Die Reise beginnt! El viaje
Hola! Mein Name ist David. Meine Familie und Freunde werden sicherlich wissen wer ich bin, falls aber zufällig auch Personen den Blog mitverfolgen die mich nicht kennen, eine...

Veröffentlicht: 17.03.2025
Hola a todos!
In nicht einmal einer Woche Aufenthalt in Mexiko-Stadt durfte ich bereits unfreiwillig die kulinarischen Tücken des Landes kennenlernen. Nicht viel habe ich mir dabei gedacht, als ich in der ersten Woche am Donnerstag mit einem Arbeitskollegen auf seine Empfehlung hin zum lokalen Markt gegangen bin. Bunt und schön war der Markt - und lecker. Mir wurde besonders der Fischstand empfohlen - also gab es für mich eine Art Backfisch mit Guacamole und einen Shrimp Taco. Beides war wirklich lecker, bezahlt habe ich den Genuss allerdings viel teurer als mit lediglich 60 Pesos: 2 Tage später lag ich mit starken Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber und Schüttelfrost im Bett flach. Immerhin den Arztbesuch konnte ich finanziell gut verkraften: ganze 3 Euro hat die ärztliche Untersuchung beim consultorio gekostet. Große Apotheken haben neben Arzneimittel nämlich auch stets im Nebengebäude einen Arzt den man aufsuchen kann. Nachdem ich meine Symptome schilderte, fragte mich die Ärztin ob ich denn Street Food gegessen hätte. Ich bejahte dies. Als die Ärztin mich ferner fragte, ob ich auch Fisch gegessen hätte, bejahte ich dies auch. Die Ärztin musste fast lächeln - uns war danach beiden bewusst, was wahrscheinlich für meine Beschwerden verantwortlich ist (blöder Fisch-Taco).
Immerhin: nach Einnahme vom Antibiotikum, viel Schlaf und viel Trinken bin ich auch wieder auf dem Weg der Besserung und fühle mich wieder besser.
Einfach Pech bei der Essensauswahl gehabt - oder hatten da gar höhere Mächte ihre Finger im Spiel? Mein Mitbewohner José sagte, im mexikanischen Volksmund wird eine Erkrankung aufgrund schlechter Lebensmittel auch die Rache des Montezuma - span. la venganza de Mocetzuma - genannt. Der Ausdruck geht dabei auf den Atztekenherrscher Montezuma - oder auch Moctezuma - zurück. Dieser soll bei der Unterwerfung der Atzteken durch die Spanier einen Fluch ausgesprochen haben, wonach alle Eindringlinge in seinem Land seine Rache zu spüren bekommen werden.
Und bis heute führen vor allem die abergläubischen Bewohner Mexikos die vielen Magen - Erkrankungen auf den Fluch zurück.
Ob nun Fluch oder nicht - ich bin froh, dass es mir besser geht und ich nächste Woche endlich wieder die Arbeit bei der Botschaft wiederaufnehmen kann.
Und die Lektion ist auch gelernt: keine Shrimp Tacos mehr für mich ;-)
In dem Sinne: Hasta la próxima-
Euer David
P.S.: gut aussehen tat das Essen immerhin