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Rettier, Lazyday und Schafzusammentrieb

Veröffentlicht: 04.10.2021

Die letzten Tage waren anstrengend und schön zugleich. Freitag Abend nach dem Abtreb große Party im Pub. Nora und ich haben hinter der Theke bis zum bitteren Ende mitgeholfen und das Ende war dann wohl so gegen 4 Uhr morgens. Demenstsprechend startete der Tag des Rettier etwas später. Auch diesesmal mit viel Wind, allerdings nicht mit Sturm. Wieder war es spannend anzusehen, wie die Pferde verteilt wurden und wieder habe ich festgestellt, dass nicht alle Isländer auch echte Pferdemenschen sind. Diejenigen, die es sind, vermitteln den Pferden soviel Ruhe, dass die Verteilung problemlos vonstatten geht und die Pferde in relativer Ruhe die einzelnen Abteilungen erreichen. Andere wiederum sind so laut und hektisch, dass sie die Pferde völlig verstören und die Verteilung dementsprechend dauert. Eigentlich schade, aber immer wieder interresant anzuschauen. Am Nachmittag war eine lange Ruhephase nötig, um dann am Abend wieder im PUB Party zu machen. Diesesmal gab es keinen Ball, sondern es wurden lauter einzelne Partys veranstaltet. Covid läßt grüßen. Also wir wieder voller Elan hinter die Therke und auch wenn man der Isländischen Sprache nicht mächtig ist, 3 Viking sind halt einfach 3 Bier der Sorte Viking. Das geht auch ohne Sprachkenntnisse...  Und wieder wurde es unfassbar spät - oder früh.. Diese Isländer feiern einfach bis zum abwinken...oder umfallen... Gestern war dann einfach Lazyday. Pferde füttern, Stall machen, ein wenig ausreiten und ausruhen, schlafen und ein Besuch im Hottop. Pefekte Regeneration :-). Heute wurden wir dann nochmal so richtig gefordert. Erst das normale Morgenprogramm , Pferde füttern, Stall machen und dann kam wieder eine Reisegruppe, die wir betreut haben.  Und wir haben wieder mal festgestellt, dass es Menschen gibt, die soviel Angst vor Pferden haben, das die sich kaum trauen Pferde anzufassen. Eigentlich unvorstellbar.  Am Mittag sind Nora und ich mit dem Zwergenauto nach Hvammstangi gefahren und haben etwas Geld für Mützen ausgegeben und sind dann noch zum normalen einkaufen gegangen. Schließlich braucht die Farm immer etwas. Als wir zurückkamen gab es dann die nette Überrachung fürs nachmittags. Wir sind alle zusammen zum Schafe treiben gegangen. Das heißt wir haben auf dem Land vom Magnus alle vorhandenen Schafe zusammen getreiben und in den Stall getrieben. Heute war es echt saukalt und wir haben tatsächlich zunächst gegfroren. Das hatte sich dann allerdings schnell gelegt, da wir bergauf und bergab rennen mussten. Haben es dann aber alle zusammen wirklich gut hinbekommne. Im Stall haben wir dann die Schafe sortiert. Zuchtschafe sind wieder rausgeschickt worden, Lämmer aussortiert, nach -gehören nicht Magnus oder müssen nochmal sortiert werden, hier dann nach Zuchtschafen und die schlechteren gehen dann in die Nahrungsverwertung. Das war echt harte Arbeit, die Schafe und Lämmer wiegen einiges und sind nicht automatisch willig zu folgen. Auch die Mama und der Papa von Magnus waren da und haben tatkräfig angepackt. es war nur lustig, da beide vorbeikamen und nicht wußten was anstand und die Mama vom Magnus lachend meinte, hätte sie gewußt, dass sie Schafe treiben und sortiern muss, wäre sie vieleicht gar nicht gekommen. Aber gemeinsam haben wir das dann alle geschafft. Zur Belohnung gab es heute Abend Lammbraten und kaltes Bier. Und es schmeckt tatsächlich noch immer. Kein Wunder, dass viele Isländer hier ein Alkoholproblem haben..  

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