storiesfromthepaths
storiesfromthepaths
vakantio.de/storiesfromthepaths
Zuletzt in Kroatien

Schloss-Hopping in Schweden

Veröffentlicht: 17.09.2025

Unterkunft
kleiner Platz in der Gemeinde Knivsta
1 Nacht · Frei­camping · Knivsta
Attraktion
Schloss Skokloster
Skokloster, Schweden
Attraktion
Schloss Drottningholm
Drottningholm, Schweden
Attraktion
Chinesisches Schlösschen
Drottningholm, Schweden
Fahrt
Knivsta → … → Stockholm
2h

Die Nacht haben wir auf einem kleinen Platz in der Gemeinde Knivsta verbracht. Umsäumt von Feldern und herbstlich bunten Bäumen liegt er am Rande des Dorfes, ganz still. Auf dem Platz stehen drei von den typischen kleinen roten Holzhäusern, davor ein alter Birnenbaum, der unermüdlich seine reifen Früchte auf den Boden plumpsen lässt. Am frühen Morgen prasselt noch einmal heftiger Regen aufs Dach, sodass wir erst später aufbrechen. Heute steht für uns ein kleines Schloss-Hopping auf dem Programm.


Erster Halt: Schloss Skokloster.

So weit entfernt liegt es gar nicht, doch wie es sich für ein Schloss gehört, thront es auf einer kleinen Halbinsel am Mälarsee – halb abgeschieden, halb erhaben. Die Fahrt dorthin führt uns über schmale Straßen, bis wir nach einer knappen Stunde den Parkplatz erreichen. In der Schlosskirche findet gerade ein Gottesdienst statt, und wir setzen uns für ein paar Minuten auf eine Bank in der Sonne, lauschen der Musik und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Ein stiller, fast magischer Moment.


Im Schloss selbst holen wir unsere Tickets und beginnen die Erkundung. Die Ausstellung zeigt das berühmte Gemälde von Giuseppe Arcimboldo, ein Porträt aus Früchten, Gemüse und Blumen zusammengesetzt – schräg, humorvoll und ein bisschen gruselig, findet Frank. Noch mehr beeindrucken uns jedoch die Räume selbst: der aufwendige Stuck, schwere Kamine und kunstvolle Deckenmalereien, die fast vollständig aus dem 17. Jahrhundert erhalten sind. Man spürt förmlich, wie die Zeit hier stillgestanden hat. Für einen Sonntag ist es erstaunlich ruhig, wir schlendern ohne Eile durch die Gänge, bis wir schließlich wieder hinaus in den Schlosspark treten. Dort liegt, ein wenig versteckt, ein kleiner Spielplatz. Da müssen wir hin. 


Nach einem Spaziergang um das Schloss fahren wir weiter in Richtung Stockholm. Doch bevor wir in die Hauptstadt rollen, wartet noch ein zweites Highlight: Schloss Drottningholm. Es liegt auf einer Insel im Mälarsee und ist heute der private Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie – ein barockes Juwel, dessen prächtige Gartenanlagen zum Weltkulturerbe zählen. Nach einem Stück Kuchen und Kaffee machen wir uns auf, die Anlage zu erkunden.


Stundenlang spazieren wir durch die geometrisch angelegten Gärten, vorbei an Alleen, Teichen und kunstvoll geschnittenen Hecken. Hinter dem Schloss liegt das Chinesische Schlösschen, ein verspielter Pavillon aus dem 18. Jahrhundert. Das Wetter meint es gut mit uns, die Sonne blitzt durch die Wolken, und wir verbringen den gesamten Nachmittag auf dem weitläufigen Gelände, das Geschichte, Eleganz und Natur so schön vereint.



Castle Hopping in Sweden


We spent the night on a small campsite in the municipality of Knivsta. Surrounded by fields and autumn-colored trees, it sits quietly on the edge of the village. Three of the typical little red houses stand on the site, and in front of them an old pear tree keeps dropping its ripe fruit onto the ground. In the early morning, heavy rain drums on the roof once again, so we set off a little later than planned. Today’s plan: a bit of castle-hopping.


First stop: Skokloster Castle.


It isn’t very far, but as befits a castle, it stands proudly on its own little peninsula in Lake Mälaren – half secluded, half commanding. The drive takes us down narrow country roads, and after about an hour we reach the parking lot. As we arrive, the sound of music drifts out of the castle church, where a service is underway. We sit for a few minutes on a bench in the sunshine, listening, soaking in the atmosphere. A quiet, almost magical moment.


Inside the castle, we collect our tickets and begin to explore. The exhibition features the famous painting by Giuseppe Arcimboldo, a portrait made entirely of fruits, vegetables, and flowers – strange, humorous, and, as Frank puts it, “a little creepy.”


But what impresses us most are the rooms themselves: elaborate stucco, heavy fireplaces, and ornate ceiling paintings, almost perfectly preserved from the 17th century. It feels as though time has stood still here. For a Sunday it is surprisingly quiet, and we stroll leisurely through the halls until we finally step back outside into the castle park. There, tucked away, we find a small playground. Of course, we have to check it out.


After a walk around the castle grounds, we continue on toward Stockholm.


But before we roll into the capital, there is another highlight: Drottningholm Palace. Situated on an island in Lake Mälaren, it is the private residence of the Swedish royal family – a baroque jewel whose magnificent gardens are listed as a UNESCO World Heritage Site. After a slice of cake and a cup of coffee, we set off to explore the grounds.


We wander for hours through the perfectly geometric gardens, along avenues, ponds, and carefully trimmed hedges. Behind the palace sits the Chinese Pavilion, a delicate and playful structure from the 18th century. The weather is kind to us, with the sun peeking through the clouds, and we spend the entire afternoon enjoying the vast, historic grounds.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
KulturellEntspannend
  • Schloss Skokloster
  • Schloss Drottningholm
  • Chinesisches Schlösschen
  • Spaziergang durch die Gärten
  • Kaffee und Kuchen
KulturGeschichteArchitekturNatur
storiesfromthepathsFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten

Schweden
Reiseberichte Schweden