ich glaube, durch die lage neben dünkirchen, ist bergues im krieg ziemlich verschont von bomben geblieben. 


abends dann ging es wieder nach dünkirchen, wo ich wohl die meiste zeit mit schlendern am strand verbracht hatte. an sich gibt es dort leider nicht mehr viel vom alten stadtkern, sicherlich aufgrund der geschichte im zweiten wk. dafür ist der strand mit promenade echt mega lang. 


zum wochenende ging es dann in die "europametropole" lille. dort hatte ich dann endlich wieder einen couchsurfing host gefunden. was ich nicht wusste, dass wir teilweise zu sechst in einem zimmer schlafen werden. im endeffekt eigentlich gar nicht so schlimm, weil man auch einfach viele neue menschen kennenlernen durfte. so z. b. brasilianer, portugiesen, franzosen, ukrainer... schon toll so eine große gemeinschaft. uns wurde so einiges in der stadt gezeigt, was ich so wahrscheinlich nicht gefunden hätte. es wurde auch einfach alles mitgemacht, vom lego bauen in einer kinderecke eines museum's, bis hin zu einer achterbahnfahrt für kinder. abends ging es noch in eine vintage bar wo viel 70er und 80er musik gespielt wurde. 


nachdem die nacht danach nicht unbedingt viel geschlafen wurde, ging es auch schon weiter nach reims. dort wird im sommer an die fassade der kathedrale eine spektakuläre lichtshow geworfen. die show hat im hintergrund immer die geschichte der kathedrale dargestellt, wo die meisten könige frankreichs gekrönt wurden. allein schon dafür hat es sich gelohnt, die stadt besucht zu haben. 


beeindruckt von diesem abend ging es am nächsten tag schon nach metz weiter. meine unterkunft dort habe ich bei meinem couchsurfing in lille gefunden. geschlafen habe ich dort in einer wohngemeinschaft im gemeinsamen wohnzimmer. metz wird im norden auch die gelbe stadt genannt, da viele häuser in der innenstadt und sogar die kathedrale aus einem gelblichem gestein erbaut wurden. schon sehr speziell, durch eine "gelbe stadt" zu schlendern, da man ja so gelbliche fassaden eher weniger gewöhnt ist. durch die wohngemeinschaft hat man drumherum auch abends nochmal neue leute aus der stadt kennengelernt. teilweise kann man dort sogar mit deutsch ganz gut rumkommen, da viele in saarbrüclen arbeiten, was mit dem auto ungefähr 45min entfernt ist. 


nach diesen zwei nächten in metz ging es eine stunde richtung süden, nach nancy. dort war ich ganz froh wieder allein unterwegs zu sein, denn die beiden tage mit vielen neuen menschen in metz und kaum englisch, haben mich echt mitgenommen. was scheinbar in der gegend ziemlich normal im sommer ist, dass es überall diese lichtshows gibt. in metz wird auch die kathedrale angestrahlt, dort habe ich den spaß nur um einen tag verpasst. in nancy wird der zentrale place stanislas mit oper, rathaus etc., auch nachts mit einer show bestückt. die stadt an sich ist vergleichsweise eher kleiner für mich, aber trotzdem auch echt schön, erst recht der zentrale platz. die show am abend war auch echt cool gemacht, da auch die häuser links und rechts am platz mit einbezogen werden und man das gefühl hatte, in einem großen raum zu stehen. 


vor 2 tagen dann, ging es wieder weiter/zurück zu meinem ersten host philippe im burgund, wo janka (die deutsche wwooferin, mit der ich im januar hier gelebt habe) und ich ein paar tage auf den grund und boden hier aufpassen dürfen. eigentlich ganz cool diesen ort auch mal im sommer zu sehen, und nicht nur wenn es immer grau und kalt ist. 
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