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Matara - Wetterpech, keine Wale, aber Salties (Salzwasserkrokodile)

Veröffentlicht: 05.03.2025

Der nächste Streckenabschnitt war sehr schnell geschafft, von Tangalle nach Matara sind es nur ca. 50 Kilometer. Da kann man schon mal ne Sehenwürdigkeit einschieben. In diesem Fall war es der Leuchtturm von Dondra. Nun, es ist ein Turm. Drum herum ist nix. Aber gesehen. Matara ist eine relativ große Stadt, 50000 Einwohner. Der Verkehr echt die Hölle, der wird uns in den nächsten Tagen noch wirklich Nerven kosten.
Das Ankommen war dennoch schön, unsere Unterkunft liegt an einer kleinen Bucht, wir haben sehr viel Platz und keiner nervt uns.
Leider macht uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch unsere Pläne. Wir wollten hier vor allem wegen der Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten hin, doch der Himmel zieht zu und es regnet und regnet. Unter Wasser Sichtweiten fürs Tauchen von gut gemeinten fünf Metern. Das sparen wir uns.
Wir brauchen ein bisschen um uns neu zu sortieren, sind doch ziemlich enttäuscht. Bei Regen sieht halt alles doof aus, der Ort ist ziemlich verbaut, die Klamotten werden nicht mehr trocken durch die wahnsinnige Luftfeuchtigkeit. Alles doof.
Da hilft nur die Flucht nach vorn und einfach Sachen anschauen.
Als erstes erkunden wir Galle, eine erst portugiesische, dann holländische, dann englische Festungsstadt, deren Altstadt wirklich gut erhalten und Weltkulturerbe ist. Alte Gebäude und Straßen gemischt mit ein bisschen Shopping und einer Menge Restaurants und Cafes, wirklich sehr schön.
Dann eine Krokodiltour auf dem Nilwalariver, dem Hausfluss von Matara. Hier gibt es Salzwasserkrokodile, die bis zu fünf Meter lang werden können und die hin und wieder mal einen armen Anwohner schnappen. Spannend und makaber, am Vortag wurde 20 km flussaufwärts noch ein menschliches Bein gefunden. Sascha hat noch die Angel in den Fluss gehalten. Direkt ein großer Fisch, alles abgerissen, Blinker weg und den Fisch nicht mal gesehen.
Als nächstes war unser Mittel der Wahl um dem Regen zu trotzen eine Waltour. Vielleicht nicht ganz zu Ende gedacht. Weil schlechtes Wetter bedeutet auch ne Menge Wellen. Also Wale haben wir nicht gesehen, dafür kotzende Touristen und ein paar Delfine. Tja, mitgemacht. Ziemlich teuer dafür. 50 Dollar für jeden für nen ziemlich flauen Magen nach 7,5 Stunden auf diesem Boot.
Regen, Regen, Regen, Moral am Boden. Abends waten wir durch riesige Pfützen, Schlamm, Schlamm, Schlamm. Moskitos freuen sich. Klamotten klamm bis nass. Ätzend.
Als der Regen endlich nachlässt fahren wir zu Stränden, die ein bisschen östlich von Matara liegen. Endlich wieder ein bisschen Urlaubsgefühl. Nach fast zwei Wochen suchen wir einen Kaffee, nicht ganz einfach, aber nachdem wir den Strand dann doch hoch und runter gelaufen sind, finden wir einen. Glück ist wirklich manchmal ganz klein. Den Kaffee (gibt es hier selten gut und wir haben ausnahmsweise mal einen guten gefunden) finden wir an einem Hipster/ Surferbeach (Hiriketiya). Mmh, den Flair muss man mögen. Also schwimmen ist eher unangebracht, bei den ganzen Brettern.
Aber es gibt einen Strand (Dickwella Beach) den Berg rauf und wieder runter und plötzlich ist das Herz wieder leicht,das Wasser ist ganz sprudelig und ab und zu lässt sich sogar die Sonne blicken. Die letzen zwei Tage verbringen wir tagsüber hier, auch wenn der Weg hierhin echt ein Nervenkrieg ist, die Leute spinnen hier im Verkehr. Man denkt, schlimmer geht nicht, ach was, von irgendwo kommen noch zwei Mopeds oder so und zusätzlich mal wieder ein Bus auf deiner Spur, der uns zum Ausweichen zwingt. Es ist wirklich fast angsteinflößend. Am letzten Tag machen wir morgen noch eine Angeltour auf dem Nilwalariver, Sascha war angefixt vom Biss bei der Krokodiltour. 2 Stunden auf dem Fluss, kein Fisch, dafür wieder tolle Begegnungen mit den Salties!

Trotzdem ist der Abschiedsschmerz da, als unser Tuktuk plötzlich ohne uns wegfährt. Wir haben die Abholung in Matara gebucht. Rocket werden wir niemals vergessen. Wir sind begeistert von der Art zu Reisen, man spart sich die ganze Transportmafia, kann los, wann man möchte und kann all seinen Kram mitnehmen. Es ist wirklich toll. Wir wollen ein Tuktuk in Deutschland!!!!

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