2026 - Januar - Amsterdam
Meine naive Annahme war ja, dass Mitte Januar eine gute Reisezeit für Amsterdam sein müsste, weil dann weniger Touristen hier wären. Aber genau das war so nicht der Fall. Die...


Veröffentlicht: 19.01.2026


































Lichtinstallationen im Dunkeln sind gerade in den Wintermonaten besonders beliebt, aber selten gibt es im Januar noch ähnliches zu erleben.
Das Amsterdam Light Festival lief sogar vom 27. November 2025 bis zum 18. Januar 2026. Wir waren also am allerletzten Wochenende dieser Ausgabe hier. Und es war diese bereits 14. Edition davon. Diesmal lautete das Thema „Legacy“ (Vermächtnis) und entlang der Strecke gibt es etwa 20 light artworks (Lichtkunstwerke) internationaler Künstlerinnen und Künstler zu sehen.
Ich dachte zunächst, dass eine Grachtenfahrt der beste Weg ist, um die Attraktionen zu bewundern. Wir haben das auch gemacht, aber ich würde das nicht wirklich empfehlen. Tatsächlich sieht man die Kunstwerke aus dem Boot heraus nicht optimal, denn entweder sitzt man auf der falschen Seite oder aber das Fenster spiegelt so.
Deswegen haben wir einen zweiten Abend genutzt und sind zu Fuß entlang der Wegstrecke unterwegs gewesen. Diese Tour ist ungefähr 6,5 km lang und kann natürlich auch per Rad durchgeführt werden. Auf manchen Wegstrecken war richtig viel los, auf manchen weniger. Leider wurde es bei uns später recht neblig und es war auch nur noch 2°C warm.
Aber dieses Wetter stört einen Amsterdamer überhaupt nicht. Nach 20:30 Uhr sind wir an einem Outdoor-Tennisclub vorbeigekommen, bei dem unter Flutlicht noch Tennis gespielt wurde. Und direkt danach sind wir einem großen Laufclub begegnet. Am eindrucksvollsten fanden wir aber die Paddlergruppen, die an den Brücken warten und eingewiesen werden mussten, damit sie nicht mit den Ausflugsbooten kollidieren.
Noch ein Extra-Tipp für die nächste Edition: Ich fand die App zum Festival recht praktisch, auch wenn sie stolze 6,99 Euro kostete. Leider wurde sie auch ab dem 19. Januar 2026 quasi abgeschaltet. Ich hätte gerne manches noch einmal nachgelesen.
So oder so lohnt sich die Tour, gerade zu Fuß oder per Rad, da man sich hier im eigenen Tempo alles in Ruhe anschauen kann.
