Adelaide
Um 11:00 sind wir mit dem Ghan in Adelaide angekommen. Im Bahnhof musste der Zug zuerst halbiert werden, um ihn an zwei Perrons ankommen zu lassen, da sie kein Perron mit 780 m...


Veröffentlicht: 21.05.2025







































































Wir hatten kein Frühstück im Hotel, sondern sind in eine sehr gut bewertete Bäckerei mit ein paar Tischchen gelaufen. Dort gab es feinen Capuccino und 1A-Pâtisserie und Gipfeli.
Wir haben dann das Tram genommen und sind zu ein paar weiteren Sehenswürdigkeiten gefahren. Das erste war der Hauptbahnhof. Er ist heute zur Hauptsache ein Gebäude für Restaurants, Büros und ein Spielcasino. Unter dem Bahnhof liegen die Metrolinien, die hier vorbeikommen.
Daneben hat es ein Musical-Theater, das gerade Beauty and the Beast spielt. Wir sind noch an zwei anderen Theaterhäusern vorbeigelaufen. Bei denen hat es im Parterre auch Restaurants und Läden. Der Theatereingang und die Schilder bestehen noch, aber ein Programm haben wir nicht gesehen. Was hingegen zu florieren scheint, ist das Gesundheitswesen. Es ist der grösste Wirtschaftszweig der Stadt. Es hat auch überall Spitäler, medizinische Praxen usw. Die meiste Werbung ist auch für das Gesundheitswesen und Versicherungen.
Danach sind wir zum Victoria Square. Dort haben wir uns zuerst die "Adelaide Cathedral Parish" angesehen. Diese katholische, neoghotische Kirche wurde 1858 eingeweiht und ist die sehenswerteste Kirche in Adelaide. Sie wurde verschiedentlich erweitert und erlitt beim Erdbeben von 1954 grosse Schäden. Kurz gesagt, sie ist eigentlich nichts Besonderes.
Danach sind wir zum Zentralmarkt. Dieser war eine echte Überraschung. Es ist eigentlich ein Markt, wie man ihn eher aus dem globalen Süden kennt. Es wird fast jedes erdenkliche, grossmehrheitlich frische Lebensmittel verkauft. Vieles ist Bio oder sonst wie speziell. Es gibt nicht hunderte sondern tausende Käsesorten. Witzig sind die Herkunftsbeschreibungen. Etwas ist entweder aus Australien bzw. aus einem Ort oder einer Region in Australien, oder es ist "not australia". Also Swiss Cheese ist "not australia". Es zeigt, wie wichtig den Aussies "lokale" Produkte sind.
Im Anschluss haben wir die State Library of South Australia besucht. Sie hat unter anderem einen alten Lesesaal, eine Ausstallung von historischen Dokumenten und temporäre Ausstellung. Die temporäre Ausstellung hatte die australische Automarke Holden zum Thema. Diese Sachen sind immer interessant, sie geben einen guten Einblick in die jüngere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Besonders witzig war ein Konzept-Auto von 1969, das schon eine Rückfahrkamera hatte. In der Bibliothek haben wir uns noch den alten Lesesaal und die historischen Dokumente angesehen.
Die Art Gallery of South Australia hat sehr viele originale Artefakte der First People von Australien. Was uns immer gefallen hat, sind die Muster. Sie sind nicht nur schön, sie geben oft ein Gefühl wieder, als wäre man wieder im entsprechenden Stammesgebiet, das wir besucht hatten.
Dann waren wir langsam müde und sind ins Hotel um uns zu erholen. Jetzt werden wir wieder ein schönes Restaurant für das Nachtessen suchen.
Adelaide hat uns sehr gut gefallen. Die Stadt ist grosszügig gestaltet und sehr lebendig. Sie hat einiges an guter älterer und moderner Architektur, hat viele Grünflächen und ein paar Sehenswürdigkeiten. Witzig ist, dass man bei der Frage, was man in Adelaide tun könnte, von den Lokalen alles Empfehlungen für etwas ausserhalb der Stadt bekommt. Sei es das Meer, sei es die nahen Weinberge oder ein von Deutschen geprägter Ort. Wir werden uns das aber noch vor Ort ansehen.
