Tag 16 - Rødtinden und Håkøy mit allen Wetterlagen
Für den heutigen Tag hatte ich mir noch eine Wanderung auf den Rødtinden herausgesucht, da dort zumindest vormittags gutes Wetter sein sollte. Die 25km hin vergingen zügig -...

Veröffentlicht: 13.07.2025












Mein treuer Begleiter, die Wettervorhersageapp Pent.no (vergleicht zwei Anbieter), sagte mir für heute voraus, dass ich um 8:00 Uhr die besten Chancen auf einen klaren Gipfel Tromsdaltinden (1238m) hätte. Diesen Berg habe ich auf jeder einzigen Fahrradtour und Wanderung mehr oder weniger bewölkt gesehen, da er vergleichsweise hoch ist. Mein letztes Projekt!
Also klingelte mein Wecker um 3:30 Uhr. Herrlich: mich begrüßt die Sonne beim Verlassen des Wohnhauses. Ein letztes Mal schloss ich mein Fahrrad an den Wanderwegweiser in Tromsdalen an. Und los ging es - nur bergauf. Nach dem Mischwald kam ein Birkenwäldchen und wurde es immer kahler bis moos/heide/blaubeerdurchsetzte Felder von Geröll ersetzt wurden. Der Anstieg wurde wirklich intensiv (laut Komoot bis zu 45 Grad Steigung), die Wanderung wurde anspruchsvoll und einige Blicke in den Abgrund ernteten meinen tiefsten Respekt. Aber es hat einfach richtig Spaß gemacht (auch auf allen vieren herumzuklettern). Leider stand ich dann recht plötzlich mitten im Nebel, der sich zum Glück immer mal wieder etwas lichtete. Am Gipfel angekommen stand ich wohl mitten in einer Wolke - trotzdem ein spektakuläres Gefühl. Ursprünglich wollte ich etwas warten, bis sich die Wolke verzog, allerdings war es zu feucht und wurde kühl. Also nichts wie runter!
Ich musste mir auf dieser Tour mindestens fünf mal die Schuhe ausziehen, um Bachläufe/Flüsse zu überqueren. Vor allem auf dem Rückweg war eine Überquerung gar nicht so einfach. Der Fluss hatte viel Kraft und ich musste meine Füße sehr kraftvoll (und gut) platzieren, um nicht davon getrieben zu werden.
Während der gesamten Wanderung befiel mich immer wieder ein kleines bisschen Wehmut - heute war mein letzter Tag. Ich versuchte also alle Eindrücke wie ein Schwamm aufzusaugen und in meinem Kopf abzuspeichern - die Bilder, die Gerüche, die Geräusche, der Geschmack.
Gegen 10 Uhr war ich dann schon wieder zu Hause und machte mir beseelt von meinem Start einen großen Kaffee und ein leckeres Frühstück. Davey stieß auch dazu und wir verquatschten uns eine ganze Weile.
Anschließend reinigte und verpackte ich mein Fahrrad. Das ging überraschend flott und alles hat gepasst. Nun muss nur das Gewicht stimmen, aber das sehe ich morgen. Abends schlenderte ich nochmal zum Hausstrand und genoß gg. 22 Uhr die hochstehende Mitternachtssonne. Was für ein gelungener letzter Tag!
