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Ein guter Fang

Veröffentlicht: 02.09.2025

Der nächste Tag fühlt sich schon deutlich erholter an, als wir Richtung Hammerfest aufbrechen. Ein kurzer Stopp an der Meridiansäule (UNESCO-Weltkulturerbe) und ein Kaffee zur Überbrückung – hauptsächlich für Steffis Laune – müssen sein.


Doch unser eigentliches Ziel liegt woanders. Wir haben nämlich eine Einladung. Franks Tante Birgit und ihr Partner Ralf verbringen gerade Zeit auf der Insel Seiland, die ohnehin schon auf unserer Liste stand. Also nehmen wir am Nachmittag die Fähre von Akkarfjord nach Kjerringholmen. Auf Seiland gibt es nur eine Straße, die einmal um die halbe Insel führt und die wenigen Häuser verbindet. Der Rest ist pure Natur. Das Leben spielt sich hier vor allem auf dem Wasser ab. Fischer wohnen hier – und Fischer machen hier Urlaub. Dazu ein paar verrückte Wanderer, die unmarkierte Wege spannend finden.


Am Abend gibt es frischen Fisch und gute Gespräche. Am nächsten Morgen fährt Frank mit zum Fischen hinaus – und kommt ziemlich erfolgreich zurück!


Nach zwei Tagen verlassen wir die hübsche Insel und fahren weiter nach Süden. Über Olderdalen geht es nach Lyngseidet auf eine kleine Halbinsel. In einer Bucht liegt die nördlichste Brennerei der Welt – leider geschlossen, als wir ankommen. Dafür haben die netten Betreiber einen traumhaften Stellplatz für Camper eingerichtet. Hier verbringen wir die Nacht. Zum Abendessen gibt es Dorsch, und kurz vor dem Schlafengehen ziehen ein paar Schweinswale ganz nah am Ufer vorbei.


Am nächsten Morgen umrunden wir die Halbinsel, um eine kleine Wanderung zu starten. Der Weg zum Leuchtturm Lyngstua gilt als leicht und familienfreundlich – genau das Richtige für müde Füße, dachten wir.


Tatsächlich ist der Pfad aber recht anspruchsvoll – oder vielleicht auch ein geheimer Plan, um Familienmitglieder loszuwerden? Frank geht bis zum Ende, während ich Fuß und Nerven schone.


Die Nacht verbringen wir westlich von Tromsø. Morgen suchen wir eine Reifenwerkstatt auf. Niemand hat uns vor den furchtbar schlechten Straßen in Norwegen gewarnt – die Spur muss neu vermessen und eingestellt werden. Es bleibt spannend.





A good catch


The next day already feels fresher as we head towards Hammerfest. A short stop at the Meridian Column (a UNESCO World Heritage Site) and a quick coffee – mostly to keep Steffi in good spirits – are a must.


But our real destination lies elsewhere. We have an invitation. Frank’s aunt Birgit and her partner Ralf are spending some time on the island of Seiland, which was already on our list. So, in the afternoon, we take the ferry from Akkarfjord to Kjerringholmen. Seiland has just one road, looping around half the island to connect the scattered houses. The rest is pure nature. Life here happens mainly on the water. Fishermen live here – and fishermen come here on holiday. And then there are a few crazy hikers who enjoy unmarked trails.


In the evening, there’s fresh fish and good conversations. The next morning Frank heads out fishing – and returns quite successful!


After two days, we leave this lovely island and drive further south. From Olderdalen we continue to Lyngseidet on a small peninsula. In a bay lies the world’s northernmost distillery – unfortunately closed when we arrive. But the friendly owners have set up a beautiful camping spot, where we spend the night. Dinner is cod, and just before bedtime, a few porpoises swim peacefully past, only a few meters from the shore.


The next morning, we circle the peninsula to start a short hike. The trail to the Lyngstua lighthouse is rated easy and family-friendly – just the thing for tired feet, we thought.


In reality, the path turns out to be quite demanding – or maybe it’s just a secret plan to lose some family members? Frank continues all the way to the end, while I give my foot (and nerves) a rest.


We spend the night west of Tromsø. Tomorrow we will visit a tyre repair shop. No one warned us about the terrible roads in Norway – the track must be re-measured and adjusted. It remains exciting.

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